Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)

Bild: © D. Nill

Vorkommen im Bereich Seligenstadt und Mainhausen 1985 bis 2016

Nachweise der Wasserfledermaus in Seligenstadt
Nachweise der Wasserfledermaus in Klein Welzheim
Nachweise der Wasserfledermaus in Mainhausen
Nachweise im Ostkreis Offenbach
Nachweise der Wasserfledermaus
Probefläche Datum Anzahl Longitude Latitude
FLM26 13.10.2008 1 8,9417963 50,0205307
FLM72 01.09.2003 11 8,9417963 50,0205307
FLM26 01.09.2002 1 9,00358009 50,0242462
FLM82 02.09.2001 1 9,02003288 50,0117493
FLM72 23.08.1997 11 9,00358009 50,0242462
FLM73 29.08.1993 5 8,99260426 50,0306091

Aussehen und Größe

Eine kleine, 6-15g schwere Fledermaus mit für eine Mausohr-Art relativ kurzen Ohren. Spannweite 24 – 27,5cm. Der kurze helle Ohrdeckel (Tragus) ist abgerundet und leicht nach vorne gebogen. Die großen Füße sind etwa halb so lang wie der Unterschenkel und mit langen kräftigen Borsten besetzt. Es wurden Höchstalter bis zu 30 Jahre nachgewiesen. Im Durchschnitt liegt die Lebenserwartung bei 4 bis 5 Jahren. Sie zählt zu den wanderfähigen Arten. Sommer- und Winterquartier liegen meist weniger als 150 km auseinander.

 

Verbreitung und Lebensraum

Eine sehr anpassungsfähige Fledermaus, deren Vorkommen oft auf Berggegenden beschränkt ist. Jagt meist über Gewässer und Gewässernähe, aber auch in Wäldern, Parks oder Streuobstwiesen. Quartiergebiete in Auwäldern, gewässernahen Gehölzstreifen, aber auch in gewässerfernen Wäldern und Siedlungen. Wochenstuben in Baumhöhlen und Fledermauskästen, aber auch in Spalten und Dehnungsfugen von Brücken. Seltener in Gebäuden. In Wäldern werden Randlagen bevorzugt. Sommerquartiere werden alle 2 bis 5 Tage gewechselt. Männchen bilden eigene Kolonien von bis zu 20 Tieren, vereinzelt auch bis 200 Tieren. Zwischen Sommerquartieren und Jagdgebieten gibt es traditionelle Flugstraßen meist entlang von Gräben, Hecken, Waldrändern und Wegen. Ein Wochenstubenverband kann im Jahr bis zu 40 Baumhöhlen aufsuchen. Die Jagdgebiete liegen in einem Radius von 2 bis 10 km um das Quartier. Überwintert in Baumhöhlen und Felsspalten, aber auch in Höhlen, Stollen, Bunkeranlagen und Kellern.

Lokale Vorkommen

Wurde im Bereich Wasserwerk festgestellt.

Fortpflanzung

Wochenstuben umfassen in der Regel 20-50 Weibchen. In Gebäudequartieren ausnahmsweise bis zu 600 Tiere. Meist ein Jungtier ab der zweiten Juniwoche. Fliegt nach ca. 3 Wochen, nach 4 Wochen erste eigene Jagdflüge. Nach 6 Wochen lösen sich die Wochenstuben meist auf. Jungtiere können bereits im ersten Herbst geschlechtsreif werden.

 

Ernährung und Jagd

Zuckmücken, Schnaken, Büschelmücken, Blattläuse, Eintagsfliegen, Netzflügler, Hautflügler, Falter und Köcherfliegen. Ausnahmsweise auch Jungfische. Jagdgebiete meist vegetationsfreie Stillgewässer. Über dem Wasser in schnellem und wendigem Flug meist in 5 bis 40 cm Höhe. Insekten werden dabei meist von der Wasseroberfläche abgegriffen. Im Wald, an Waldrändern und Feuchtwiesen jagt sie in einer Höhe von 1 bis 5 m.

 

Weiterführende Info’s:

Hessen Forst Artengutachten 2003

Hessen Forst Artensteckbrief 2006