Molche

Bergmolch – Häufig in Wäldern, meidet waldfreie Lebensweise. Eine der häufigeren Lurcharten.

Verbreitung Bergmolch – Amphibienerfassung Kreis Offenbach 1999
Genutzte Laichgewässe des Bergmolches aus Jedicke: Die Amphibien Hessens

Teichmolch – Häufigste Molchart bei uns. Kommt auch in Kleingewässern der Hausgärten zurecht.

Verbreitung Teichmolch – Amphibienerfassung Kreis Offenbach 1999
Genutzte Laichgewässe des Teichmolches aus Jedicke: Die Amphibien Hessens

Kammmolch – Unsere größte Molchart. In Hessen vom Aussterben bedroht.

Verbreitung Kammmolch – Amphibienerfassung Kreis Offenbach 1999
Genutzte Laichgewässe des Kammmolches aus Jedicke: Die Amphibien Hessens

Tipps zur Beobachtung – Am sichersten sind alle Molcharten in ihren Laichgewässern zu finden. Der optimale Zeitpunkt sind die ersten Maiwochen. Molche müssen zum Atmen immer wieder an die Wasseroberfläche.

AGFA Lehrpfadtafel über Molche

Lebensraum: Landlebensraum oft in Grünlandgebieten mit Hecken, Wälder und Waldrändern, naturnahe Gärten und Parks, Abbaugebieten und Uferrändern. Versteckplätze unter Steinen, Wurzeln oder in der Erde. Wasserlebensraum von Ende Februar bis Ende Mai meist in pflanzenreichen Kleingewässern, kleinere Arten auch in Wagenspuren.

Lebensweise: überwiegend nachtaktiv, gehen bei Dunkelheit auf die Jagd nach Würmern und Insekten; sie sind wechselwarm und fallen bei niedrigen Temperaturen in eine Winterstarre; bei steigenden Temperaturen im Frühjahr werden sie wieder aktiv.

Besonderheiten: auffällige, sehr farbige Wassertracht mit deutlichem Geschlechtsunterschied. Fähig während der Laichzeit Flossen und Kamm zu entwickeln. Gliedmaßen, Organe, Muskulatur, Haut, Knochen und Gelenke können nach Verletzungen wieder hergestellt werden.

Fortpflanzung: die kleineren Arten sind bereits ab Ende Februar, der Kammmolch ab Mitte März im Laichgewässer. Weibchen legen zwischen 100 und 300 einzelne Eier, meist eingeklappt in den Blättern der Wasserpflanzen. Larven ernähren sich fast ausschließlich von tierischer Kost. Nach 2 bis 4 Wochen gehen die Tiere an Land.

Feinde: Schlangen, Vögeln und großen Fische.

Gefährdung: zuschütten von Kleingewässern, Dünger- und Agragifteinträe und durch den Straßenverkehr.