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Kreis Offenbach fördert unsere neuen Wildblumenanlagen

Possitiv beschieden hat der Kreis Offenbach unser Antrag für Saatgut für die Anlage von mehrjährigen Wildblumenwiesen.

In der Käthe-Paulus-Schule in Zellhausen soll eine neue 180qm große Wildblumenwiese entstehen.

Für den neuen Amphibienlehrpfad steht Saatgut für 310qm zur Verfügung. Dort sollen auf dem 250 x 10m breiten Wirtschaftswiesensaum in der Gemarkung Seligenstadt eine mehrjährige Wildblumenwiese entstehen. Mit 3 x 110qm großen Initialflächen wollen wir beginnen.

Hier soll die Blumenwiese entstehen

Da bei den Anlagen von mehrjährigen Wildblumenwiesen oft viel schief geht, wollen wir uns an die Vorgaben von Syringa halten:

Anlage einer Wildblumenwiese nach Syringa

Bodenvorbearbeitung

Möglichst feinkrümelige Bodenstruktur anstreben durch:

  • pflügen und eggen oder
  • fräsen

Saatbeet reinigen, Wurzeln entfernen:

  • Löwenzahn,
  • Quecke,
  • Winde,
  • Weißklee und
  • Disteln

Alternativ:          bei hohem Unkrauterdruck die Unkräuter keimen lassen und entfernen.

Aussaatmenge

Mit kleinen Flächen üben!

Füllstoffe verwenden

  • Sand,
  • Sägemehl oder
  • ähnlichen Füllstoffen
  • kein Grassamen (unnötige Konkurrenz und eingeschränkte Keimung)!

Aussaatzeitpunkt

Mögliche Aussaat zwischen

  • März und Oktober
  • beste Zeit zeitige Frühjahr oder Herbst
  • Im Hausgarten kann auch im Sommer ausgesät werden, wenn die Fläche bis zur Keimung ständig feucht gehalten werden kann.
  • Bei hohen Temperaturen nicht aussähen.

Nach der Aussaat

  • Fläche walzen,
  • Bei kleineren Flächen behilft man sich mit einem Brett.
  • Das Saatgut muss nicht mit Erde bedeckt werden.

Pflege der Blumenwiese

Die ersten beiden Jahre sind entscheidend! In der Regel keimen auch viele unerwünschte Wildkräuter und Grassamen (Verunkrautungen mit Gänsefuß, Greiskraut, Gänsedistel und Acker-Fuchsschwanz).

  • Erster Schnitt nach 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat um die Konkurrenten in Schach zu halten (hat keine Auswirkungen auf die Rosetten der mehrjährigen Blumenarten). Im zweiten Jahr sind diese Problemkräuter meist nicht mehr vorhanden.
  • Bei Frühjahrsaussaat sind 2 bis 3 Pflegeschnitte notwendig.
  • Im 2. und 3. Jahr nach der Aussaat sind in der Regel zwei Schnitte pro Jahr notwendig.
  • auf sehr mageren Standorten kann ein Schnitt reichen.
  • Keine Düngung auf den Aussaatflächen!

Zum richtigen Zeitpunkt mähen

Zu Späte Mahd schadet der Wiesenentwicklung! Auch wenn die Wiese Ende Mai/Mitte Juni noch wunderschön blüht mähen! Auf nährstoffreichen Standorten wird der Bestand 80 bis 100cm hoch. Niedrige Rosetten von Margeriten, Karthäusernelken und vielen mehr werden monatelange beschattet. Sie verschwinden dann aus Lichtmangel!

  • Späte Mahd führt zur überproportionalen Vermehrung der Gräser; zusätzliche Konkurrenz für lichthungrige Blumen.
  • 1. Mähtermin:  1. oder 2. Juniwoche (je nach Vegetationsentwicklung). Mähgut trocknen lassen und abräumen.
  • Nach 4 bis 6 Wochen erfolgt eine 2. Blüte.
  • 2. Mähtermin:  Ende August/Mitte September.  Mähgut trocknen lassen und abräumen. Beim Trocknen fallen viele Samen aus und können keimen.

Mit dem Fledermausschutz Südhessen rund um die Bunker

Am 27. Juli 2020 trafen wir uns um 19 Uhr an der Sendefunkanlage in Mainflingen. Wegen dem bevorstehenden Bunkerumbau für Fledermäuse haben wir uns den bestehenden Fledermausbunker besichtigt und den als nächstes anstehende Bunker in Augenschein genommen. Im Innern unseres Fledermausbunkers flogen zwei braune Langohren durch den Bunker. Um die Fledermäuse nicht zu sehr zu stören, war der Bunkerbesuch kurz gehalten. Von den Bunkern gings zum Häuser Schloß. Auf dem Borstenrasen bestimmten wir die noch vorhandene Vegetation. Am Westrand gings Richtung Sendefunkanlage. Mit eingeschaltetem Detektor suchten wir nach früh fliegenden Abendseglern. Bis 21:45 Uhr war allerdings keine Fledermaus zu detektieren? Im Westen der Sendefunkanlage liegt eine große Mückenfledermauswochenstube, die abends in Richtung Sendefunkanlage ausfliegt. Eigentlich hätten wir viel früher Fledermäuse feststellen müssen?

Erst als wir am Bong unser Mahdprojekt vorstellten und diskutierten, waren die ersten Fledermäuse zu hören. Wir teilten uns in drei Gruppen auf, um rund um den Bong und die Sendefunkanlage die Fledermäuse zu erfassen. Das Ergebnis einer Gruppe ist im Folgenden wiedergegeben.

Das Ergebnis unserer Gruppe war (nach Häufigkleit):

  • Mückenfledermaus (pipistrellus pygmaeus)
  • Zwergfledermaus (pipistrellus pipistrellus)
  • Wasserfledermaus (myotis daubentonii)
  • Bartfledermaus (myotis brandii oder mystacinus)
  • Rauhautfledermaus (pipistrellus nathusii)
  • Braunes Langohr (plecotus auritus)
  • Langohr (plecotus spec.)
  • Mausohrfledermaus (myotis spec.)
  • Großer Abendsegler (nyctalus noctula)

Unsere Erfassung endete gegen 23 Uhr. Der Sonnenuntergang an diesem Tag war um 21:12 Uhr. Das erste Auftauchen der Fledermäuse war ungewöhnlich spät? Das weitgehende Fehlen der Abendsegler war überraschend!

Quartierkontrolle in Froschhausen

Am 01.08.2020 haben wir die Fledermäuse in einem Garagendach-Quartier in Froschhausen untersucht. Von 21:30 bis 22:10 Uhr konnten wir Mücken- (pipistrellus pygmaeus), Zwerg- (pipistrellus pipistrellus) und eine Breitflügelfledermaus (eptesicus serotinus) feststellen. In der Nachbarschaft befinet sich eine vorher bereits entdecktes Breitflügelwochenstube. Die vermutliche Mückenfledermauswochenstube hat laut vorheriger Zählungen eine Stärke von ca. 15 Tieren. Hier ist allerdings nur eine Garagenseite untersucht. Auf der anderen Garagenseite könnten weitere Fledermäuse wohnen?

Die Flugaktivitäten an diesem Abend waren nicht so hoch. Dies konnte am Vortag bereits festgestellt werden. Das sehr heiße Wetter ist wohl auch für Fledermäuse suboptimal?


Fledermauserfassung in Groß Ostheim – Sonneck

Erfassung der Fledermausfauna in Sonneck am 31.07.2020. Sonnenuntergang an diesem Abend war gegen 21:05 Uhr, mit 25°C war es noch ziemlich warm. Die Fledermausaktivitäten begannen, wie anderswo in diesen Tagen, etwas ungewöhnlich spät? Subjektiv auffällig ist wieder der Rückgang der Pipistrellus Arten am Gesamtspektrum. Im Juni, zur Glühwürmchenzeit, war dies uns im Seligenstädter Stadtwald zuerst aufgefallen. Hier hatten wir deutlich mehr Myotis-Arten im Verhältnis zu den Pipistrellus-Arten als in den früheren Jahren. Auffällig ist auch in diesem Jahr der geringe Flug von Mücken und die geringe Zahl von Mistkäfern.

Bei unserer Erfassung hatten wir folgende Fledermäuse detektiert. Die Liste ist nach Häufigkeit der Rufsequenzen sortiert:

  • Großer Abendsegler (nyctalus  noctula)
  • Zwergfledermaus (pipistrellus pipistrellus)
  • Mückenfledermaus (pipistrellus pygmaeus)
  • Wasserfledermaus (myotis daubentonii)
  • Rauhautfledermaus pipistrellus nathusii
  • Breitflügelfledermaus (eptesicus serotinus)

Erfasst haben wir von 21:10 bis 22:40 Uhr. Die Aufnahmen wurden mit einem Batlogger M gemacht.

Ein großteil der Daten wurde am Seeufer erhoben.

Pflege der Ausgleichsfläche in Mainflingen

Mit den Lockerungen bei den Grundschulen nach den Sommerferien ergibt sich die Möglichkeit im Rahmen einer Naturschutz AG den dortigen Lebensraum zu erkunden.

Der Großteil der Fläche ist aufgrund der aktuellen Vegetationsentwicklung kaum zugänglich. Nur von der Nato Straße entlang des Mainufers ist ein breiter vegetationsloser Weg, durch die ständige Begehung duch Angelsportler.

Am letzten Dienstag hatten wir die vordere Fläche gemucht. Wenn möglch, werden wir das Mähgut noch versuchen zu schwarten und an einer geeigneten Stelle zu deponieren.

gemulchte Fläche im vorderen Bereich

In der Mitte der gemulchten Fläche steht ein Apfelbaum, den wir genrne etwas pflegen würden. Die unteren Äste müssten etwas gestützt werdenund der gesamte Baum müsste im Winter mal geschnitten werden. Die Äpfel könnten wir mit unserer Naturschutz AG nutzen zur Saftherstellung.

Der Apfelbaum in der Mitte der gemulchten Fläche

Zur Abgrenzung zur Nato Straße könnte man eine Schlehenhecke anlegen. Hierdurch wäre eine Beruhigung der dahinter liegenden Fläche möglich.

Randbereich zur NATO Straße

Den Japan Staudenknöterich am Fahrradweg möchten wir gerne entfernen. Die Wurzelstöcje, soweit möglich, ausgraben.

Japan Staudenknöterich am Fahrradweg

Die letzjährige mahd des Indischen Springkrautes war erfolgreich. Im gemähten Bereich war kein Springkraut mehr zu finden und das Schilf hatte sich dort vermehrt.

Entlang des Fahrradweges gibt es noch größere Bereiche mit Indischem Springkraut. Diese würden wir gerne mit dem Freischeider mähen.

Indisches Springkraut am Fahrradweg entlang

Im Süden der Ausgleichsfläche wurde durch die Mahd (Landwirt?) die Holz-Balustrade zerstört. Sollte die wieder hergestellt werden?

zerstörte Holzabgrenzung

Im Südwesten der Fläche wir illegal Grünabfall entsorgt. Dieser könnte von der benachbarten Fläche stammen mit nicht standortgerechten Ziersträuchern und Zierbäumen?

Illegaler Grün-Abfall

Im Rahmen unserer geplanten Umwelt AG würden wir gerne Kleinbitotope anlegen (z.B. Todholzhaufen) und weitere Nisthilfen anbringen und monitoren.

Artenschutz hat es schwer

Auch als Eigentümer eins Ackers ist es schwer einen positiven Beitrag zum Artenschutz leisten zu können. Im Jahre 2014 habe ich einen Maisacker gekauft. Noch im selben Jahr pflanzten wir 32 Obstbäume auf diesen Acker.

Obstbäume nach der Pflanzung im Jahre 2014

Mit der Pflanzung wurden bereits drei Steinkauzröhren bei den Bäumen auf Stützen angebracht. Diese wurden relativ schnell vom Steinkauz angenommen.

Im Jahre 2016 wurden 85 Bäume und Streucher gepflanzt. Bei den Bäumen handelte es sich um Wildkirschen und Holzäpfel. Jeder Baum und Strauch wurde mit einem Flatterband markiert. Im nächsten Jahr fand en wir den Acker abgemäht vor. In den dort lagernden Heuballen flatterten die rotweißen Flatterbänder im Wind. Knapp 400 €, die Bäume waren privat gekauft, waren in den Sand gesetzt.

Im Jahre 2019 legte meine NABU-Gruppe verschiedene Blühstreifen an. Auch auf meinem Acker entstand eine Blühfläche. Der verwendete Samen kostete 0,50€ pro qm. Bei der nächsten Ernte fanden sich tiefe Fahrspuren auf der freisch eingesähten Fläche durch den Bauer auf dem Nachbargrundstück.

In diesem Jahr waren erstmals vier Rebhühner auf der Fläche. Wir hatten zwischen den Bäumen und am Rand num Nachbaracker. Streifen aus der Mahd ausgenommen. Im Streifen zum Nachbaracker hielten sich die Vögel auf.

Rebhuhn – (C) Nabubilddatenbank – NABU/ E. Nerger

Beim nächsten Pflegetermin wurde unser Schutzstreifen zwischen den Äckern von Nachbarbauer abgemäht. Der Landwird soll aus Bruchköbel kommen, genaues wissen wir nicht?

Zwischen den Bäumen bleibt das Gran hoffentlich stehen! Die Baumscheiben haben wir selbst frei gemacht.

Unbekannte sabotieren Arbeit mit Kindern

Seit Anfang dieses Jahres gibt es den Amphibienlehrpfad am Rödchesweg, von der Käthe-Paulus-Schule Mainhausen in Richtung Seligenstadt, welcher durch Spendengelder umliegender Investoren sowie mit viel ehrenamtlicher Arbeit geschaffen werden konnte.

Gedacht ist er, um bei Führungen, vor allem mit Kindern, über das Leben unserer heimischen Amphibienarten zu informieren. Nun kam es jedoch bereits zum vierten Mal in Folge zu einer gezielten Attacke auf diese Lehrtafeln. Nun wurde eine dieser Tafeln unter Einsatz von Werkzeug am Boden abgeschraubt und anschließend zerbrochen. Ein kompletter Neudruck ist somit notwendig und das zerstörte Material des Tafelgerüstes muss ersetzt werden. Auch sind Obstbäume, die extra entlang des Lehrpfades gesetzt wurden, mehrfach zerstört bzw. beschädigt worden.

Der Amphibienlehrpfad am Rödchesweg informiert verständlich und gezielt über die kreisweit vorkommenden Amphibienarten. Seine unmittelbare Nähe zu dem seit 2011 von der AgFA ins Leben gerufenen mobilen Amphibienschutzzaun an der Zellhäuser Straße (Laichgewässer Königsee) wurde bewusst gewählt. Von Ende Januar bis Ende April werden hier, unter Mithilfe der Schüler der Käthe-Paulus-Schule, Kröten und Frösche voller Enthusiasmus vor dem Überfahren gerettet. Eigens dafür wird ein Krötenzaun aufgestellt und täglich mehrfach betreut und protokolliert.

Mit der Käthe-Paulus-Schule gibt es gleichzeitig eine gemeinsame Umwelt AG, die auf dem Gelände der Schule Kleinbiotope und Wildblumenwiesen anlegt und gezielt Naturerleben vermittelt. Ein Totholzbiotop wurde Ende 2019 in Dienst gestellt, ein Totholzbeet und eine zweite Wildblumenwiese ist für die wiederanlaufende Umwelt AG im September geplant. Die AgFA baut mit den Kindern Fledermauskästen und möchte mit ihnen entlang des Rödcheswegs regelmäßig Nistkastenmonitoring mit verschiedenen Vogelkästen und im nahe gelegenen Auwald Fledermauskontrollen durchführen.

Es gibt viele Ideen und die Kinder nehmen diese Angebote sehr gut und gerne an. Die derzeitigen Schäden durch sinnlosen Vandalismus sind daher umso ärgerlicher und kosten viel zusätzliche Zeit und Mühe, zumal sie völlig unverständlich sind.

Die AgFA bedankt sich hiermit an dieser Stelle gern bei den vielen Helfern und finanziellen Unterstützern. Die Vandalismusschäden haben bisher zu einem zusätzlichen Schaden von ca. 6.000 Euro geführt und hierbei sind die vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden zur Beseitigung der Schäden nicht eingerechnet!

In diesem Sinne hoffen wir, die AgFA, dass diesem Vandalismus ein Ende bereitet wird sowie auf weiteren Zuspruch und Hilfe aus der Region. Auch sind wir stets an neuen ehrenamtlichen Helfern interessiert!

Erster Zyklus der Orchideenwiesenmahd im NSG Bong’sche Kiesgrube abgeschlossen

Es hat etwas gedauert, aber nun sind wir durch! Die eine Hälfte der von uns gepflegten Fläche wurde mit dem Mähbalken gemähd, geschwartet und nun mit dem Ladewagen aufgeladen und am Rande der Fläche als Eiablageplatz für Schlangen aufgeschichtet. Der gemähte Bereich wurde bisher immer gemulcht und dann so gut es ging abgeräumt. Vor der Madh haben wir den gesamten Wiesenbereich nach der Bienenragwurz abgesucht. Wir haben um die 20 Pflanzen gefunden und deren Standorte für den ersten Mähzyklus ausgesparrt.

Bienenragwurz im Bereich der Bong’schen Kiesgrube 2020

Etwas mühsam war das Umschichten des entladenen Heu. Hier entstand der erste unserer zwei Eiablageplätze.

Trotz relativ kleiner Fläche hatten wir den Ladewagen zweimal bis oben gefüllt

Eine kleine Insel in der Mitte der Fläche haben wir als Rückzugsgebiet für die Insekten stehen lassen. Es wird beim zweiten Mähzyklus abgemäht.

Kleine Rückzugs-Insel
Die Brombeeren am Rand wollen wir im Herbst zurückschneiden
Die Apfelbäume hängen in diesem Jahr sehrt voll!