Pflege in der Sendefunkanlage Zellhausen

Im Juli 2016 hatten wir uns bereits in der Sendefunkanlage Zellhausen engagiert. Damals hatten wir nach dem Rückbau der Gebäude und dem Auffüllen der Flächen mit Sand, die Beimpfung mit Heu übernommen.

Die Zielarten stellten sich zwar ein, aber nicht in dem Umfang, den man erhofft hatte. Für die Entwicklung und Pflege der beiden Flächen war die Telekom, bzw. die beauftragte Corpus Sireo zuständig. Für die Maßnahme war ein Öko-Konto angelegt.

Nach nun mehr als 4 Jahren hatte sich in Sachen Pflege nichts getan. Die Untere Naturschutzbehörde setzte der Telekom bis zum 18.12.2020 eine Frist zur Instandsetzung der Fläche. Auf den beiden zusammen knapp 7.000 qm großen Flächen waren in den vergangenen Jahren dicht die Kiefern aufgelaufen. Sie hatten eine Größe erreicht die vermutlich im Herbst 2021 das Ziehen der Jungpflanzen von Hand unmöglich gemacht hätte.

Pünktlich zur gesetzten Frist sagte die Telekom die weitere Durchführung der Maßnahme ab. Die Ökokonto-Maßnahmenbewilligung zu Gunsten der Telekom wurde aufgehoben und der Weg war frei die überfällige Pflege durchführen zu können.

Im Januar 2021 haben wir mit den Arbeiten begonnen. Die Jungkiefern wurden mit den Händen aus dem Boden gerissen, auf einen Anhänger gelegt und aus der Fläche entfernt. Jede Woche waren wir auf den Flächen und haben Stück für Stück die Kiefern entfernt.

Anfang Februar 2021 haben wir uns mit der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde, sowie dem ALR (Amt für den ländlichen Raum) auf den Flächen getroffen und die weitere Vorgehensweise abgestimmt.

Wir waren uns einig, dass es sich lohnt die ehemaligen Ökokontoflächen als Offenland mit Magerrasen und Heide zu entwickeln und in die reguläre Pflege des FFH-Gebietes durch das ALR zu integrieren.

Wir hoffen das Entfernen der Kiefern bis Ende Februar geschafft zu haben! Es dürften im Moment etwas mehr als 5.000 qm bereits geräumt sein.

Am 9., 10. und 11. Februar 2021 haben wir hintereinander auf den Flächen gearbeitet. Durch den Wintereinbruch war am 11. Februar der Boden so weit durchgefroren, dass wir die Arbeiten vorerst einstellen müssen. Von den knapp 7.000 qm sind nun maximal noch 200 qm von den Kierfern zu befreien.