Frösche

Moorfrosch – Der Moorfrosch ist der große Verlierer der Klimaerwärmung. Die Art ist seit der Amphibienkartierung weitgehend aus dem Kreis Offenbach verschwunden. Die Laichballen enthalten 800 bis 3.000 Eier und werden an Wasserpflanzen und Ästen abgelegt. Die Larven verlassen nach 1 bis 3 Monaten das Wasser.

Verbreitung Moorfrosch– Amphibienerfassung Kreis Offenbach 1999

Springfrosch – Im Stadtwald Seligenstadt häufig. Im Frühjahr nur kurz am Laichgewässer. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv, lassen sich aber an regnerischen Tagen auch am Tage blicken. Laichballen mit 600 bis 1.000 Eier, die im flachen Wasser abgesetzt werden. Die Kaulquappen brauchen 2 bis 5 Monate bis zum fertigen Frosch.

Verbreitung Springfrosch– Amphibienerfassung Kreis Offenbach 1999

Grasfrosch – In Hessen vermutlich häufigster Frosch. Im Frühjahr nur kurz am Laichgewässer. Aktivität wie Springfrosch. Die Laichballen enthalten 1.000 bis 4.000 Eier und schwimmen meist an der Wasseroberfläche. Die Kaulquappen brauchen 2 bis 4 Monate bis zum fertigen Frosch.

Verbreitung Grasfrosch– Amphibienerfassung Kreis Offenbach 1999
Genutzte Laichgewässe des Grasfrosches aus Jedicke: Die Amphibien Hessens

Wasserfrösche – Sehr häufige Frösche, die durch ihr Gequake Probleme verursachen können. Ab Mai lange im Wasser. Die Laichballen enthalten mehrere tausend Eier. Durch die späte Laichzeit mit anderen Fröschen nicht zu verwechseln. Die Kaulquappen brauchen 5 Wochen bis zu mehrere Monate bis zum fertigen Frosch.

Verbreitung Wasserfrösche – Amphibienerfassung Kreis Offenbach 1999
Genutzte Laichgewässe der Wasserfrösche aus Jedicke: Die Amphibien Hessens

Laubfrosch – Bei uns ein seltener Frosch. Ehemalige Vorkommen sind inzwischen oft erloschen. Die walnussgroßen Laichballen enthalten 70 bis 1.100 Eier und liegen auf dem Boden oder werden an Wasserpflanzen befestigt. Sie sind nachtaktiv. Die Kaulquappen brauchen 2 bis 3 Monate bis zum fertigen Frosch.

Verbreitung Laubfrosch – Amphibienerfassung Kreis Offenbach 1999
Genutzte Laichgewässe der Laubfrosches aus Jedicke: Die Amphibien Hessens

Tipps zur Beobachtung – Am besten sind Wasserfrösche (Kleiner Wasserfrosch, Teichfrosch, Seefrosch) zu beobachten. Braunfrösche (Moor-, Spring- und Grasfrosch) kann man an Regentage im Wald finden.

Tafel unseres Amphibenlehrpfades zum Thema Frösche

Kennzeichnung: Froschlurche mit langen Hinterbeinen, die sehr gut springen können. Die Haut ist glatter und feuchter als bei den Kröten, es fehlen ihnen auch die wulstigen Ohrdrüsen. Entlang des Rückens ziehen sich zwei Drüsenleisten, die hinter den Augen beginnen und bis in die Hüftregion reichen. Zwischen den Zehen der Hinterfüße befinden sich gut ausgebildete Schwimmhäute.

Lebensraum: Als Landlebensraum besiedeln sie Wälder über halboffene Landschaften aus Wiesen, Weiden und Hecken. Bevorzugt werden krautreiche Laub- und Mischwälder.

Lebensweise: dämmerungsaktiv, gehen sie bei Dunkelheit auf die Jagd nach meist fliegenden Insekten. Sie sind wechselwarm und fallen bei niedrigen Temperaturen in eine Winterstarre. Bei steigenden Temperaturen im Frühjahr werden sie wieder aktiv.

Fortpflanzung: nur die Wasserfrösche laichen spät im Jahr. Alle Frösche setzten Laichballen ab, die je nach Art zwischen 50 und mehreren tausend Eiern enthalten können.

Feinde: Schlangen, Vögeln, Raubsäuger und Fische.