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Amphibienzaun am Königsee steht

Am Samstag, den 16. Februar 2019 haben wir unseren Amphibienzaun aufgebaut. Mindestens 850m Zaun kamen zum Einsatz. Die THW-Jugend Seligenstadt und Bad Homburg waren mit 38 Mann Vorort. Weitere 12 Aktive der Arbeitsgemeinschaft beteiligten sich an den Arbeiten. Wenn die Wetterprognose für die nächste Woche stimmt, könnte die Wanderung am kommenden Dienstag losgehen.

Amphibienzaun am Königsee zwichen Käthe-Paulus-Schule und Wald Richtung Seligenstadt
Auch eine Bildschleiche genoß die wärmende Sonne. Ihren Schwanz hatte sie weitgehend verloren.

Amphibienschutzzaun, Amphibienlehrpfad und Umwelt AG an der Käthe-Paulus Schule

Am Samstag, den 16. Februar, wird wieder der Amphibienschutz am Königsee zwischen Zellhausen und Seligenstadt aufgestellt. Ab 9 Uhr muss auf der Strecke mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Im Jahr 2011 half der Internationale Bund für Sozialarbeit Langen den Zaun erstmals zu stellen. Ab 2012 konnte die THW-Jugend Seligenstadt, oft unterstützt von der THW-Jugend Bad Homburg, für die Hilfe beim Zaunaufbau gewonnen werden. Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Fledermaus- und Amphibienschutz Seligenstadt und Mainhausen (AGFA) werden die Aufbauarbeiten koordiniert. Die Dokumentation des Wandergeschehens liegt bei der AGFA. Mit den über die Jahre gewonnenen Datenreihen hofft man seitens der AGFA irgendwann eine fest installierte Amphibienschutzeinrichtung am Königsee zu bekommen. Die aktuelle Länge des Zaunes liegt heute bei ca. 850m. Auf beiden Seiten der Straße wird der Zaun aufgestellt, um die im Königsee laichenden Erdkröten von der Straße abzuhalten. In Eimern aufgefangen werden sie abends und morgens dort über die Straße getragen. Nach der Abgabe ihrer Eier im Uferbereich des Königsees kehrt ein Teil der Tiere in die Sommergebiete – meist Laubwald – östlich der A3 zurück. Auch auf der Rückwanderung werden die Tiere gesammelt und wieder über die Straße getragen.

Zum Schutz der Krötenzaunhelfer wird in diesem Zeitraum die Geschwindigkeit auf 70km/h gesenkt. Den Kröten selbst nutzt diese Temporeduktion allerdings nichts, bei Geschwindigkeiten oberhalb 30km/h werden die Tiere durch den Luftdruck der über sie hinwegfahrenden Autos getötet. Der Dienst am Krötenzaun ist besonders in den späten Abendstunden für die Kontrolleure nicht ungefährlich. Das Tempolimit dort wird oft nicht eingehalten.

Im Frühsommer dieses Jahres soll ein Amphibienlehrpfad am Fahrradweg zwischen Zellhausen und Seligenstadt entstehen. Er startet an der Käthe-Paulus Schule und zieht sich Richtung Seligenstadt. Der Amphibienlehrpfad informiert über die im Kreis Offenbach vorkommenden Amphibienarten und über das Zaunprojekt und Wandergeschehen am Krötenzaun. Noch ist die Finanzierung aller Tafeln nicht ganz gesichert, die AGFA ist aber zuversichtlich dies noch zu schaffen.

In dieser Woche startete die gemeinsame Umwelt AG an der Käthe-Paulus Schule (AGFA und Schule). Wir wollen die Zeit mit den Kindern möglichst in der Natur verbringen und sie auch in das Geschehen am Amphibienzaun einbinden. Wir hoffen mit dem Eigentümer der Schule eine Vereinbarung treffen zu können, um das Feuchtbiotop wieder funktionsfähig zu machen und hoffen einen Teil der Grünanlage naturnäher gestalten zu dürfen.

Erdkröte auf der Wanderun

Obstbaumschnitt mit dem NABU Hainburg

Heute, am 5. Februar 2019, haben wir weiter Obstbäume in der Nähe des NSG Woog geschnitten. Die Bäume werden gepflegt von unserer NABU Gruppe Hainburg, die ca. 500 Obstbäume betreut.

Mit der Steigtanne lassen sich die oberen Baumpartien gut erreichen

Gegen 9:30 Uhr nahmen wir einen Dobermann war, der ein Reh vor sich her hetzte. Der Besitzer war nicht feststellbar. Er kam aus Richtung Gärtnerei Bayer, hetzte das Tier Richtung Ortsrand Hainburg, parallel zur Bahnstrecke und dann den Ortsrand entlang Richtung NSG Woog.

Das geschnittene Holz wollen wir am Ende der Obstbaumschnittzeit mit dem Gemeindemulcher zerkleinern
Nach dem Schnitt ist die Steinkauzröhre wieder gut sichtbar
Blick Richtung Staudinger
Blick Richtung Gärtnerei Bayer

Hessenforst will weiterer Kernflächen ausweisen

Flächen in einem Umfang von weiteren 2% des hessischen Staatswaldes (6.500 ha) sollen zusätzlich ausgewiesen werden. Dann wären 10% der Staatswaldfläche unter Schutz. Auf diesen Flächen soll die natürliche Entwicklung künftig Vorrang haben.
Alle Flächen über 100ha sollen rechtlich gesichert werden. Das wäre ein einmaliger Zuwachs an NSG-Fläche in Hessen.

Auch in unserer Region gibt es noch Ausweisbedarf! In 2018 wurde ein Hirschkäfervorkommen im Benzbruch von Zellhausen entdeckt. Noch ist unklar wie groß der Hirschkäferbestand dort ist, wir würden uns für eine langfristige Sicherung stark machen! Klären müssen wir noch ob die Waldfläche wirklich Staatswald ist. Ansonsten käme eine Erweiterung des FFH Gebietes Häuser Schloß in Frage.

HLNUG und SDW bitten: Machen Sie mit: Melden Sie Hirschkäfer-Funde! Mithilfe des Meldenetzes und der von Bürgerinnen und Bürger erhobenen Daten erfahren sie mehr über die Verbreitung und Häufigkeit dieser Käferart in Hessen.

www.naturschutz.hlnug.de/hirschkaefer

vorgeschlagene Kernflächenerweiterung (blau) – sofern Staatswald!

Daten aus dem Gutachten zum Bebauungsplan

Bei einer kurzen Begehung am 8. Mai 2018 zwischen 21:00 und 21:50 Uhr haben wir versucht uns einen aktuellen Überblick zu verschaffen. Der Sonnenuntergang an diesem Tag war gegen 21:00 Uhr.  Mit einem Batlogger haben wir die Fledermausaktivitäten in dem Gebiet erfasst. Wegen der frühen Uhrzeit dürften wir nur die frühfliegenden Arten registriert haben. Nach der ersten Auswertung sind es 4 bis 5 Arten (Anh. IV FFH-Richtline). Welche Art wo flog, ist aus der beigefügten Grafik ersichtlich. Beachtenswert fanden wir den Flug eines Hirschkäfermännchens  (Anh. II FFH-Richtline) gegen 21:20 Uhr in der Nähe der alten Stallungen. Dort flog auch zweimal eine Waldschnepfe über die Wiese. Als häufigste Fledermausart haben wir die Mückenfledermaus festgestellt, deren Wochenstube ca. 540 m von der Fläche entfernt  ist (rote Linie). Bei der Ausflugzählung im Jahr 2015 stellten wir dort über 300 Tiere fest. Aus dem Fledermaus-Monitoring der Arbeitsgemeinschaft Fledermaus- und Amphibienschutz geht hervor, dass in relativer Nähe Wochenstuben der Bechsteinfledermaus (ca. 800 m) und des Braunen Langohrs (ca. 350 m) befinden.

15 Braune Langohren am 26.9.2017

9 Braune Langohren am 20.4.2018

7 Bechsteinfledermäuse am 20.4.2018

Fledermausakivität zwischen 21 und 21:50 Uhr
Abstand zum Fledermausquartier
Artenverteilung Fledermauserfassung

HGON Kooperationsprojekt mit HessenForst zum Schutz von Schwarzstorch- und Greifvogelhorsten

Die HGON hat zu einem Horstschutz für Schwarzstorch und Greifvögel ausfgerufen. In der Kooperation zwischen Hessen Forst und HGON geht es darum Horstbäume in hessischen Wäldern besser zu schützen.

Ab sofort bis Anfang März sollen neue Horste gesucht und alte Horstdaten überprüft werden. Die Standorte werden an HessenForst weitergeleitet und bei Forstarbeiten künftig berücksichtigt, so dass es nicht zu unbeabsichtigten Verlusten bei der Holzernte kommen kann.

Sind ihnen Horststandorte bekannt, so sind wir für einen Hinweis dankbar! Senden Sie uns eine Nachricht, wir werden es überprüfen und an Hessen Forst weiterleiten.

Zur Fledermausquartierreinigung nach Bickenbach

Am 26. Januar 2019 fuhren wir zu dritt nacdh Bickenbach um die dortige Fledermausquartierbereuerin bei der Reinigung eines Breitflügelfledermausquartieres zu unterstützen. Das Quartier befindet sich im Dachboden eines Mehrfamilienhauses,

Wohnhaus mit Breitflügelfledermaus Wochenstub

Der Dachboden ist über eine Auszugsleiter erreichbar und wirkt geräumig.

Dahboden mit Breitflügelfledermaus Wochenstube

Auf dem Boden sind ein paar leicht mumifizierte Fledermausbabies zu entdecken.

totes Fledermausbab
totes Fledermausbab
totes Fledermausbab

Gegen Süden ist der Haupthängplatz. Über die Jahre hat sich eine Menge an Fledermauskot angesammelt.

Über die Jahre angesammelter Kot

Der Hangplatz darüber beherbergt im Sommer die Fledermausmütter. Diese verstecken sich teilweise im Firstziegel.

Hangplat

Durch einen heftigen Windzug fiel das Dachfenster zu. Im unteren Bereich ging die Scheibe zu Bruch. Wir haben sie ausgemessen und wollen sie möglichst bald ersetzten.

Zerbrochene Scheibe

Nach dem Beseitigen des Kotes haben wir den hauptsächlich verunreinigten Bereich mit Folie ausgelegt.

Folie unterhalb des Hangplatzes

Geschafft! Quartier ist nun wieder sauber!

Das kaputte Fenster ist nun provisorisch verschlossen. Oberhalb ist der Ausflug der Breitflügelfledermäuse.

Kapputes Fenster – Ausflug im Bereich der Firstziegel.

Neues Monitoring-Programm für Wendehals und Gartenrotschwanz

Im Rahmen der Maßnahmen zur Förderung der örtlichen Population einheimischer Singvögel im Vogelschutzgebiet (VSG) hat das Forstamt Langen Nisthilfen beschafft. Ziel ist die Erhaltung und Förderung von Wendehals und Gartenrotschwanz.

Die AGFA hatte Bereitschaft signalisiert die Aufhängung und Betreuung der Kästen in die AG eigenen Monitorprogramme zu integrieren und in den Folgejahren zu betreuen

In unserem Bereich sind zwei Flächen für dieses Programm vorgesehen. Im Süden unseres Gebietes in Zellhausen (10 Wendehalskästen):

FFH Gebiet „Sendefunkanlage bei Zellhausen“

und im Norden der Lehmgrube in Hainstadt (10 Wendehals- und 5 Gartenrotschwanzkästen):

westlich der Lehmgrube Hainstadt

Unser Auftrag: Um den Erfolg und Nutzen der Maßnahme in den Folgejahren zu dokumentieren oder suboptimale Bedingungen zu verbessern ist ein Monitoring zwingend erforderlich.

Um den Bruterfolg der beider „Leitarten“ festzustellen ist eine Bestimmung anhand des vorgefundenen, verlassenen Nestes notwendig.

Die Bruthöhlen müssen direkt nach der Brutsaison aufgesucht und begutachtet werden bevor Herbst- und Wintergäste (z.b. Bilche ) einziehen.

Die Einfluglöcher der Wendehalskästen müssen im Winter verschlossen und erst kurz vor dem Eintreffen der Art im Brutgebiet – meist Anfang April – wieder geöffnet werden. Diese Maßnahme soll die Konkurrenz fernhalten und die Verfügbarkeit an potentiellen Bruthöhlen für die „Leitart“ Wendehals erhöhen.

Auch Gartenrotschwänze sind Zugvögel und treffen erst Mitte bis Ende April ein.

Da beide Vogelarten offene Landschaften mit Baumbestand bevorzugen, sind die Ausbringungsräume im Vogelschutzgebiet an die Bereiche mit Maßnahmen zur Förderung des Ziegenmelkers eng gekoppelt.

Die Bruthöhlen für den Wendehals sollen daher in unmittelbarer Nähe von offenen „Ziegenmelker-Jagdschneisen“ oder an den Grenzlinien zu offenen „Ziegenmelker-Dauerflächen-Bruthabitate“ angebracht werden.

Bruthöhlen für den Gartenrotschwanz können einige Meter weiter in dem angrenzenden Waldbereich positioniert werden. Im Sommer dauerhaft besonnte Ausrichtungen der Kästen sind zu vermeiden, da eine Überhitzung der Brut ausgeschlossen werden soll (dann eher Ost oder Nord/Ost Ausrichtung).

Die letzte dokumentierte erfolgreiche Brut des Wendehalses in der Sendefunkanlage Zellhausen wurde am 28.05.2015 registriert. Im Kasten 28.

Das Programm startet in diesem Frühjahr mit der Anbringung der Kästen. Die Kontrollen werden im Rahmen der Fledermauserfassungen durchgeführt. Interessierte sind herzlich willkomen und können sich aktiv bei uns beteiligen!

Stand des geplanten Amphibien-Lehrpfades am Amphibienzaun

Vorgabe UNB vom 22. Januar 2019

Folgende Änderungen wurden neu festgelegt und sind als fehlende Unterlagen/ Angaben für die naturschutzrechtliche Genehmigung nachzureichen:
Die neuen Standorte der 9 Schautafeln sind auf der Gemarkung Mainhausen – Zellhausen entlang des Rödchesweg / Flurstück 133 d.h. auf der rechten Straßenseite (der Käthe-Paulus – Schule zugewandt) zu platzieren.
Zur möglichsten Geringhaltung des Eingriffs sind die Schautafeln (Größe Format A 0) zwischen die Alleebäume zu pflanzen und so zu platzieren, dass die Tafeln jeweils den größten Abstand zwischen den Bäumen haben.
Mit dieser Maßnahme wird das Landschaftsbild am geringsten beeinträchtigt.
Die Schautafeln dürfen eine Maximalhöhe von 1,50 m nicht übersteigen.
Die Schautafeln sind an hölzernen Pfosten ohne Farbanstrich zu errichten. Ggfs. erforderliche Pfostenfundamente oder Fixierungen dürfen eine Maximalgröße von 20 x 20 cm (Punktfundamente, Bodenhülsen, etc.) nicht übersteigen. Bodenbefestigungen oder – versiegelungen sind unzulässig.

Aktuelle Planung:

Standort der Amphibenlehrtafeln

Die Tafeln sollen in möglichst gleichen Abständen aufgestellt werden. Am Schreibtisch ergaben sich dafür folgende Koordinaten:

Vorort wird diese Woche der optimale Standplatz zwischen den Bäumen gesucht. Der Abstand zwischen den Tafeln wird nun jeweils 58m betragen.

Weiteres Vorgehen:

  • Offizieller Beginn unserer Grafikerin nach unserem Treffen am 23. Januar
  • Schließung des noch offenen Finanzierungsbedarfs
  • Feinabstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde
  • Abstimmen der Tafelaufstellung mit dem Mainhäuser Umweltamt

Erfassung der Feldlerche

Der HGON Arbeitskreis Rodgau und Dreieich möchte in diesem Jahr wieder die Feldlerche (Alauda arvensis) im Kreisgebiet Offenbach erfassen. Wir wollen den Arbeitskreis hierbei unterstützen!

Geplant ist die Erfassung im Bereich Dudenhofen:

und im Bereich Mainflingen:

In den anderen Bereiche von Seligenstadt und Mainhausen wurden bei den vorherigen Erfassungen keine Feldlerchen mehr vorgefunden. In diesen Bereichen ist gebietsweise eine Überprüfung der alten Ergebnisse vorgesehen.

Die Feldlerche kommt bei uns hauptsächlich in Grünland- und Ackergebiete, eventuell auch auf größeren Waldlichtungen mit niedriger Gras- und Krautvegetation vor. Feldlerchen sind Bodenbrüter, die ihr Nest in niedrigen Gras- und Krautarealen anlegt, oft Zweitbruten ab Juni durchführen und bei Gelegeverlusten Nachgelege tätigen kann.

Zwischen Ende Januar bis Mitte März kommen sie aus den Überwinterungsgebieten zurück. Ab April beginnen sie mit der Eiablage. Feldlerchenmännchen singen den ganzen Tag. In den Morgenstunden sind die Gesangsaktivitäten im Flug am höchsten.

Bei der Erfassung werden singenden Männchen (im Flug oder am Boden) gezählt. Zwei Termine zur Gesangserfassung sind vorgesehen von Anfang bis Ende April. Ein dritter Termin Anfang Mai (Gesang und fütternde Altvögel) soll dan folgen. Wir wollen möglichst früh morgens bis zu 4 Stunden nach Sonnenaufgang erfassen. Haben die Bruten begonnen, erfassen wir auch tagsüber, aber nicht in der Mittagszeit.

Als Brutverdacht werten wir das zweimalig Singen eines Männchen im Abstand von mindestens 7 Tagen von Anfang April bis Anfang Mai. Aber auch intensiv warnende Altvögel begründen einen Brutverdacht. Das Wetter sollte möglichst trocken und windarm sein.

Günstige Dekaden für die Brut- und Zweitbrutkontrollen nach „Methodfenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands“ Südbeck, Andretzke, Fischer, Gedeon, Schikore, Schröder und Sudfeldt:

Interesse an den Erfassungen? Wir würden uns freuen! Schreiben Sie uns!

Kaliko Krebs bedroht Amphibien und Libellen

Der Kaliko Krebs (Faxonius immunis) wurde erstmals 1993 in Sinzheim-Schiftung (nahe Baden-Baden) entdeckt. Seitdem breitet er sich rheinabwärts aus. In 2018 wurde er in Düsseldorf, an der Mainmündung und der Mündung des Schwarzbachs bei Ginsheim nachgewiesen. Unklar ist wie weit er bereits in den Main und den Schwarzbach eingewandert ist.

Funde des Kaliko Krebses am Untermain

Die Heimat des Kaliko Krebses ist das Flusssystems des Mississippi. Westlich der Rocky Mountains dürfte er in den USA wohl fast flächendeckend vorkommen.

Der 8 bis 9 cm große Kaliko Krebs ist eine Bedrohung für die Lebensgemeinschaften unserer Stillgewässer. Wo er auftaucht verarmen die dortigen Lebensgemeinschaften rapide. Er ist in der Lage übers Land zu wandern und übersteht das Trockenfallen der Gewässer in selbst gegrabenen Wohnröhren im Gewässerboden. Im Schnitt hat jedes Weibchen 150 Eier pro Jahr. Sie können bereits im ersten Jahr geschlechtsreif werden und sich reproduzieren. Er erreicht Siedlungsdichten von bis zu 45 Krebse pro qm Wasserfläche.

Beitrag des SWR zum Kaliko Krebs im März 2017

Die für uns spannende Frage ist, wie schnell der Krebs das Gewässersystem von Main und Schwarzbach besiedelt und wann er bei uns im Kreis Offenbach auftaucht. An den Fließ- und Stillgewässern der Stadt Offenbach möchten wir ein Krebs-Monitoring einrichten, um den Krebs frühzeitig feststellen zu können. Gegenmaßnahmen zur Kaliko-Invasion sind kosten- und zeitintensive. Ein dauerhafter Verlust von bedrohten Amphibien- und Libellenarten wahrscheinlich.

Weiter Informationen:

Krebestagung an der PH Karlsruhe am 7. Dezember 2018

Pressemitteilung der PH Karlsruhe zur Tagung