Netzwerk Amphibienschutz

vorgesehens Logo, muss mit dem Kreis Offenbach noch geklärt werden

Geplante Kooperation zwischen den Naturschutzvereinigungen im Kreis Offenbach.

Ein „Netzwerk Amphibienschutz“ entsteht im Kreis Offenbach

In Deutschland gibt es 20 Amphibienarten. Davon stehen 14 auf der Roten Liste der gefährdeten Amphibienarten in Deutschland. Es gibt Schätzungen, nach denen bis Mitte dieses Jahrhunderts die Hälfte aller europäischen Frosch-, Kröten- und Molcharten ausgerottet sein werden.

Unsere heimischen Amphibien sind für die Fortpflanzung an Laichgewässer gebunden. Viele Arten sind Laichplatztrteu. Sie kommen jedes Jahr wieder zum gleichen Gewässer. Im Frühjahr und Herbst legen einige Arten weite Wanderungen zwischen Sommerlebensraum, Winterquartier und Laichgewässer zurück. Ihre feuchte Haut macht sie empfindlich gegenüber ausgebrachten Pestiziden in der freien Landschaft und in Kleingärten.

Das Hauptproblem der Amphibien ist der Verlust und die Beeinträchtigung ihrer Lebensräume. Der nicht endende Flächenverbrauch durch uns Menschen, das Zerschneiden der Landschaft durch Siedlungen und Straßen erschweren ihnen das Überleben. Tausende Frösche und Kröten sterben jedes Frühjahr auf unseren Straßen. Laichgewässer werden immer wieder vernichtet oder geschädigt. Im Siedlungsbereich geraten die Lurche in Kellerfenster, Lichtschächte, Außenkellertreppen, ungesicherte Brunnenschächte oder in Straßengullys, wo sie verhungern oder vertrocknen.

Um den Amphibienschutz im Kreis Offenbach weiter zu verbessern, will das neu gegründete „Netzwerk Amphibienschutz“ die vorhandenen Probleme angehen. So soll eine umfassende Plattform für den Amphibienschutz im Kreis Offenbach entstehen. Ziel ist regionale und kreisweite Aktivitäten zu vernetzen und zu koordinieren. Bedrohte Arten sollen geschützt und das Bewusstsein in der Bevölkerung gestärkt werden.

Ziel ist, zusammen mit dem Landschaftspflegeverband des Kreises Offenbach, Amphibienlebensräume zu identifizieren und durch Pflegemaßnahmen zu verbessern. Laichgewässer müssen kartiert und gepflegt werden. Ein wichtiger Arbeitsbereich wird der Amphibienschutz an Straßen sein.

Geplant ist eine interaktive Karte des Kreises, die im Laufe der Zeit auf der Projekt-Seite erscheinen soll. Dort werden bekannte Wanderstrecken, Lebensräume und Abfangzäune eingetragen. Bei den Abfangzäunen sollen Freiwillige direkt mit der zuständigen Zaun-Gruppe in Kontakt treten, Informationen über geplante Aktionen abrufen und sich zur Mithilfe anmelden können.

Das Projekt ist darauf ausgerichtet ein Bewusstsein für die Bedeutung und Gefährdung von Amphibien zu schaffen. Die Begeisterung und Teilnahme an diesem wichtigen Thema soll gefördert werden. Menschen, die sich engagieren möchten, soll Unterstützung bei der Teilhabe konkreter Schutzmaßnahmen angeboten werden. Der Schutz unserer Amphibien ist nicht nur eine Aufgabe für Experten, sondern eine Herausforderung der wir uns alle stellen müssen.

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist die Kommunikation zwischen allen Akteuren. Materialien und Unterlagen sollen kreisweit ausgetauscht, Erfahrungen, Erkenntnisse und praktische Tipps von den lokalen Akteuren geteilt werden. Alle sollen von den Erfahrungen der anderer profitieren. Durch den Austausch sollen Wissen und Lösungsansätzen allen zugänglich gemacht werden.

Angestrebt wird eine Kooperation zwischen

und weiteren, auch nicht in Vereinen organisierten Menschen

Gemeinden im Kreis Offenbach und bekannte Amphibienzäune

Kreis Offenbach Zaunaktivitäten

Ergebnisse der kreisweiten Amphibienerfassung 1991

Könnte ein Ansatzpunkt für eine neuere Bestandsabschätzung sein?

Sammlung der Ammphibienzäune (auch ehemalige) und Straßenuntertunnelungen im Kreis Offenbach:

Ist in Bearbeitung und soll weiter vervollständigt werden

Schutzzaun Nr. 771

Zwischen Umgehungsstraße Seligenstadt und Ortseingang Zellhausen
Betrieb: 2011 -2022
Länge: 950 m
Material: Schwegler
Fangeimer: 60 Stück
Schutz der Hin- und Rückwanderung
Arbeitsgemeinschaft Fledermaus- und Amphibienschutz Seligenstadt und Mainhausen

Schutzzaun 771a Betrieb vor 1999 durch den NABU Seligenstadt


Schutzzaun Nr. 851

Mühlheim nach Lämmerspiel
Betrieb: 2011 – 2016
Länge: 600 m
Material: Metall – Holz
Fangeimer: 26 Stück
Schutz der Hin- und Rückwanderung

Schutzzaun Nr. 852

Wald Lämmerspiel nach Steinheim
Betrieb: 2011 – 2016
Länge: 500 m
Material: Plane
Fangeimer: 27 Stück
Schutz der Hin- und Rückwanderung

Genauer Standort der Zäune noch unklar!

Schutzzaun Nr. 560

Der 350m lange Krötenschutzzaun liegt an einer im Jahr 2005 für den Verkehr ausgebauten Waldschneise, die das ca.70ha große Waldgebiet fast in der Mitte, von Westen nach ?
Betrieb 2006 – 2012
Länge: 350 m
Material: Polyethylen-Monofilament
Fangeimer: 36 Stück
Schutz der Hin- und Rückwanderung

Schutzzaun Nr. 740

Heusenstamm Rembrücker Straße,auf Höhe der Kompostierungsanlage
Betrieb 2012
Länge: 180m m
Material: Polyethylen-Monofilament
Fangeimer: 15 Stück
Schutz der Hinwanderung

Schutzzaun Nr. 1293

Lage im Wald an der Hans-Fleißner-Straße
Betrieb 2015 – 2025
Länge: 350 m
Fangeimer: 32 Stück
Schutz der Hinwanderung

Schutzzaun Nr. 1302

Egelsbach Flughafen, Hans-Fleißner-Straße
Betrieb 2017-2026
Länge: 400 m
Material: Gewebe
Fangeimer: 32 Stück
Schutz der Hinwanderung

Schutzzaun Nr. 1261

Hans-Fleißner-Straße
Betzrieb 2017-2024
Länge: 50 m
Material: Polyester
Fangeimer: 15 Stück
Schutz der Hinwanderung

Nicht dokumentierter Zaun in Froschhausen

Betreut durch NABU Hainburg

Ergebnisse nicht dokumentiert

Nach Untertunnelung keine Amphibenwanderungen mehr

Nicht Dokumentierter Zaun in Langen

nicht klar wo genau der 100 m lange Zaun aufgebaut wurde?

Amphibienzaun Ende Berlinert Allee

Nicht dokumentierter Zaun von Langen Richtung Dreieichenhain

Müsste in diesem Bereich gebaut worden sein?

AgFA