Zellhausen ist ein Ortsteil von Mainhausen. Im Norden ist der Königsee. Eine alte Abbaugrube die heute in Teilen als Badesee oder Angelgewässer genutzt wird. Am Nordufer des Sees lebt der Biber. Das gesamte Nordufer wird von der Erdkröte als Laichplatz genutzt. Die AgFA betreute von 2011 bis 2023 einen mobilen Amphibienzaun, der auf ca. 500 m beiderseits der Straße aufgebaut wurde. Am Zaun wurden bis zu 1500 Erdkröten gezählt. 2023 ging eine stationäre Amphibienschutzanlage in Betrieb. Die AgFA untersucht seitdem an 1 – 2 Tunneln den Zug zum Laichgewässer. Die Zahlen sind sehr eingebrochen. Ab 2027 sollen die Tunnel im Frühjahr mit Wasser befeuchtet werden. Ferner soll das Zuggeschehen entlang des Hinwanderungszaunes untersucht werden. Geklärt werden soll, ob die Kröten den Zaun entlang wandern ohne die Tunnel zu nutzen.

Von Süd nach Nord fließt der Mühlbach westlich der Ortschaft vom Häuser Schloß Richtung Seligenstadt. In seinem Bereich gibt es einige Teiche, die aber nicht auf deren Amphibienvorkommen untersucht sind. Am Übergang des Mühlbachs von Mainflingen nach Zellhausen ist ein sehr feuchter Wiesenbereich, die mit einer reichhaltigen Fledermausvielfalt, Hirschkäfern und Waldschnepfen überrascht. Hier ist vermutlich auch der Amphibienbestand hoch?
Im Nordwesten ist das NSG Zeller Bruch. Das Gebiet war früher sehr feucht. Mit dem Autobahnbau und der zusätzlichen Wasserförderung trocknet der Bruch als weiter aus. Ein vor vielen Jahren von der Stadt Seligenstadt gebautes Sperrwehr im Bruch hat bis heute noch kein Wasser gesehen. Im Südwesten des NSG sind einige Teiche angelegt. Deren Amphibienvorkommen sind aber auch nicht erforscht.
Im Südwesten Zellhausens liegt das FFH Gebiet Sendefunkanlage Zellhausen. An den dortigen Teichen sind gute Amphibienbestände zu finden. Einige Kleingewässer in der Nähe müssten gepflegt werden.