Amphibienschutz

Warum Amphibienschutz?

Natur und Landschaft, unsere Lebensgrundlage, sind heute in vielfältiger Weise bedroht. Besonders im Ballungsraum sind Böden, Gewässer, Grundwasser und Luft mit Schadstoffen stark belastet. Längst hat uns ein schleichender Zerstörungsprozess erfasst. Wir verlieren zunehmend die Vielfalt unserer Lebensräume, mit dem Biotopsverlust verschwinden unbemerkt immer mehr Tier- und Pflanzenarten. Eigennutz vor Gemeinnutz? Bleibt Gottes Schöpfung auf der Strecke?

Die „Roten Listen“ werden immer länger. Die Amphibien gehören mit zu den gefährdetsten Tiergruppen in unserem Lande. Von einer Trendwende sind wir weit entfernt, eine Verlangsamung des Artenschwundes ist nicht in Sicht.

Den  Beitrag „Zuviel Pestizide“  hatte 3SAT am 13. Februar 2017 ausgestrahlt. Auch wenn Glyphosat nicht krebserregend sein sollte, es tötet unsere Amphibien. Unterstützen Sie deshalb die Petition, die für ein Verbot von Glyphosat einsetzt.

Das hessische Wirtschafts und Umweltministerium hat jetzt mit einem Erlass den möglichen Schutz der Amphibien gestärkt:

Erlass vom 6. Februar 2018

Wer mit Amphibien arbeitet, der sollte die „Handlungsempfehlungen des BFA(Bundesfachausschusses) Feldherpetologie/Ichthyofaunistik zur Freilandarbeit in und an aquatischen Lebensräumen“ beachten. Sie informieren über die verschiedenen Pathogene und gibt Hinweise zu vorbeugenden Schutzmaßnahmen. Umfassend zum Thema ist die zugehörige NABU Seite„.

 

Erdkröten wandern im zeitigen Frühjahr zu den Laichgewässern. Da sie dabei Entfernungen von bis zu 5 km überwinden, werden Straßen relativ oft überquert. Bereits im Herbst haben sie sich aufgemacht Richtung Laichgewässer. Meist in der Nähe der Gewässer überwintern sie, um im Frühjahr dise möglichst schnell zu erreichen.  Ein Teil der Tiere zieht unmittelbar nach dem Laichen wieder vom Gewässer weg. Der andere Teil verweiöt längere Zeit in Gewässernähe.  Der Nachwuchs verläßt meist Anfang Juni das Gewässer. Sie ziehenweg in alle Richtungen.

 

Die Erdkröte ist ein wichtiger Bestandteil unserer Natur. Verschwindet sie, verschwinden auch die Tiere, die von ihr Leben. Somit wäre nicht nur die eine Art bedroht, sondern alle Mitglieder der übergeordneten Nahrungskette. Das Bundesnaturschutz- und das Bundesartenschutzgesetz trägt dieser Bedeutung Rechnung. Die Erdkröte gilt dort als besonders schützenswert.

Seit 2011 betreuen wir einen Amphibienschutzzaun entlang einer stark befahrenen Straße zwischen Seligenstadt und Zellhausen. Hier wandern vor allem Erdkröten aus einem nahe gelegen Naturschutzgebiet über die Straße. Der Einzugsbereich der Erdkröten ist ein 5 km Radius rund um das Laichgewässer. In unserer stark übersiedelten Landschaft gibt es kaum noch Laichgewässer, deren Erdkröten-Wanderkorridore nicht durch Straßen beeinträchtigt sind. Aus Allerweltsarten werden Exoten.

Unsere Arbeit wird unterstützt von vielen freiwilligen Helfern, vom BUND Seligenstadt, von der NABU Gruppe Hainburg, den THW Jugendgruppen Seligenstadt und Bad Homburg, der Gemeinde Mainhausen und der Stadt Seligenstadt. Allen diesen Personen wollen wir auf diesem Wege ganz herzlich danken!

Ergebnisse der Amphibienkartierung des Kreises Offenbach im Jahre 1991.

Betreuter Amphibienschutzzaun an der L 3065 zwschen Seligenstadt und Mainhausen:

Karte:  Openstreetmap   in rot: potentielle Zaunbereiche an der Straße

Sondergutachten:_ Amphibienleiteinrichtungen an Straßen

Links zu anderen Seiten über unseren Amphibienzaun:

THW Jugend hilft Fröschen und Kröten

Amphibienschutzberichte 2011 bis 2014

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