Die Apfelbäume haben begonnen mit der Blüte. Für die nächste Zeit ist kein Frost gemeldet. Wir haben heute Pferdemist von einem privaten Pferdehalter auf die Streuobstwiesen gefahren.
Bensbruch:
Dieser Apfelbaum blüht reichlichModerne Sorten scheinen deutlich früher und reichlicher zu blühen als alte Sorten? Pferdemist zum verteilen
Giern
Im Giern haben wir erst Anfang April gemulcht. Damit sollte den Wildbienen Gelegenheit gegeben werden den Winterschlaf in den Stengeln zu überleben.
Den Mist haben wir am Rande der Wiese gelagertHoffe kommende Woche den Mist verteilen zu können!
Wegen einer vermeindlichen Müllablagerung wurden wir gebeten uns die betreffende Fläche in Seligenstadt anzuschauen. Die Stadt möchte die Fläche bebauen.
Orange, die betreffende Pachtfläche
Gepachtet hatte diese Fläche der NABU Ortsverband Seligenstadt und Mainhausen e.V. von der Stadt. Mitgepachtet war eine ähnlich große Fläche im Anschluß im Süden. Die Pacht dieser Fläche wurde ohne Rücksprache mit dem die Pflege ausführenden gekündigt. Die Pacht der städischen Fläche hatte der damalige Vorstand wohl vergessen?
Inzwischen hat der NABU Ortsverband sich aufgelöst. Begünstigter der Ortsgruppe war der NABU Landesverband. Auf ihn gingen die Pflegeverpflichtungen über.
Bei dem Besuch der Fläche war festzustellen, dass offenbach Mulcharbeiten vor nicht allzulanger Zeit durchgeführt wurden. Die frühere Brombeerhecke im Osten war bis auf einen nicht entfernten Rest abgeräumt:
Ehemalige Brombeerhecke, Reste sollten zeitnah entfernt werden
Bei den alten Obstbäume haben sich enorme Pflegedefizite aufgebaut. Hier sollte gehandelt werden. Die Wiese ist zu großen Teilen von der Brombeer durchsetzt:
Brommbere, besonders im hinteren Bildbereich
Auch jüngere Bäume wirken verwahrlost:
Könnte auch im Sommerschnitt reaktiviert werden
Für manche Bäume kommt jede Hilfe zu spät! Sie dürften aber inzwischen eine große Bedeutung für z.B. Fledermäuse gewonnen haben. Sie sind auf jeden Fall zu erhalten.
Diese Höhle könnte als Wochenstubenquartier von Fledermäusen dienen
Im Umfled muss die Brombeer kurz gehalten werden.
Hier könnte eine permanente Mulchmahd helfen?
Weiden sind gerade im Frühjahr für viele Tierarten sehr wichtig, um den Obstbaum zu erhlten aber im Herbst vielleicht auf den Stock setzen?
Blühende Weide neben einem ungepflegten Obstbaum
Auch dieser Baum, an dem ein Baumläuferkasten hängt, braucht dringend Pflege. An ihm sind viele Höhlen, auch für Fledermäuse, entstanden. Er sollte im Sinne des Naturschutzes geschnitten werden.
Hier ist eine vorsichtige Pflege angezeigt. Die Höhlen sollten sorgdsam erhalten bleibenAuch dieser Baum sollte geschnitten werden
Der nächste Baum wirkt auch kurz vorm Abgang. Hier muss eine Pflege stattfinden
Heute haben wir uns um 14 Uhr getroffen um mit dem Fernglas die Vögel auf dem Königsee zu beobachten und uns den Abfangzaun an der Amphibienschutzanlage anzuschauen. Der Weg aus Zellhausen raus am Zaun zum Königsee war nicht gut zu laufen. Er wächst einfach zu. Wir aben uns die Vögel auf dem Königsee angeschaut. Nur wenige sind im Moment auf dem Gewässer.
Am Abfangzaun war der Eimer, um die Kröten aufzufangen, leer. Im Tunnel haben wir nach kurzer Zeit ein Männchen gesehen und uns geholt.
Erdkrötenmännchen an der Amphibienchutzanlage aus dem Tunnel
Wir haben das Tier außerhalb des Zaunes wieder ausgesetzt. Auf dem Rückweg haben wir die Straße überquert. Auf der anderen Seite haben wir unterhalb des Gitterrostes, der die Kröten von der Straße abhält, mehrere Tiere gefunden. Auch außerhalb noch ein Tier.
Erdkröten sind im Laub nur schwer zu finden
Auf dem Rückweg haben wir die anderen Tunnel noch inspiziert.
Heute nachmittag, 10. Februar, haben wir wieder einen Abfangzaun an einer der 11 Tunnel an der Amphibenschutzanlage am Königsee aufgebaut. In den nächsten Tagen steigt die Nachtemperatur über 5 °C und es soll feucht werden. Die Krötenwanderung dürfte beginnen. Mit unserem Zaun kontrollieren wir den Erfolg der dortigen Artenschutzmaßnahme.
Mit Dietmars Hilfe konnten wir die Hälfte der jungen Obstbäume auf der alten Mülldeponie schneiden. Bei 6°C und einer weißen Landschaft kamen wir gut voran. Zum Teil war der Baumschnitt schon etwas überfällig. Für die Kronenerziehung müssen wir mehr Zeit aufwenden.
Einige Leitäste müssen korrigiert werdenNur zum Teil unter den Bäumen ist der Schnee getaut.
Am Ende blieb Dietmars Auto im Schlamm stecken. Mein Versuch ihn rauszuziehen entete mit zwei Autos fest im Schlamm fixiert.
Dank unseres Ortslandwirtes kamen unsere Autos wieder frei. Mit dem Traktor hatte er beide Fahrzeuge raus gezogen.
Am Morgen des 4. Februar kam ein Anruf aus dem Staycity Aparthotel am Frankfurter Flughafen. Sie wurde schnell als Zweifarbfledermaus bestimmt, zuhause kamen dann aber Bedenken.
Für eine Zweifarbfledermaus war das Tier mit 9,7 g viel zu leicht. In der Literatur findet man das Gewichtsintervall 12 – 23 g. Der Schwanzknochen ragte, wie im Bild unten, gut 1/2 cm aus der Flugaut.
Schwanz des Fundtieres
Es entstand der Verdacht, es könnte sich eventuell auch um eine Nordfledermaus handeln?
Leider waren die hervorstehenden Schwanzwirbel nur temporär! Die Schwanzflughaut war um die Schwanzwirbel gewickelt und reichten, nach aufdröseln der Flughaut, bis zur Schwanzspitze. Auch die Messung des Unterarmes hätte schnell Klärung verschafft. Mit 46,76 mm war es eindeutig eine Zweifarbfledermaus.
Neu war für mich, wie stark die Tiere abmagern können. Da ich keine Mehlwürmer auf die Schnelle besorgen konnte, wurde sie mit Zophobas gefüttert. Über Nacht hat sie die angebotenen Riesenmehlwürmer gefressen.
Merkmale der Zweifarbfledermaus (Quelle BfN):
Mittelgroße Fledermausart
Kopf-Rumpf-Länge 48-64 mm
Unterarmlänge 40-47 mm
Spannweite 270-330 mm
Gewicht 12-23 g
Kurze breite Schnauze
Langes dichtes Fell
Rückenhaare mit schwarzbrauner Basis mit silberweißen Spitzen
Fellfarbe der Körperunterseite ist variabel (weißlich-beige oder bräunlich-gelblich)
Körperunterseite ist farblich stark von der Rückenfärbung abgesetzt
Gesicht schwärzlich-braun gefärbt
Flughäute grau gefärbt und relativ dünn
Flügel schmal und spitz
Kurze kräftige Ohren mit breiten kurzen Ohrdeckeln (Tragus)
Der breite Hinterrand der Ohren verläuft bis unter die Linie des Mundwinkels
Einzige europäische Fledermaus mit vier Milchzitzen
Ultraschalllaute bei 25 kHz
Merkmale der Nordfledermaus (Quelle BfN)
Mittelgroße Fledermausart
Kopf-Rumpf-Länge 54,5-63,5 mm
Unterarmlänge 38,1-42,8 mm
Spannweite 240-280 mm
Gewicht 8-17,5 g
Derbhäutige, fast schwarze Flughäute und Ohren
Dunkelbraunes Fell mit goldglänzenden Haarspitzen
Auf der Bauchseite hell gelblichbraun oder grau
Scharfe Trennungslinie zur Rückenfellfärbung am Hals
Breit gerundete Ohren
Letzte Schwanzwirbel bis zu 4 mm über den Rand der Schwanzflughaut hervorstehend
Eine am 22. Januar 2026 gefundene Zwergfledermaus an einer Hauswand in Messenhausen konnte nur noch tot geborgen werden. Das Tier hatte nur noch 3,3 g und war wohl erst kuz vorher verhungert? Auch ohne Kälteeinbruch hätte das Tier das Frühjahr nicht erlebt. Der zunehmende Mangel an Insekten verhindert zunehmend das notwendige Gewicht zum Überwintern.
Knapp unter 0°C, aber sonnig! Als wir heute mit dem Baumschnitt am Amphibienlehrpfad begonnen hatten, waren die Bäume noch eingefroren. Es war der erste Schnitt. Etwas überfällig! Wir haben versucht die Leitäste zu bestimmen, den Mitteltrieb zurückzunehmen und den Wildwuchs der letzten Jahre mehr zu ordnen. Zwei der Bäume mussten wir bereits ersetzten, da ein Überflieger uns die Bäume rausgerissen hatte. Den Baumschnitt haben wir gesammelt und auf einem anderen Grundstück deponiert. Dort sorgt der Reisighaufen für verschiedene Tierarten als Unterschlupf.
Einer der Bäume war ziemlich schief! Den haben wir versucht wieder mehr vertikal auszurichten.
Im Jahre 2024 wurde das Ufer an der von uns gepflegten Orchideenwiese vom Forstamt Langen freigemulcht und die Sträucher entfernt. Bereits im August 2024 waren die Brombeeren soweit hochgewachsen, dass wir mit dem Traktor die Brombeeren nicht mehr mulchen konnten. Am 6. Januar haben wir nun den zweiten Einsatz mit zwei Stihl-Motorsensen durchgeführt. Mit einem Mulchblatt zerkleinern wir die Brombeeren von oben nach unten. Ein sehr langsames Vorankommen ist dabei nur möglich!
Die gemulchte Fläche hebt sich deutlich vom schnebedekten Rest abBei .2 °C ist man irgendwann trotz Bewegung durchgefrohrenSelbst die im Spätherbst gemulchten Brombeeren waren wieder deutlich gewachsenDer Bong ist ganz zugefrohren, die Wasservögel sind auf den nahen Main ausgewichen
Im Verlauf des Winters wollen wir das Mulchen weiter fortführen. Wenn sie kurz genug sind, könnte auch unser Traktor oder unser Agria eingesetzt werden?