Mit Dietmars Hilfe konnten wir die Hälfte der jungen Obstbäume auf der alten Mülldeponie schneiden. Bei 6°C und einer weißen Landschaft kamen wir gut voran. Zum Teil war der Baumschnitt schon etwas überfällig. Für die Kronenerziehung müssen wir mehr Zeit aufwenden.
Einige Leitäste müssen korrigiert werdenNur zum Teil unter den Bäumen ist der Schnee getaut.
Am Ende blieb Dietmars Auto im Schlamm stecken. Mein Versuch ihn rauszuziehen entete mit zwei Autos fest im Schlamm fixiert.
Dank unseres Ortslandwirtes kamen unsere Autos wieder frei. Mit dem Traktor hatte er beide Fahrzeuge raus gezogen.
Am Morgen des 4. Februar kam ein Anruf aus dem Staycity Aparthotel am Frankfurter Flughafen. Sie wurde schnell als Zweifarbfledermaus bestimmt, zuhause kamen dann aber Bedenken.
Für eine Zweifarbfledermaus war das Tier mit 9,7 g viel zu leicht. In der Literatur findet man das Gewichtsintervall 12 – 23 g. Der Schwanzknochen ragte, wie im Bild unten, gut 1/2 cm aus der Flugaut.
Schwanz des Fundtieres
Es entstand der Verdacht, es könnte sich eventuell auch um eine Nordfledermaus handeln?
Leider waren die hervorstehenden Schwanzwirbel nur temporär! Die Schwanzflughaut war um die Schwanzwirbel gewickelt und reichten, nach aufdröseln der Flughaut, bis zur Schwanzspitze. Auch die Messung des Unterarmes hätte schnell Klärung verschafft. Mit 46,76 mm war es eindeutig eine Zweifarbfledermaus.
Neu war für mich, wie stark die Tiere abmagern können. Da ich keine Mehlwürmer auf die Schnelle besorgen konnte, wurde sie mit Zophobas gefüttert. Über Nacht hat sie die angebotenen Riesenmehlwürmer gefressen.
Merkmale der Zweifarbfledermaus (Quelle BfN):
Mittelgroße Fledermausart
Kopf-Rumpf-Länge 48-64 mm
Unterarmlänge 40-47 mm
Spannweite 270-330 mm
Gewicht 12-23 g
Kurze breite Schnauze
Langes dichtes Fell
Rückenhaare mit schwarzbrauner Basis mit silberweißen Spitzen
Fellfarbe der Körperunterseite ist variabel (weißlich-beige oder bräunlich-gelblich)
Körperunterseite ist farblich stark von der Rückenfärbung abgesetzt
Gesicht schwärzlich-braun gefärbt
Flughäute grau gefärbt und relativ dünn
Flügel schmal und spitz
Kurze kräftige Ohren mit breiten kurzen Ohrdeckeln (Tragus)
Der breite Hinterrand der Ohren verläuft bis unter die Linie des Mundwinkels
Einzige europäische Fledermaus mit vier Milchzitzen
Ultraschalllaute bei 25 kHz
Merkmale der Nordfledermaus (Quelle BfN)
Mittelgroße Fledermausart
Kopf-Rumpf-Länge 54,5-63,5 mm
Unterarmlänge 38,1-42,8 mm
Spannweite 240-280 mm
Gewicht 8-17,5 g
Derbhäutige, fast schwarze Flughäute und Ohren
Dunkelbraunes Fell mit goldglänzenden Haarspitzen
Auf der Bauchseite hell gelblichbraun oder grau
Scharfe Trennungslinie zur Rückenfellfärbung am Hals
Breit gerundete Ohren
Letzte Schwanzwirbel bis zu 4 mm über den Rand der Schwanzflughaut hervorstehend
Eine am 22. Januar 2026 gefundene Zwergfledermaus an einer Hauswand in Messenhausen konnte nur noch tot geborgen werden. Das Tier hatte nur noch 3,3 g und war wohl erst kuz vorher verhungert? Auch ohne Kälteeinbruch hätte das Tier das Frühjahr nicht erlebt. Der zunehmende Mangel an Insekten verhindert zunehmend das notwendige Gewicht zum Überwintern.
Knapp unter 0°C, aber sonnig! Als wir heute mit dem Baumschnitt am Amphibienlehrpfad begonnen hatten, waren die Bäume noch eingefroren. Es war der erste Schnitt. Etwas überfällig! Wir haben versucht die Leitäste zu bestimmen, den Mitteltrieb zurückzunehmen und den Wildwuchs der letzten Jahre mehr zu ordnen. Zwei der Bäume mussten wir bereits ersetzten, da ein Überflieger uns die Bäume rausgerissen hatte. Den Baumschnitt haben wir gesammelt und auf einem anderen Grundstück deponiert. Dort sorgt der Reisighaufen für verschiedene Tierarten als Unterschlupf.
Einer der Bäume war ziemlich schief! Den haben wir versucht wieder mehr vertikal auszurichten.
Im Jahre 2024 wurde das Ufer an der von uns gepflegten Orchideenwiese vom Forstamt Langen freigemulcht und die Sträucher entfernt. Bereits im August 2024 waren die Brombeeren soweit hochgewachsen, dass wir mit dem Traktor die Brombeeren nicht mehr mulchen konnten. Am 6. Januar haben wir nun den zweiten Einsatz mit zwei Stihl-Motorsensen durchgeführt. Mit einem Mulchblatt zerkleinern wir die Brombeeren von oben nach unten. Ein sehr langsames Vorankommen ist dabei nur möglich!
Die gemulchte Fläche hebt sich deutlich vom schnebedekten Rest abBei .2 °C ist man irgendwann trotz Bewegung durchgefrohrenSelbst die im Spätherbst gemulchten Brombeeren waren wieder deutlich gewachsenDer Bong ist ganz zugefrohren, die Wasservögel sind auf den nahen Main ausgewichen
Im Verlauf des Winters wollen wir das Mulchen weiter fortführen. Wenn sie kurz genug sind, könnte auch unser Traktor oder unser Agria eingesetzt werden?
Von 9 bis 12:15 Uhr haben wir heute zu dritt die Obstbäume im Giern geschnitten und die Sträucher frei gehackt. 28 der 29 Bäume haben wir geschnitten. Äste hochgebunden oder abgespreizt. Die 2 bis 3 jährigen Bäume brauchen einen Erziehingsschnitt, der das Leitastsystem möglichst gleichmäßig ausrichtet. Im Frühjahr müssen die Wuchskorrekturen wieder entfernt werden. Eine Kirsche haben wir nicht geschnitten.
Am Ende der Arbeiten haben wir wieder zusammengepacktIm Frühjahr, nachdem die Wildbienen ausgeflogen sind, wollen wir mähen
Gestern haben wir die Bäume aus der Baumschule in Bruchköbel geholt. Heute Mittag haben wir die Bäume gepflanzt, In Zellhausen haben wir im Bensbruch eine Aprikose durch eine Pflaume ersetzt. Auf der Bleiche haben wir ein Rheinischer Winterrambur gepflanzt und am Woog in Hainstadt wurde ein kaputter, umveredelter Apfelbaum durch eine Zwetschge ersetzt. Bei 4° C war es schon ganz schön kalt. Der leichte Nieselregen fördert hoffentlich das Anwachsen!
Rheinischer Winterrambur auf der BleicheZwtschge am Woog von Hainstadt