Neues Monitoring-Programm für Wendehals und Gartenrotschwanz

Im Rahmen der Maßnahmen zur Förderung der örtlichen Population einheimischer Singvögel im Vogelschutzgebiet (VSG) hat das Forstamt Langen Nisthilfen beschafft. Ziel ist die Erhaltung und Förderung von Wendehals und Gartenrotschwanz.

Die AGFA hatte Bereitschaft signalisiert die Aufhängung und Betreuung der Kästen in die AG eigenen Monitorprogramme zu integrieren und in den Folgejahren zu betreuen

In unserem Bereich sind zwei Flächen für dieses Programm vorgesehen. Im Süden unseres Gebietes in Zellhausen (10 Wendehalskästen):

FFH Gebiet „Sendefunkanlage bei Zellhausen“

und im Norden der Lehmgrube in Hainstadt (10 Wendehals- und 5 Gartenrotschwanzkästen):

westlich der Lehmgrube Hainstadt

Unser Auftrag: Um den Erfolg und Nutzen der Maßnahme in den Folgejahren zu dokumentieren oder suboptimale Bedingungen zu verbessern ist ein Monitoring zwingend erforderlich.

Um den Bruterfolg der beider „Leitarten“ festzustellen ist eine Bestimmung anhand des vorgefundenen, verlassenen Nestes notwendig.

Die Bruthöhlen müssen direkt nach der Brutsaison aufgesucht und begutachtet werden bevor Herbst- und Wintergäste (z.b. Bilche ) einziehen.

Die Einfluglöcher der Wendehalskästen müssen im Winter verschlossen und erst kurz vor dem Eintreffen der Art im Brutgebiet – meist Anfang April – wieder geöffnet werden. Diese Maßnahme soll die Konkurrenz fernhalten und die Verfügbarkeit an potentiellen Bruthöhlen für die „Leitart“ Wendehals erhöhen.

Auch Gartenrotschwänze sind Zugvögel und treffen erst Mitte bis Ende April ein.

Da beide Vogelarten offene Landschaften mit Baumbestand bevorzugen, sind die Ausbringungsräume im Vogelschutzgebiet an die Bereiche mit Maßnahmen zur Förderung des Ziegenmelkers eng gekoppelt.

Die Bruthöhlen für den Wendehals sollen daher in unmittelbarer Nähe von offenen „Ziegenmelker-Jagdschneisen“ oder an den Grenzlinien zu offenen „Ziegenmelker-Dauerflächen-Bruthabitate“ angebracht werden.

Bruthöhlen für den Gartenrotschwanz können einige Meter weiter in dem angrenzenden Waldbereich positioniert werden. Im Sommer dauerhaft besonnte Ausrichtungen der Kästen sind zu vermeiden, da eine Überhitzung der Brut ausgeschlossen werden soll (dann eher Ost oder Nord/Ost Ausrichtung).

Die letzte dokumentierte erfolgreiche Brut des Wendehalses in der Sendefunkanlage Zellhausen wurde am 28.05.2015 registriert. Im Kasten 28.

Das Programm startet in diesem Frühjahr mit der Anbringung der Kästen. Die Kontrollen werden im Rahmen der Fledermauserfassungen durchgeführt. Interessierte sind herzlich willkomen und können sich aktiv bei uns beteiligen!

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