Neuer Lebensraum für den Steinkauz

Seligenstadt ist dabei seine letzten Steinkäuze zu verlieren. Die Restbestände an Obstbäumen im Raum Seligenstadt sind vergreist und werden nicht gepflegt. Noch gibt es ein paar Bäume, in denen der Steinkauz seine Jungen großziehen kann. Sie werden in den nächsten Jahren weitgehend abgehen. Wir haben nun begonnen in Zusammenarbeit mit der Stadt Seligenstadt größere Restbestände an Obstbäumen zu suchen und wieder in die Pflege zu nehmen.

Im Griesgrund hat uns nun die Stadt eine 6.000 qm große Fläche zur Pflege und zur Nachpflanzung zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Dr Bastian und 1. Stadtrat Gehrheim besuchten uns gestern beim Pflanzen von 20 Apfelhochstämme auf der reaktivierten Fläche. Beide bekräftigten ihre Absicht uns weitere Flächen zur Verfügung stellen zu wollen, um neue Streuobstwiesen im Raum Seligenstadt zu schaffen oder neu anzulegen.

Die Stadt Seligenstadt und der Kreis Offenbach werden die Bäume je zur Hälfte finanzieren. Zur Pflanzung kamen fast ausschließlich alte hessische Lokalsorten. Im nächsten Schritt werden Nisthilfen für den Steinkauz installiert, Stein- und Totholzhaufen angelegt und die Spätblühende Traubenkirsche, ein Neophyt und invasive Pflanze, aus der umgebenden Hecke entfernt. Sie werden durch einheimischen Heckenpflanzungen ersetzt.

Beitrag Rhein-Main TV vom 13. November 2020.

Frankfurter Rundschau Onlie.

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