An den zwei Amphibientunnel waren heute morgen 2 Weibchen und 8 Männchen in den Eimern. Die Temperaturen lagen heute morgen bei knapp 10°C und es war feucht. Offen ist wie sich das tiefe Pflügen Anfang Februar auf das Wandergeschehen auswirkt? Da sind wohl einige Kröten augezackert worden? Hoffen wir mal, dass die Feldbearbeitung dort nicht demnächst kurz nach Weihnachen losgeht! „Im Märzen der Bauer …“ gehört wohl der Vergangenheit an? Keine guten Voraussetzungen für unsere Amphibien.
bereits im Februar war großflächig gepflügt und geeggt
Nun kann es endlich losgehen! Die Arbeiten sind mit dem Eigentümer abgestimmt. Er stellt uns die ca. 4.000 qm große Fläche als Dauerleihgabe zur Verfügung. Nur wenn die Fläche Bauland werden sollte, möchte er wieder darüber verfügen. Wir haben uns vorgestern dort getroffen und folgendes verabredet:
wir versuchen die Gräben am Rande der Fläche (stammte von der vorhergehenden Bewirtschaftung) durchs Fräsen zu schließen
Vorne am Weg pflanzen wir eine Schutzhecke. Diese soll die Fläche vor einer zu starken Hundeverkotung schützen
Ob wir etwas einsäen entscheiden wir im Herbst. Eine Frühjahrsansaat ist bei den trockenen Sommern nicht angezeigt. Vielleicht macht auch eine Selbstbegrünung Sinn?
Es wird auch ein Boskop und eine Goldparmäne gepflanzt. Im Herbst ist die erste Pflanzung vorgesehen.
Wir dürfen einzelne Bäume in Obstbaumpatenschaften vergeben. Wir müssen nur die jeweiligen Paten benennen.
Ein Teil der Fläche wird nochmal gemulcht. Dort wo noch die Getreidehalme des Vorjahres stehen.
Das Wetter war heute morgen spürbar wärmer. Regen in der Nacht und leichter Nieselregen hatte den Boden aufgeweicht. Der Lehm haftete extrem an unseren Schuhen. Pauline und ich waren dabei nach geeigneten Stellen für die geplanten Kreuzkrötentümpel zu suchen. Unser erster Weg führte uns zu einem Teich in der Grube. Das Wasser im Teich hatte eine milchige Farbe. Ein großer Käfer erschien hurz an der Wasseroberfläche. Wir suchten auf Hinweise nach Amphibien.
milchig getrübt
Nur schwer zu entdecken, die relativ kleinen Laichballen des Springfrosches. Der verankert seine Laichballen in der Nähe des Grundes.
Laichballen Springfroschkaum zu sehen, ein weiterer Laichballen
In einem anderen, sehr flachen kleinen Tümpel ein Laichballen mit weitaus weiter entwickelten Froschlaich.
Laichballen, die Kaulquappen sind bereits zu erkennen
In einer anderen Ecke der Grube ein Sandaufschluss am Rande der Grube.
In der Steilwand waren viele Gänge solitärer Bienen. Der Nachwuchs überwintert in den Röhren. Wir haben einige tote Bienen gefunden.
Löcher der solitären Bienen
Der Sand wäre ideal für die beiden geplanten Bienensandhügel ind der Käthe-Paulus und Walinusschule.
Heute haben wir den Zaun wieder instand gesetzt. Leider fehlen die Zahlen der letzten Nacht. Es war heute morgen bei uns nass. Am Zaun haben wir Hinweise auf den Sinn der Maßnahme angebracht. Hoffe mal der Vandalismus unterbleibt jetzt? Hat Dirk vorgeschlagen.
Auf der gegenüberliegenden Seite wurde fast der gesamte Bereich umgezackert. Wahrscheinlich müssen wir unsere Volkslieder so langsam ändern? Statt: „Im Märzen der Bauer …“ auf „Im Februar der Bauer …“. Reimt sich aber nicht so gut.
Den Ladewagen haben wir heute zur ehemaligen Mülldeponie gefahren. Dort kann er für die nächste Zeit stehen und überarbeitet werden. Es sind ein paar technische Probleme zu beheben, wie die Umkehrung der Transporteisen. Da war die Kette gerissen und der Wagen lies sich nicht entladen. Die neue Netzbespannung muss angebracht werden und der gesamte Wagen wird gestrichen. Ein paar Bretter müssen auch ausgetauscht werden.
Ladefläche reinigen und streichen, hintere Klappe neu lackierenDer gesamte Wagen wird nun einheitlich rotErstanstrich des Bodens. Wollen wir nochmal streichenmuss nun erst mal trocknen
Auf Bitte des hessischen Wirtschaftsministeriums und Hessen Mobil überprüfen wir wie die neue Amphibienschutzanlage von den Erdkröten angenommen werden. An zwei Untertunnelungen haben wir Zäune gebaut, um die Tiere am Ende des Tunnels abzufangen. Die Eimer werden außerhalb der Wanderzeiten (ungünstiges Wanderwetter) mit Betonplatten abgedeckt. Während den günstigen Zeiten werden die Eimer zweimal am Tage kontrolliert (~9 Uhr und ~22 Uhr). Von gestern auf heute waren die Eimer offen. Heute morgen um 9 Uhr war noch alles in Ordnung. Da letzte Nacht keine Kröten mehr wanderten, wurden die Eimer heute gegen 12 Uhr wieder verschlossen. Als ich an die Zäune kamen, fehlte einer der Zäune ganz, der andere war am Rande teilweise rausgezogen. Die Belegbilder finden Sie im Anhang. Das Ganze muss also heute zwischen 9 und 12 Uhr passiert sein.
Zaun geklaut! Richtung ZellhausenHier wurde der Zaun niedergerissen (Richtung Seligenstadt)
Auf der Seite von Spektrum.de findet man ein Video vom 17.02.2023 aus der Serie Dr. Wathson, dass in knapp 15 Minuten die Problematik des aktuellen Artensterbens ganz gut beschreibt.
In den Eimern der Abfangzäune haben sich bisher nur wenige Kröten eingefunden. Die erste Kröte am Freitagmorgen, Drei Kröten am Freitagabend um 22 Uhr (2m,1w) in einem der Eimer und jeweils 2 Kröten (3m,1w). Die Wanderbedingungen waren nicht ganz optimal. Zu windig und zu wenig Regen.
3 Kröten am Freitagabend im Eimer des südlichen Abfangzaunes (C) AgFAJeweils zwei Kröten im den beiden abgefangenen Eimer der zwei Unterführungen (C) Andre Mieth
In der Sendefunkanlage Zellhausen haben wir am 15. Februar 2923 die Kästen für Wendehals und Gartenrotschwanz aufgehängt. Die 10 Wendehalskästen an der runden Freifläche im Süden, die 15 Gartenrotscheanzkästen an den Trockenrasen in der Anlage. Auf der Karte ist nun der Gesamtbestand zu sehen. >Die Legende beschreibt den Kastentyp.
Am Mittwoch, den 9.2., trafen wir uns an der Sendefunkanlage in Zellhausen um an einigen Stellen den Zugang zu den Wendehals- und Fledermauskästen von den Brommbeeren freizuschneiden. Bei schönem Wetter und ertragbaren Temperaturen waren wir zu dritt 2 1/2 Stunden beschäftigt. Die für heute geplante Aufhängungen von 15 Garten- und 10 Wendehalskästen haben wir verschoben, da für morgen ein Einsatz am Mausohrbahnhof Mümling-Crumbach ansteht. Die Kästen sollen heute Mittag in Langen geholt und zeitnah im Bereich der Sendefunkanlage aufgehängt werden.