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Fledermausexkursion am 5. September 2026 am See am Goldberg

Wir trafen uns um 19 Uhr am See am Goldberg. Eine Hochzeit im Restaurant erschwerte die Führung etwas. Wir waren 12 Personen. Um nicht gestört zu werden sind wir nach Süden ans Ufer des Angelsees, um etwas über Fledermäuse zu erfahren. Nach knapp einer Stunde hatten wir das Thema abgehandelt.

Fledermausrufe bei unserer Exkursion

So um 20:15 Uhr begannen wir mit unserer Exkursion zu den Fledermäusen zum See am Goldberg. Nach dem Überqueren der Straße fingen die Fledermausaktivitäten an.

Aktivitäten und Temperatur

Am Häufigsten waren die Rufe der Mückenfledermäuse (Pipistrellus pygmaeus). Es waren 152 Rufreihen mit 4892 Einzelrufen. Zweithäufigste Art war die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) mit 116 Rufreihen mit 5693 Einzelrufen. Der Große Abendsegler war mit 8 Rufreihen und 30 Einzelrufe vertreten. Die Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) war mit 4 Rufreihen und 67 Einzelrufen vertreten. Drei Rufreihen mit 33 Einzelrufen waren von der Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii) detektiert. Zwei Rufreihen mit 9 Einelrufen von Langohren (Plecotus spec.) und eine Rufreihe mit 163 Einzelrufe vom Großen Mausohr (Myotis nyotis). 5 Rufreihen von Mausohren (Myotis spec.) müssen nochmal nachbestimmt werden.

Die Veranstaltung endete um 21 Uhr.

Eine Woche bei uns im 40 qm großem Hausgarten

Eigentlich erwartet man außer den vielen Katzenviedeos bei uns nicht viele Säugetiere. Die Katze dezimiert die Vögel und die Fledermäuse. Um so mehr überraschte die Wildkamera mit den anderen Aufnahmen. Unser Grundstück ist von hohen Mauern umgeben und nur die Einfahrt zum Grundstück ist für Igel nutzbar.

Den Steinmarder sehen wir bereits seit Jahren. Er reproduziert erfolgreich in unserem Umfeld.

Ein schwarzer Schatten war der Auslöser für das aufstellen der Wildkamera. Die Anwesenheit des Waschbärs wurde bestätigt.

Wir haben früher auch eine Erdkröte und eine Zauneidechse auf unseren 40 qm Wildnis entdeckt.

Waschbären sind bei uns wahrscheinlich flächendeckend vorhanden? Sucht man sie, so findet man sie auch.

Batnight-Wochenende 2026

Am Freitag, den 28. September haben wir in der Montessori Schule in Dietzenbach von 8 bis 11:30 Uhr mit so um die 30 Kindern Fledermauskästen und Fledermauslapbooks gebastelt. Trotz kurzzeitigem Regen hat alles gut geklappt.

Um 15 Uhr hatte sich kurzfristig RTL-Hessen für ein Besuch der Batnight im Rodgau angekündigt. Die NABU Gruppe Rodgau hatte bereits am Vormittag das Gelände weitgehend für die Veranstaltung vorbereitet. So war das Filmteam von RTL-Hessen wirklich gut zufrieden zu stellen.

Die Veranstaltung war mit ca. 100 Besuchern trotz massivem Regenschauer im Eröffnungszeitraum sehr gut besucht. Bei dem Vortrag und der anschließenden Exkursion waren mindestens 60 Personen dabei. Das genaue zählen habe ich nicht so richtig geschafft. Um 22 Uhr war ich dann endlich wieder zuhause. 

Am Samstag sind Birgit und ich in den Hessen Park gefahren. Kurz vor 10 Uhr waren wir dort. Die AGFH hatte dort die Batnight mit verschiedenen Ständen über den Tag ausgerichtet. Ich hatte mit den Kindern von 11 bis 18 Uhr Fledermauskästen gebastelt. Meine Befürchtung ich müsse einen Teil der Bastelsets wieder mit nach Hause schleppen hatte sich nicht bestätigt. Wir konnten fast alle Kastenbausets fertigstellen. Müde und ausgehungert bin ich dann mit Birgit vor dem Abendprogramm wieder nach Hause gefahren. Zwei Tage mit durchgängigem Programm waren dann doch für mich am Abend zu viel.

Verpasst hatten wir Petras Vortrag, Kaijas Exkursion und Thomas Fledermausnetzfang im Park. 

Ergebnisse der Fledermausexkursion im Rodgau:

Am häufigsten die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus), dann die Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus) mit 16 Rufreihen, der Große Abendsegler (Nyctalus noctula) mit 14 Rufreihen. Kleinabendsegler (Nyctalus leisleri) und Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus) mit je 2 Rufreihen und wahrscheinlich ein Gro0es Mausohr (Myotis myotis)). Wir waren unterwegs von 20:25 Uhr bis 21:22 Uhr.

Pflege auf den Streuobstwiesen am 21. August 2026

auf der alten Mülldeponie haben wir heute zwischen den Bäumen und um die Bäume gemäht. Die Apfelbäume haben schon ordentlich Früchte verloren. Die lange Trockenphase haben sie aber ansonsten gut weggesteckt. Es hängen aber auch noch viele Äpfel an den Bäumen. Es war jetzt die letzte Streuobstwiese, die wir nach der Mahd nachpflegen mussten. In einer Ecke lag ein kaputter Hochsitz (Bild). Die beiden vorderen Stützen waren defekt. Eine war abgebrochen, die andere geknickt. Er sieht aber so aus als könnte man ihn reparieren? Wenn man wüßte wem er gehört? Er war bereits zum Teil von Brombeeren eingewachsen und zum Mähen haben wir ihn dann weiter in die Wiese herausgezogen.

Kaputter Hochsitz auf der Wiese. Wem könnte der gehören?

Nach dem Mähen haben wir im Bensbruch die Bäume gegossen. Nur die drei ersten Reihen. Die letzte ist noch gut durch das Grundwasser versorgt und es soll am Nachmittag regnen.

Zwischen dem braunen Gras kommt ab und zu wieder etwas hoch
Einen der im letzten Jahr gepflanzten Kirschbäume werden wir wohl verlieren? Trotz wöchentliche Wässerung seit Mai.

Pflege auf der Streuobstwiese in Hainstadt am 17. August 2026

Heute haben wir auf der Streuobstwiese in Hainstadt zwischen den Bäumen gemäht und die Bäume mit der Motorsense freigestellt. So ganz problemlos ist die Trockenheit nicht an den Bäumen vorbeigegangen. Das Gras soll nun ein paar Tage trocknen und wird dann um die Bäume zum Mulchen zusammen gezogen. Als nächstes kommt die Streuobstwiese auf der alten Mülldeponie dran. Auch dort muss zwischen den Bäumen gemäht und um die Bäume gesenst werden.

Blick auf die Streuobbstwiesse nach dem Mähen
Blick die Baumreihen entlang

Fledermauswanderung am 7. August in Dreieich

Zusammen mit dem BUND Dreieich haben wir um 20:30 Uhr zur Fledermauswanderung eingeladen. Wir durften 31 Gäste begrüßen und haben uns über die gute Resonanz gefreut!

Nach dem Einführungsvortrag über Fledermäuse konnten wir einen Pflegling wieder in die Natur entlassen. Das Zweifarbmännchen war am Montag dieser Woche in Seligenstadt auf einer Terasse gefunden worden. Mit 12 g lag es an der unteren Grenze des Normalgewichtes und wurde die Woche über etwas aufgepeppelt. Mit leichten Anlaufschwierigkeiten, Flugversuche ohne den Kreislauf wieder auf Betriebstemperatur gebracht zu haben, hob es dann vom Autodach ab und verschwandt in der Abenddämmerung.

Zweifarbfledermaus (Vespertilio murinus)

Die Familie Lenhardt hatte uns erlaubt ihren Parkplatz am Hofcafe zu nutzen. Mit Detektoren und Wärmebilfkamera ging es von dort zum Naturdenkmal Kirchbornbrunnen. Von 21:30 Uhr bis 22:30 Uhr haben wir den Fledermausflug auf der Strecke aufgezeichnet.

Aufgezeichnete Fledermausrufe

Am häufigsten war die Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus) , gefolgt von der Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus). 5 Rufreihen konnten der Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) zugeordnet werden. Eine Myotisrufreihe war nicht bestimmbar und je eine Rufreihe war dem Großen Abendsegler (Nyctalus noctula) und Zweifarbfledermaus (Vespertilio murinus) zuzuordnen. Letzteres war vermutlich die vorher freigelassene Zweifarbfledermaus?

Fledermausaktivitäten im Beobachtungszeitraum
Aufgezeichnete Peakfrequenzen
Aktivitätsmuster der Arten im Beobachtungszeitraum

Wiesenpflege am 6./7. August 2026

Gestern wurden die Fläche im Giern in Zellhausen um die Bäume und an den Rändern, sowie der Amphibienlehrpfad in Seligenstadt gemulcht. Heute haben wir im Giern um die Bäume nachgearbeitet. Stammausschläge entfernt und den Grasschnitt etwas um die Bäume gruppiert. Wir hoffen so die Verdunstung etwas zu reduzieren.

Streuobstwiese im Giern. Das Wasserfass ist gefüllt, die Wiese ist nun auch fast ganz braun.

Auch am Amphibienlehrpfad haben wir das Gras gemulcht, die Bäume und Tafeln frei geschnitten und um die Lampen den Aufwuchs entfernt.

Der 10 m breite Streifen, der die Tafeln umfasst wurde gemulcht. Mit dem Traktor in der Fläche, um die Lampen, Bäume und Tafeln mit dem Freischneider
Amphibienlehrpfad Richtung Seligenstadt. Die Bäume sehen alle noch gut aus.

Pflege auf der Streuobstwiese am 31. Juli 2026

Heute haben wir am Vormittag auf der Streuobstwiese im Bensbruch unter den Bäumen mit den Freischneidern freigeschnitten und zwischen den Bäumen gemähd. Das Mähgut haben wir zum Teil verwendet um unter den Bäuen zu mulchen. Der restliche Bereich wird mit dem Traktor gemulcht, sobald die Gras-Nelken abgeblüht sind. Bei 27° C um 11 Uhr haben wir die Arbeit eingestellt. Der angekündigte Regen ist heute wieder ausgefallen und die nächste Regenphase soll Mitte August kommen.

Wässern unserer Streuobstwiesen am 24. Juli 2026

Heute haben Elke und ich zwischen 10 und 13:30 Uhr unsere beiden Streuobstwiesen in Zellhausen gewässert. Im Bensbruch haben wir zum ersten Mal Grasnelken gefunden. Insgesamt dürften es um die 100 Pflanzen sein, die über den gesamten Wiesenbereich verteilt waren.

Sand-Grasnelke (Armeria maritima subsp. elongata)
Vielleicht ein Fallkäfer? Cryptocephalinae
Ampfer-Grünwidderchen (Adscita statices)
Sand-Grasnelke (Armeria maritima subsp. elongata)
Alles verbrannt! Nur die Grasnelken blühen in diesem Bereich
Sand-Grasnelke (Armeria maritima subsp. elongata)

Im Giern haben wir auch weitere Grasnelken entdeckt. Die Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) ist in voller Blüte.

10   Maßnahmen für mehr Vielfalt auf kommunalen Flächen

Broschüre vom Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV)

Das Poster für Kommunen und Behörde zeigt die 10 Regeln für dir Pflege kommunaler Flächen für mehr Vielfalt!

Die Regeln lauten:

1. Ohne Mahd keine Wiese – Zwei Schnitte für Blüten und Insekten!

    Was tun?

    Die ideale Mahdhäufigkeit hängt vom Boden ab:

    • bei sehr mageren Böden 1x im Jahr (August/September),
    • bei „normalen“ Böden 2x im Jahr (Ende Juni und September),
    • bei sehr fetten Böden zunächst 3x jährlich, bis sie ausmagern.

    Warum?

    Die Mahdhäufigkeit bestimmt, wie viele und welche Pflanzenarten vorkommen:

    • Ohne Mahd wachsen Gehölze auf.
    • Bei sehr häufiger Mahd überleben nur wenige Tiere und Pflanzenarten.
    • Bei vielen Nährstoffen im Boden setzen sich wenige schnellwachsende Arten durch.
    • Durch den Abtransport des Mahdguts wird eine Fläche mit der Zeit magerer. Mehr Pflanzenarten bekommen eine Chance.
    2. Mahd statt Mulchen
    Was tun?

    Für die biodiversitätsfreundliche Mahd Messerbalken verwenden und das Mahdgut möglichst erst nach 2 Tagen abräumen.

    Warum?

    • Bei Messerbalken werden viel weniger Insekten „geschreddert“ als bei Mulch- oder Kreiselmähwerken.
    • Eine Mulchdecke unterdrückt die meisten blühenden Kräuter, nur Gräser und konkurrenz-starke Arten kommen hier durch.
    • Mulchen düngt, aber die meisten Pflanzenarten gibt es auf mageren Flächen.
    3. Mahdgut 2 Tage liegen lassen!

    Was tun?

    Wenn es die Witterung zulässt, sollte das Mahdgut 1 bis 3 Tage auf der Fläche bleiben – flächig oder geschwadet.

    Warum?

    Tiere können so aus dem Mahdgut fliehen oder in ungemähte Teilflächen wandern. Bei 3 Tagen Liegezeit können auch Samen ausfallen.

    4. Hüpferfreundlich – Schnitthöhe 10 cm!

    Was tun?

    Eine Schnitthöhe von 10 cm ist am insektenfreundlichsten. Ansonsten gilt: so hoch wie möglich, mindestens aber 5 cm.

    Warum?

    Viele Schmetterlinge und Heuschrecken legen ihre Eier am Grund der Pflanzen ab. Bei einer Schnitthöhe von 10 cm überleben viele die Mahd.

    5. Teilmahd – Tiere brauchen Rückzugsräume!

    Was tun?

    Jedes Mal 10 bis 30 % einer Grünfläche ungemäht lassen. Stehengelassene Bereiche dann mähen, wenn auf den anderen Flächen schon wieder etwas blüht – frühestens nach 2 bis 3 Wochen. 10 bis 30 % auch über den Winter stehen lassen.

    Warum?

    Ungemähte Bereiche sind Rückzugsorte und Überwinterungsquartiere für Tiere. Die Blüten bieten Nahrung für Bienen und Schmetterlinge.

    6. Grabenpflege? Tierschonend!

    Was tun?

    Grabenpflege wie Entkrautung oder Räumung

    • abschnittsweise, z. B. nur 1/3 des Grabens,
    • möglichst nicht beide Seiten gleichzeitig,
    • höchstens alle 5 Jahre,möglichst im September oder Oktober,entgegen der Fließrichtung,
    • mit Kleinbagger, Mähkorb oder Spaten – keine Fräse!

    Das Mäh- und Räumgut erst abtropfen lassen und später abtransportieren.

    Warum?

    So werden Tiere wie Fische, Amphibien oder Libellenlarven geschont und haben die Möglichkeit, sich in sichere Bereiche zurückzuziehen.

    7. Vielfalt braucht keinen Dünger!

    Was tun?

    Auf Dünger verzichten.

    Warum?

    Kommunale Grünflächen sind keine Gemüsebeete. Dünger fördert nur einige wenige Arten. Je magerer ein Boden dagegen ist, desto mehr Pflanzenarten kommen auf der Fläche vor. Auf mageren Flächen gibt es auch kleine Lücken, in denen z. B. Wildbienen Nistgänge graben können. Sportrasen sind natürlich eine Ausnahme.

    8. Wildbienen brauchen heimische Pflanzen!

    Was tun?

    Bei der Einsaat oder Pflanzung heimische Pflanzenarten verwenden. Ideal ist die Mahdgutübertragung von artenreichen Flächen in der Nähe. Auch in Beeten machen sich heimische Pflanzen gut.

    Warum?

    Sehr viele unserer Insekten sind auf bestimmte heimische Pflanzen angewiesen.

    9. Heckenpflege – für Goldammer und Zilpzalp!

     Was tun?

    „Auf-den-Stock-setzen“ – in Abschnitten von 15 bis 25 m Länge, – von Oktober bis Februar, – pro Abschnitt alle 10 bis 25 Jahre. Wichtig: Geräte verwenden, die glatte Schnitte hinterlassen. Wertvolle Bäume und Obstgehölze erhalten und Totholz wenn möglich stehen oder liegen lassen. Restliches Schnittgut entfernen oder nur einen kleinen Teil liegen lassen.

    Warum?

    Vögel und andere Tiere finden so immer einen geeigneten Unterschlupf. Die Hecke bleibt langfristig in gutem Zustand. Totholz ist wertvoller Lebensraum für Insekten.

    10. Unter Büschen und Bäumen – Laub für Igel & Co!

    Was tun?

    Unter Büschen und Bäumen sollten im Herbst und Winter Laub und Totholz liegen bleiben und auch einzelne größere Laubhaufen angelegt werden. Am besten ohne Laubsauger!

    Warum?

    Igel verbringen ihren Winterschlaf in Laubhaufen und finden dort Nahrung. Regenwürmer und viele andere Kleintiere ernähren sich von Laub und abgestorbenen Pflanzenteilen. Laubsauger töten Insekten und nehmen Igeln das Winterquartier. Außerdem verschlämmt der freie Boden leicht.