Das Poster für Kommunen und Behörde zeigt die 10 Regeln für dir Pflege kommunaler Flächen für mehr Vielfalt!
Die Regeln lauten:
1. Ohne Mahd keine Wiese – Zwei Schnitte für Blüten und Insekten!
Was tun?
Die ideale Mahdhäufigkeit hängt vom Boden ab:
bei sehr mageren Böden 1x im Jahr (August/September),
bei „normalen“ Böden 2x im Jahr (Ende Juni und September),
bei sehr fetten Böden zunächst 3x jährlich, bis sie ausmagern.
Warum?
Die Mahdhäufigkeit bestimmt, wie viele und welche Pflanzenarten vorkommen:
Ohne Mahd wachsen Gehölze auf.
Bei sehr häufiger Mahd überleben nur wenige Tiere und Pflanzenarten.
Bei vielen Nährstoffen im Boden setzen sich wenige schnellwachsende Arten durch.
Durch den Abtransport des Mahdguts wird eine Fläche mit der Zeit magerer. Mehr Pflanzenarten bekommen eine Chance.
2. Mahd statt Mulchen
Was tun?
Für die biodiversitätsfreundliche Mahd Messerbalken verwenden und das Mahdgut möglichst erst nach 2 Tagen abräumen.
Warum?
Bei Messerbalken werden viel weniger Insekten „geschreddert“ als bei Mulch- oder Kreiselmähwerken.
Eine Mulchdecke unterdrückt die meisten blühenden Kräuter, nur Gräser und konkurrenz-starke Arten kommen hier durch.
Mulchen düngt, aber die meisten Pflanzenarten gibt es auf mageren Flächen.
3. Mahdgut 2 Tage liegen lassen!
Was tun?
Wenn es die Witterung zulässt, sollte das Mahdgut 1 bis 3 Tage auf der Fläche bleiben – flächig oder geschwadet.
Warum?
Tiere können so aus dem Mahdgut fliehen oder in ungemähte Teilflächen wandern. Bei 3 Tagen Liegezeit können auch Samen ausfallen.
4. Hüpferfreundlich – Schnitthöhe 10 cm!
Was tun?
Eine Schnitthöhe von 10 cm ist am insektenfreundlichsten. Ansonsten gilt: so hoch wie möglich, mindestens aber 5 cm.
Warum?
Viele Schmetterlinge und Heuschrecken legen ihre Eier am Grund der Pflanzen ab. Bei einer Schnitthöhe von 10 cm überleben viele die Mahd.
5. Teilmahd – Tiere brauchen Rückzugsräume!
Was tun?
Jedes Mal 10 bis 30 % einer Grünfläche ungemäht lassen. Stehengelassene Bereiche dann mähen, wenn auf den anderen Flächen schon wieder etwas blüht – frühestens nach 2 bis 3 Wochen. 10 bis 30 % auch über den Winter stehen lassen.
Warum?
Ungemähte Bereiche sind Rückzugsorte und Überwinterungsquartiere für Tiere. Die Blüten bieten Nahrung für Bienen und Schmetterlinge.
6. Grabenpflege? Tierschonend!
Was tun?
Grabenpflege wie Entkrautung oder Räumung
abschnittsweise, z. B. nur 1/3 des Grabens,
möglichst nicht beide Seiten gleichzeitig,
höchstens alle 5 Jahre,möglichst im September oder Oktober,entgegen der Fließrichtung,
mit Kleinbagger, Mähkorb oder Spaten – keine Fräse!
Das Mäh- und Räumgut erst abtropfen lassen und später abtransportieren.
Warum?
So werden Tiere wie Fische, Amphibien oder Libellenlarven geschont und haben die Möglichkeit, sich in sichere Bereiche zurückzuziehen.
7. Vielfalt braucht keinen Dünger!
Was tun?
Auf Dünger verzichten.
Warum?
Kommunale Grünflächen sind keine Gemüsebeete. Dünger fördert nur einige wenige Arten. Je magerer ein Boden dagegen ist, desto mehr Pflanzenarten kommen auf der Fläche vor. Auf mageren Flächen gibt es auch kleine Lücken, in denen z. B. Wildbienen Nistgänge graben können. Sportrasen sind natürlich eine Ausnahme.
8. Wildbienen brauchen heimische Pflanzen!
Was tun?
Bei der Einsaat oder Pflanzung heimische Pflanzenarten verwenden. Ideal ist die Mahdgutübertragung von artenreichen Flächen in der Nähe. Auch in Beeten machen sich heimische Pflanzen gut.
Warum?
Sehr viele unserer Insekten sind auf bestimmte heimische Pflanzen angewiesen.
9. Heckenpflege – für Goldammer und Zilpzalp!
Was tun?
„Auf-den-Stock-setzen“ – in Abschnitten von 15 bis 25 m Länge, – von Oktober bis Februar, – pro Abschnitt alle 10 bis 25 Jahre. Wichtig: Geräte verwenden, die glatte Schnitte hinterlassen. Wertvolle Bäume und Obstgehölze erhalten und Totholz wenn möglich stehen oder liegen lassen. Restliches Schnittgut entfernen oder nur einen kleinen Teil liegen lassen.
Warum?
Vögel und andere Tiere finden so immer einen geeigneten Unterschlupf. Die Hecke bleibt langfristig in gutem Zustand. Totholz ist wertvoller Lebensraum für Insekten.
10. Unter Büschen und Bäumen – Laub für Igel & Co!
Was tun?
Unter Büschen und Bäumen sollten im Herbst und Winter Laub und Totholz liegen bleiben und auch einzelne größere Laubhaufen angelegt werden. Am besten ohne Laubsauger!
Warum?
Igel verbringen ihren Winterschlaf in Laubhaufen und finden dort Nahrung. Regenwürmer und viele andere Kleintiere ernähren sich von Laub und abgestorbenen Pflanzenteilen. Laubsauger töten Insekten und nehmen Igeln das Winterquartier. Außerdem verschlämmt der freie Boden leicht.
Alle mitteleuropäische Fledermausarten nutzen den Wald. Auf Umweltveränderungen reagieren sie sensibel. Unsere Fledermäuse fressen alles was 6 oder 8 Beine hat. Pro Nacht kann es bis zu 50 % ihres eigenen Körpergewichtes an Insekten und Spinnen betragen. So können sie effizient zur Regulierung der forstwirtschaftlich schädlichen Insekten beitragen. In fledermausfreundlichen Wäldern können Fledermäuse einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung der Forstwirtschaft leisten. Da die Reproduktionsrate bei Fledermäusen gering ist, kann der Verlust eines Quartieres bereits erhebliche Auswirkungen auf lokale Fledermauspopulationen haben. Schutzmaßnahmen in Wäldern sind daher entscheidend für den Erhalt unserer Fledermäuse.
Alle in Deutschland vorkommende Fledermausarten sind streng geschützt. Es ist verboten ihre Fortpflanzungs-, Überwinterungs- und Ruhestätten zu beeinträchtigt oder zu zerstören. Geregelt ist dies über die Naturschutzgesetze des Bundes und der Länder und die europäische FFH-Richtlinie.
Fledermäuse können in drei unterschiedlich ortende Gruppen eingeteilt werden. Sie ergeben sich aus den Unterschieden im Körperbau und der Echoortung, die ihr jeweiliges Flugverhalten bestimmen:
Die Gruppe der dicht an der Vegetation jagende Fledermäuse (narrow space): Flügelschlag detektierend: Hufeisennasen; passiv jagend: Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und Langohren. Sie zeichnen sich aus durch einen wendigen Flug nahe der Vegetation. Sie können auch in dichten Wäldern jagen.
Die Gruppe der an Strukturen (Waldränder und -wege) jagenden Fledermäuse (edge space): Luftsammler: Nymphen-, Bart- und Fransenfledermäuse, Mopsfledermäuse, alle Zwergfledermausarten, Breitflügelfledermaus; abfischend: Wasserfledermaus. Sie fliegen in der Regel in halboffenen Waldlebensräumen und über Gewässern.
Die Gruppe der im freien Luftraum jagenden Fledermäuse (open space): Abendsegler, Nordfledermaus und Zweifarbfledermäuse. Sie nutzen im schnellen Flug den freien Luftraum. U.a. über dem Kronendach der Wälder.
Zusammenhang zwischen Fledermäusen, Insekten und Waldstrukturen
Jeder forstliche Eingriff verändert den Wald. Die Maßnahmen wirken sich direkt auf das Nahrungs- und Quartierangebot der Fledermäuse aus. Neue lichte Räume in Wäldern fördert die Jagdmöglichkeiten und das Insektenangebot. Haben aber negativ Einflüsse auf das Quartierangebot. Alte und tote Bäume sind in den Wäldern zu belassen. Sie fördern und sichern die notwendigen potentiellen Quartiere.
Die Waldbewirtschaftung hat nicht nur Einfluss auf die Baumarten und die Struktur, sondern beeinflusst auch die ökologischen Wechselwirkungen. Strukturreichtum fördert das Insektenvorkommen und wirkt sich indirekt auf das Nahrungsangebot für Fledermäuse aus. Mit der Entnahme von Bäumen verschwinden vor allem Bäumen mit Mikrohabitaten wie Höhlen, Spalten und abstehenden Rinden. Mikrohabitate entwickeln sich erst mit zunehmendem Alter der Bäume und sind wichtige Quartiere für Fledermäuse. Einerseits fördern Auflichtungen die Jagd, anderseits verknappen sie die potentiellen Fledermausquartiere. Vor allem stehendes Totholz sollte in den Wäldern erhalten bleiben, Altholzstrukturen sind zu fördern und Lücken, sowie halboffene Wälder gestaltet werden.
Die naturnahe Waldwirtschaft fördert Dauerwaldstrukturen mit geschlossene Kronendächer. Dabei stehen die Bäume dicht beieinander und es gibt oft nur wenige lückige Bereiche. Diese geschlossenen Wälder sind für viele Fledermausarten zu dicht. Das führt dazu, dass die Aktivitäten sich meist entlang von Waldrändern und Wegen konzentrieren. Bei Aussetzung der Durchforstung dauert es mitunter über 30 Jahre bis Wälder wieder geeignete offene Strukturen zeigen und die Fledermausaktivitäten steigen. Ähnliches gilt für die zu starke Auslichtung von Waldabteilungen. Hier gehen die Fledermausbestände durch den parkartigen Charakter stark zurück.
Wie die Kronenstruktur mit Nahrungs- und Quartierressourcen zusammenhängt wurde im Schwarzwald untersucht. Kleinräumige Öffnungen im Bestand führt zur Entwicklung der Bodenvegetation. Nachfaltervorkommen werden gefördert und neue Nahrungsressourcen für Fledermäuse geschaffen. Der Unterwuchs ist entscheidend für die Nachtfalterhäufigkeit in Dauerwäldern.
In der Studie konnte gezeigt werden, dass die Aktivität der Nahortenden-Arten in Wäldern mit steigender Baumdichte abnimmt. Dabei kann sie in Waldlücken geringer sein als in geschlossenen Wäldern. Der Effekt von Waldlücken auf Nahortenden-Fledermäuse scheint stark von der Größe der Öffnungen abzuhängen. Kleine Lücken bieten den Tieren noch ausreichend Deckung. In den kleinen Lücken im Schwarzwald hatte nicht die Offenheit selbst, sondern die Bodenvegetation einen negativen Effekt. Sie erhöht zwar das Vorkommen der Nachtfalter, erschwert aber gleichzeitig Großen Mausohren den freien Zugang zum Waldboden. Sie können Lauf- und Mistkäfer am Boden nicht mehr passiv bejagen.
Fledermäuse reagieren nicht nur auf die Waldstruktur, sondern beeinflussen auch das Nahrungsnetz im Wald. In Nächten mit hoher Aktivität von Mittelortenden-Artennahm die Häufigkeit der Nachtfalter deutlich ab. Die Fledermäuse haben die Nachtfalter entweder gefressen oder diese konnten den Fledermäusen ausweichen. Viele Nachtfalterarten können Ultraschall wahrnehmen und mit abrupten Kurswechseln, Abtauchen oder dem Meiden ganzer Bereiche reagieren. Dies könnte zu dynamischen Verschiebungen von Insekten-Ansammlungen führen und damit die weniger konkurrenzfähige Nahordnenden-Arten benachteiligen.
Die Verfügbarkeit von Insekten hängt stark von der Bewirtschaftungsintensität, der Waldstruktur und der Baumartenzusammensetzung ab. Häufig indirekt über den Unterwuchs. Erstmals dokumentiert werden zudem Reaktionen von Nahortenden-Arten auf Insektenhäufigkeit, jedoch nicht auf die Insektenvielfalt.
Quartiere sind der limitierende Faktor
Die Jagdlebensräume sind aber nur ein wichtiger Teil des Fledermaushabitats. Für viele Fledermausarten sind Baumhöhlen, Spalten und abstehende Rindentaschen wichtige Lebensstätten. Auch schon kleinere Höhlen die durch Spechte oder Astabbrüche entstehen, sind nach ein paar Jahren als Fledermausquartier geeignet. In solchen Baumquartieren ziehen Fledermäuse ihren Nachwuchs auf und finden Verstecke und Winterquartiere. Solche Quartiersstrukturen nehmen mit zunehmender Bewirtschaftungsintensität ab und sind in nadelholzreichen Beständen seltener. Positiv wirkt sich der Stammdurchmesser aus. Wo mächtige Bäume stehen, steigt die Chance geeignete Quartiere zu finden. Ebenso können tote Bäume und Pionierbaumarten, die auch bei geringeren Durchmessern eine größere Vielzahl an Mikrohabitaten aufweisen, die Quartierverfügbarkeit erhöhen.
Auf den Untersuchungsflächen im Schwarzwald zeigt sich kein Zusammenhang zwischen der Mikrohabitatdichte und der Fledermausaktivität. Deshalb sind erstere aber nicht weniger wichtig. Fledermäuse sind sehr wählerisch, wechseln häufig ihre Baumquartiere und brauchen deshalb eine große Auswahl an Baumquartieren. Alte Bäume, Habitatbaumgruppen und stehendes Totholz sichern Mikrohabitate, deren Fehlen die ökologische Funktionalität des Waldes für Fledermäuse erheblich einschränkt.
Mikrohabitate sind:
Verlassene Spechthöhlen
Fäulnishöhlen im Stamm und an Ästen
Spalthöhlen (z.B. infolge Blitzschlags)
Spalten hinter abgelöster Borke
Solche Quartiere werden sowohl von einzelnen Fledermäusen als auch von Gruppen, z.B. zur Jungenaufzucht und zur Überwinterung, genutzt. Meist sind Höhlen und Spalten in alten Baumbeständen besonders häufig. Aber auch junge, dünne Bäume können geeignete Verstecke aufweisen. Waldfledermäuse wechseln oft ihr Quartier. So werden Feinde (z.B. Marder, Eulen) nicht so leicht darauf aufmerksam und der Befall mit Parasiten nimmt ab. Selbst während der Jungenaufzucht ziehen die Weibchen samt Nachwuchs regelmäßig um. Sie benötigen deshalb viele Quartiere.
Einflüsse der fostlichen Maßnahmen
Forderungen an die Waldbewirtschaftung
Mit zunehmender Intensität der Waldbewirtschaftung verschiebt sich das Verhältnis zwischen offenen und geschlossenen Strukturen. Damit entsteht ein ökologischer Zielkonflikt. Eingriffe, die die Jagdlebensräume der Fledermäuse verbessern, verringern gleichzeitig das Quartierangebot. Die Bewirtschaftung kann zu einer räumlichen Entkoppelung von Jagdhabitaten und Quartierstandorten führen. Jagdgebiet und Quartier sind dann nicht mehr auf derselben Fläche. Insbesondere Waldfledermäuse mit kleinen Aktionsradien (z.B. Bechsteinfledermäuse) sind aber auf die räumliche Nähe beider Lebensraumkomponenten angewiesen.
Um die Nahrungs- und Quartierhabitate der verschiedenen Fledermausarten zu fördern, braucht es eine größere Vielfalt an Strukturen und Sukzessionsphasen in der Waldlandschaft. Durch räumliche und zeitliche Staffelung von Eingriffen kann eine enge Verzahnung zwischen den Jagd- und Quartierbereichen der Fledermäuse erreicht werden.
Auch Gestaltungsmaßnahmen entlang von Waldrändern haben großes Potential, die Jagdhabitate für Fledermäuse zu verbessern. Die derzeitige Bewirtschaftung der Wälder schafft eher strukturarme Waldareale. Die waldbaulichen Möglichkeiten sollten genutzt werden, um fehlende Lebensraumstrukturen zu ergänzen.
Alle Fledermäuse sind geschützt und viele stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Die Bestände haben in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts stark abgenommen. Gründe für den Rückgang waren der Einsatz von Giften wie DDT und Lindan, sowie der Verlust von Quartieren und Jagdlebensräumen.
In vielen Wäldern mangelt es an Höhlenbäumen. Im Ortsbereich werden hohle Bäume oft aus Sicherheitsgründen entfernt. Fällt man Höhlenbäumen im Winter, werden mitunter überwinternde Fledermäuse unbemerkt getötet.
Wie man unseren Fledermäusen helfen kann:
Weg von Monokulturen und Altersklassenwäldern! Die strukturelle Heterogenität Horizontal und Vertikal fördern (Baumartenmischung und Schichtung im Kronenraum). Hin zu standortangepassten, artenreicheren, altersgemischten Beständen und naturnäheren Mischwäldern.
Förderung und Erhaltung von Altholzinseln, einzelne Altbäume und geschädigte Bäume (z.B. Blitzschäden). Ideal sind 7 – 10 Höhlenbäume pro ha.
Quartierbäume sind gesetzlich geschützt. Bei Verkehrssicherungsmaßnahmen versuchen Quartiere am Baum zu erhalten (Entlastungsschnitt; Stamm über der Höhle „köpfen“ und mit einem witterungsbeständigen Dach versehen). Ist die Fällung unumgängliche sollten nicht von Ende Oktober bis Anfang April (Überwinterung) und von Anfang Juni bis Mitte August (Jungenaufzucht) gefällt werden. Spezialist hinzuziehen.
Wer Spechten hilft, hilft Fledermäusen! Tote Bäume stehen lassen! Hier finden Spechte Nahrung. Notfalls einen mehrere Meter hohen Stumpf belassen.
Bäume mit potentiellen Fledermausverstecken erhalten! Höhlenbäume markieren, damit sie nicht aus Versehen gefällt werden.
Schaffung günstiger Jagdlebensräume durch Förderung von Laubholz, mehrschichtigen Beständen, Sträuchern an Wald- und Wegrändern oder durch Anlage von Gewässern.
Nadelwald in Mischwald umbauen. Auch Laubbäume wie Birke und Weide dulden.
Fledermauskästen können in höhlenarmen Wäldern den Quartiermangel lindern. Sie sind auf Dauer kein Ersatz für natürliche Quartiere. Fledermauskästen müssen jährlich gewartet werden!
Vor knapp zwei Wochen meldet sich die UNB bei uns wegen einer Stockentenbrut am Beckenrand im Schwimmbad. Mit den Bademeistern wurde die Sitution besprochen und wir einigten uns darauf die Brut weiterlaufen zu lassen. Ich würde nach dem Schlupf der Kücken benachrichtigt.
Heute morgen meldete sich die Polizeistation Seligenstadt. Die Kücken seien eingesammelt, aber die Mutter ist nicht zu erwischen. Da wegen der Hitze der Schwimmbadbetrieb sehr rege war, wollten wir uns um 19:30 Uhr treffen um zu versuchen die Jungen mit der Mutter zu den Wasserburgteichen zu locken. Um 14 Uhr kam die Nachricht, die Mutter wäre im Gebäude eingeschlossen, aber könnte nicht gefangen werden.
Mit Keschern bewaffnet, ging es ins Schwimmbad. Die Mutter war dann doch zu erwischen und wurde bei ihren Jungen untergebracht.
Kücken und Mutter in Gewahrsam (C) Nicole Fuchs 11.07.2026
Mit dem Auto haben wir die Enten zum Wasserburgteich gebracht um sie dort auszusetzen.
Video: (C) Nicole Fuchs 11.07.2026
Wir hatten die Tür geöffnet und die Enten konnten den Transportbehälter wieder verlassen.
Geschafft! Alle im Wasser! (C) Nicole Fuchs 11.07.2026(C) Nicole Fuchs 11.07.2026In der Mitte des Teiches (C) Nicole Fuchs 11.07.2026Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) (C) Nicole Fuchs(C) Nicole Fuchs
Die letzten Tage steht das Telefon kaum still. Viele „Findlinge“ konnten wieder erfolgreich ihren Müttern zugeführt werden. Ein Katzenopfer (Pipistrellus) und ein auf dem Boden gefundenes Langohr-Jungtier werden im Moment etwas aufgepäppelt. Das Langohr soll am Wochenende wieder zurück nach Lichtenroth.
Der Daumen hat eine Länge von 5,27 mm. An den Füßen ist mit der Lupe keine Behaarung feststellbar. Weitere Untersuchungen morgen!
Trotzdem es in der letzten Zeit immer wieder mal regnete, litten unsere Obstbäume auf den beiden sandigen Streuobstwiesen in Zellhausen sehr. Heute morgen haben wir die über 60 Jungbäume auf beiden Flächen gewässert. Auf der Wiese im Giern fanden wir eine Grasnelken. Lauf Flora Incognita mit 98 % Genauigkeit die Wegerich-Grasnelke (Armeria arenaria). Wahrscheinlich eher Wegerich-Grasnelke (Armeria arenaria) wohl doch Armeria maritima? Sie ist wohl sehr selten und wir freuen uns über den neuen Fund! Nach dem Fund der Sandstrohblume wieder eine neue Pflanze auf der Wiese.
Wegerich-Grasnelke (Armeria arenaria) wohl doch Armeria maritimaBlick über die Streuobstwiese im GiernWegerich-Grasnelke (Armeria arenaria) wohl doch Armeria maritima
Bilder von einem Spaziergang um Hardheim. Viele Orchideen waren bereits verschwunden. Trotzdem war noch einiges zu entdecken. Vor allem waren Mücken-Händelwurz und Rotes Waldvöglein zu sehen. Die Landschaft war weniger bunt als im April und Mai.
Mit unseren Kindern haben wir heute auf den von uns angelegten Wiesen Pflanzen bestimmt und fotografiert. Die Kinder haben die Bestimmungsapp Flora incognita verwendet. Die meisten Aufnahmen sind von unseren Kindern.
Wir haben aus der Seite
die Anzahl an den jeweiligen Pflanzen fressenden Insekten verwendet.
Mit den Bildern wollen wir nächste Woche eine Collage erstellen.
Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum)
Besuchende Insekten:
ldbienen:
9 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Schmetterlinge:
2
Raupen:
19 (davon 8 spezialisiert)
Schwebfliegen:
6
Käfer:
1
Quelle: Natura-DB
Färberkamille (Cota tinctoria)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
72 (Nektar und/oder Pollen, davon 11 spezialisiert)
Schmetterlinge:
2
Raupen:
6 (davon 2 spezialisiert)
Schwebfliegen:
25
Käfer:
2
Quelle: Natura-DB
Gewöhnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
95 (Nektar und/oder Pollen, davon 10 spezialisiert)
Schmetterlinge:
38
Raupen:
18 (davon keine spezialisiert)
Schwebfliegen:
36
Käfer:
6
Quelle: Natura-DB
Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
39 (Nektar und/oder Pollen, davon 4 spezialisiert)
Schmetterlinge:
42
Raupen:
12 (davon 1 spezialisiert)
Käfer:
3
Quelle: Natura-DB
Gewöhnliche Pechnelke (Viscaria vulgaris)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
12 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Schmetterlinge:
3
Raupen:
12 (davon 7 spezialisiert)
Schwebfliegen:
1
Käfer:
2
Quelle: Natura-DB
Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
82 (Nektar und/oder Pollen, davon 13 spezialisiert)
Schmetterlinge:
12
Raupen:
39 (davon 5 spezialisiert)
Schwebfliegen:
16
Käfer:
3
Quelle: Natura-DB
Hohe Fingerkraut (Potentilla recta)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
42 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Raupen:
8 (davon 1 spezialisiert)
Schwebfliegen:
3
Käfer:
1
Quelle: Natura-DB
Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
67 (Nektar und/oder Pollen, davon 5 spezialisiert)
Schmetterlinge:
7
Raupen:
25 (davon 1 spezialisiert)
Schwebfliegen:
29
Käfer:
2
Quelle: Natura-DB
Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
13 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Schmetterlinge:
15
Raupen:
4 (davon 3 spezialisiert)
Schwebfliegen:
2
Käfer:
1
Quelle: Natura-DB
Kleine Habichtskraut (Hieracium pilosella)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
88 (Nektar und/oder Pollen, davon 17 spezialisiert)
Schmetterlinge:
8
Raupen:
26 (davon keine spezialisiert)
Schwebfliegen:
27
Käfer:
2
Quelle: Natura-DB
Kriechende Fingerkraut (Potentilla reptans)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
46 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Raupen:
11 (davon 3 spezialisiert)
Schwebfliegen:
3
Käfer:
1
Quelle: Natura-DB
Margerite (Leucanthemum ircutianum)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
79 (Nektar und/oder Pollen, davon 12 spezialisiert)
Schmetterlinge:
12
Raupen:
2 (davon keine spezialisiert)
Schwebfliegen:
17
Käfer:
2
Quelle: Natura-DB
Nordischer Ampfer (Rumex longifolius)
Besuchende Insekten:
Raupen:
74 (davon 3 spezialisiert)
Quelle: Natura-DB
Österreichische Ehrenpreis (Veronica austriaca)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
6 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Raupen:
8 (davon keine spezialisiert)
Schwebfliegen:
1
Käfer:
1
Quelle: Natura-DB
Rote Lichtnelke (Silene dioica)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
12 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Schmetterlinge:
6
Raupen:
15 (davon 7 spezialisiert)
Schwebfliegen:
1
Käfer:
2
Quelle: Natura-DB
Saat-Esparsette (Onobrychis viciifolia)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
69 (Nektar und/oder Pollen, davon 21 spezialisiert)
Schmetterlinge:
6
Raupen:
28 (davon 7 spezialisiert)
Käfer:
1
Quelle: Natura-DB
Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
93 (Nektar und/oder Pollen, davon 14 spezialisiert)
Schmetterlinge:
45
Raupen:
22 (davon 1 spezialisiert)
Schwebfliegen:
17
Käfer:
5
Quelle: Natura-DB
Spitzwegerich (lantago lanceolata)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
10 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Raupen:
85 (davon 5 spezialisiert)
Schwebfliegen:
2
Käfer:
1
Quelle: Natura-DB
Taubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
13 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Schmetterlinge:
22
Raupen:
27 (davon 12 spezialisiert)
Schwebfliegen:
1
Käfer:
2
Quelle: Natura-DB
Weiße Fetthenne (Sedum album)^
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
12 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Schmetterlinge:
7
Raupen:
11 (davon 1 spezialisiert)
Schwebfliegen:
1
Käfer:
1
Quelle: Natura-DB
Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
19 (Nektar und/oder Pollen, davon 5 spezialisiert)
Schmetterlinge:
39
Raupen:
7 (davon keine spezialisiert)
Schwebfliegen:
5
Käfer:
5
Quelle: Natura-DB
Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
59 (Nektar und/oder Pollen, davon 20 spezialisiert)
Schmetterlinge:
7
Raupen:
15 (davon 7 spezialisiert)
Käfer:
1
Quelle: Natura-DB
Wiesen-Glockenblume (Campanula patula)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
33 (Nektar und/oder Pollen, davon 12 spezialisiert)
Raupen:
15 (davon 2 spezialisiert)
Schwebfliegen:
3
Käfer:
1
Quelle: Natura-DB
Wiesenklee (Trifolium pratense)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
50 (Nektar und/oder Pollen, davon 20 spezialisiert)
Schmetterlinge:
23
Raupen:
23 (davon 2 spezialisiert)
Käfer:
7
Quelle: Natura-DB
Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
1 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Schmetterlinge:
6
Raupen:
82 (davon 23 spezialisiert)
Schwebfliegen:
5
Käfer:
3
Quelle: Natura-DB
Wiesensalbei (Salvia pratensis)
Besuchende Insekten:
Wildbienen:
48 (Nektar und/oder Pollen, davon 2 spezialisiert)
Auch in diesem Jahr haben wir wieder an einem der Unterführungen abgefangen wieviele Tiere diesen Tunnel nutzten.
Zaunaufbau am 10. Februar 2026
Die Wanderung begann 23. Februar und kam bereits am 28. Februar wieder zum Erliegen. Am 12. und 14. März wandernde Tiere, danach war die Hinwanderung abgeschlossen? Insgesamt haben wir 42 Tiere gezählt, 24 Männchen und 18 Weibchen. Es war kein gutes Ergebnis?
Im nächsten Jahr möchten wir gerne quer an der Hinwanderung abfangen und zählen wieviel dort den Weg in die Tunnel finden?
Bereits die zweite Fledermaus musste ich innerhalb der letzten 8 Tage einschläfern lassen. Die erste war am Fliegenfänger hängen geblieben und wurd wohl zu unvorsichtig vom Strip entfernt. Einer der Arme war gebrochen und die Finger der einen Hand waren ohne Haut. Die vermutete Schwangerschaft hatte sich nicht bestätigt. Gestern kam eine weitere Fledermaus zu mir. Mit ihr hatte eine Katze gespielt. Einer der Armknochen war gebrochen und die Haut schwer zerfetzt. Auch hier ragten die Knochen auf einer Seite ohne Haut aus der Hand.
Nichts zu machen Arm gebrochen und Finger skelletiert
Wir waren am Nachmittag in der Nähe von Hardheim unterwegs. Dominierend war die Spinnen-Ragwurz, die oft in größeren Mengen auftrat. Der Frauenschuh war noch ohne Blüten. Im letzen Jahr war er am 30. Mai bereits abgeblüht. Das Weiße Waldvöglein kam gerade erst auf. Viele Purpurknabenkräuter. Die waren letzes Jahr auch am 30. Mai weitgehend abgeblüht. Eine Hummel-Ragwurz war zu finden, die gerade erst aufging. Für diese Art waren wir zu früh. Es war dort offenbar die letzte Zeit sehr trocken. Der Dipdam stand auch in den Startlöchern. Erste Blütenknospen waren zu finden. Die Fliegen-Ragwurz war auch gut vertreten. Es war sehr windig. Viele Inseken waren daher nicht zu finden. Die Libellen Schmetterlingshaft flogen in größerer Zahl. Da es wolkenlos war, waren sie meist in der Luft.