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Gewässeraufnahme im Abtswald

Erst für den Bereich Mainhausen, dann für Seligenstadt und Hainburg werden wir versuchen die Klein- und Kleinstgewässer im Waldbereich der drei Kommunen zu erfassen. Begonnen haben wir am 26. Nov. 2017 mit dem Abtswald Richtung Stockstadt. Erfassungsgebiet war heute eine Teichanlage, sowie der anschließende etwas degenerierte Erlenbruchwald. Wohl aus forstwirtschaftlichen Gründen durchziehen Entwässerungsgräben den Waldbereich. Die Gemeinde Mainhausen hatte 2017 geplant diesen Waldbereich aus der Nutzung zu nehmen. Zusammen mit der HGON hatten wir dazu eine Stellungnahme geschrieben. Durch das Verschließen der Entwässerungsgräben könnte der Bruchwald funktionell verbessert werden. Die teilweise aufkommende Brombeere könnte vermutlich zurückgetränkt werde, Erwähnenswert ist ein noch aktiver Braunfrosch (vermutlich Springfrosch), der in einem Entwässerungskanal bei knapp 2°C saß.

Gewääseraufnahme Abtswald

Zu den in der Karte angegebenen Wegpunkte sind nachfolgend die entsprechenden Aufnahmen zugeordnet.

WP 317 Entwässerungsgraben

 

WP 317 Illegale Abfallbeseitigung
WP 318 Teichanlage
WP 319 Teichanlage
WP 320 Teichanlage
WP 320 marode Bewässerungsanlage
WP 321 Entwässerungsgraben
WP 322 Beginn des Erlenbruchwaldes
WP 323 Entwässerungsgräben
WP 324 Wasserfläche im Erlenbruchwald
WP 325 Wasserfläche im Erlenbruchwald
WP 326 Wasserfläche im Erlenbruchwald
WP 327 Wasserfläche im Erlenbruchwald
WP 328 wasserführender Graben im Erlenbruchwald
WP 328 Wasserfläche im Erlenbruchwald
WP 329 wasserführender Graben im Erlenbruchwald
WP 329 Wasserfläche im Erlenbruchwald
WP 330 Wasserfläche im Erlenbruchwald
WP 331 Wasserfläche im Erlenbruchwald
WP 332 Entwässerungsgraben Depot – Braunfrosch
WP 333 Wasserfläche im Erlenbruchwald
WP 333 Wasserfläche im Erlenbruchwald

Lurch des Jahres 2018 – der Grasfrosch

Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) hat den Grasfrosch (Rana temporaria) zum Lurch des Jahres 2018 ernannt.

Grasfroschweibchen © 2017DGHT/Kwet

Noch ist der Grasfrosch in Deutschland weit verbreitet und vielerorts häufig. Die ehemals als Allerweltsart eingestuften Frösche haben es inzwischen auf die Vorwarnliste der Roten Listen der meisten Bundesländer geschafft. In drei Bundesländern sind sie sogar inzwischen als „gefährdet“ eingestuft. Die Rote Liste Hessens 2010 schätzte damals bereits den Rückgang der Art kurzfristig als „mäßig“ und langfristig als „stark“ ein.

Grasfroschmännchen © 2017DGHT/Kwet

Den Namen hat der Grasfrosch von seinem bevorzugten Lebensraum den Gras- und Krautschichten von Wiesen und lichten Laub- und Mischwäldern.

Wanderndes Grasfroschpaar © 2017DGHT/Kwet

Im Frühjahr, ab Mitte Februar sind Grasfrösche bei den ersten Amphibien, die bei Regen und Temperaturen über 5°C zu ihren Laichgewässern wandern. Sie ziehen aus ihren Überwinterungsverstecken zu  Kleingewässern aller Art, ruhigen Bachabschnitte und Weihern. Werden Seen  nicht als Angelgewässer genutzt mit meist viel zu hohem Fischbesatz, so können sie auch diese als Kinderstube nutzen. Die Grasfrösche setzten im flachen Wasser Laichballen mit 700 – 4000 Eiern ab. Im Juni wandern die dann 10 – 15 mm großen Jungfrösche in die Sommerlebensräume ab. Sie fressen Insekten aller Art, Spinnen, Asseln, Tausendfüßer, Schnecken und Würmer. Bei vielen Tieren stehen sie auf der Speisekarte, zum Beispiel: Marder, Füchse, Igel, Wildschweine, Eulen, Greifvögel, Reiher und Störche. Fische und Molche schätzen ihre Eier und Kaulquappen. Die meisten Tiere dürften aber uns Menschen zum Opfer fallen: vergiftet in Wiesen und der Feldflur, oft auch in unseren Gärten, überfahren an unseren Straßen, Verfüllung kleiner Gewässer und feuchter Senken, Vergiftung und Fischbesatz ihrer Laichgewässer.

Grasfroschpaar im Laichgewässer © 2017DGHT/Kwet

Bei uns kommen sie in den Wiesen kaum noch vor. Ganze zwei Frösche fanden sich in den letzten 7 Jahren in den Fangeimern des Amphibienschutzzaunes zwischen Seligenstadt und Zellhausen. Besser ist die Situation in unseren Laub- und Laubmischwäldern. Sind Klein- und Kleinstgewässer im Wald vorhanden, so kommt auch der Grasfrosch vor. Vorrangiges Ziel der Arbeitsgemeinschaft Fledermaus- und Amphibienschutz (AGFA) für das Jahr 2018 ist die Kartierung, Zustandsbewertung,  Dokumentation und eine mit der Naturschutzbehörde und dem Forst abgestimmte Pflege der Gewässer im Waldbereich.

Gefleckter Grasfrosch © 2017 DGHT/Kwet

Informationen zum Grasfrosch bietet die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde auf ihrer Webseite an:

Vorkommen des Grasfrosches im Kreis Offenbach (Stand:  1991):

Ergebnisse Fledermauskontrollen 2017

Das diesjährige Fledermaus-Monitoring ist nun weitgehend abgeschlossen. Die Daten sind, soweit vorhanden, ausgewertet. Im Süden des Untersuchungsgebietes fehlt noch die Herbstkontrolle in der ehemaligen Sendefunkanage Zellhausen. Dies ist im Moment wegen dem aktuellen Holzeinschlag nicht möglich. Die zweite fehlende Fläche ist Hainstadt östlich der Bahn. Hier fehlt noch die Herbstkontrolle.

Verteilung der Kästen im Ostkreis – Karte: Open Streetmap

Bei der diesjährigen Frühjahrs- und Herbstkontrolle unserer 559 Kästen wurden in insgesamt 202 Kästen 643 Fledermäuse gefunden. Diese verteilen sich auf folgende Arten:

Art Anzahl Kästen Anzahl Tiere
Rauhaut 49 113
Breitflügel 1 4
Mückenfledermaus 5 7
Zwergfledermaus 11 15
Pipistrellus spp. 13 13
Braune Langohr 17 98
Fransenfledermaus 24 277
Mausohr 37 42
Abendsegler 35 45
Bechsteinfledermaus 10 29
  202 643

 

In der Regel hängn wir die Kästen in Fünfergruppen. Fledermäuse nutzen stets mehrere Baumhöhlen in einem Übersommerungsgebiet. Nach unseren Erfahrungen führt dies auch zu einer schnelleren Besiedelung.

Quartierwechsel der Fledermausarten

Bei unseren Kastenkontrollen vermerken wir den Hauptnutzer des Kastens. Kot bedeutet der Kasten wurde von einer Fledermaus genutz, es wurde aber keine bei den Kontrollen angetroffen. Eine Fledermaus im Kasten führt zur Kategorie Fledermäuse. Die Kategorie Raupen meint durch Raupen versponnene Kästen, die meist nicht mehr durch Fledermäuse genutz werden. Besonders trockene Jahre führen oft zu einer großen Zahl versponnener Kästen.

Belegungsart Anzahl
Hornisse 75
Siebenschläfer 30
Raupen 100
Kot 171
Fledermäuse 202

 

Unsere Fledermausberichte von 1985 bis heute stehen unter Fledermausberichte

Die aktuellen sind:

 

Bestandstrends für einzelne Arten im Bereich Seligenstadt und Mainhausen

 

Abendsegler Statistik
Bechsteinfledermaus Statistik
Braunes Langohr Statistik
Gro0es Mausohr Statistik
Pipistrellus Statistik

Fledermauskontrolle in Seligenstadt am 8. November 2017

In diesem Jahr haben wiretwas länger für unsere Kastenkontrollen benötigt. Mainhausen und Hainburg ist weitgehend abgeschlossen, Seligenstadt und Klein-Welzheim hoffen wir in dieser Woche abschließen zu können. Viele Fledermäuse haben sich bereits in die Winterquartiere zurückgezogen, nur noch zwei Paarungsquartiere der Fransenfledermaus und ein Großer Abendsegler fanden wir in den Kästen.

Fransenfledermäuse im Fledermauskasten
Unsere Bundesfreiwillige Sonja bei der Kastenkontrolle
Abendsegler im Fledermauskasten
Großer Abendsegler (Weibchen)
Großer Abendsegler
Fransenfledermäuse im Fledermauskasten
Miriam bei der Kastenkontrolle

Umweltpreis des Kreises Offenbach 2017 für unser Amphibienschutzprojekt an der Zellhäuser Straße

Zusammen mit der THW Jugend des Ortsverbandes Seligenstadt wurden unsere Helfer für unser Projekt Amphibienschutzzaun Zellhäuser Straße mit dem Umweltpreis des Kreises Offenbach ausgezeichnet. Wir gratulieren ihnen sehr herzlich! Der Umweltpreis wurde in diesem Jahr geteilt und geht an zwei Projektgruppen. Auf diesem Wege möchten wir allen Projektbeteiligten ganz herzlich für ihr Engagement danken!

Fledermauskontrolle Hainburg am 23.10.2017

Ca. 50 % unserer Kästen haben wir nun kontrolliert. Nur in einer Waldabteilung fanden wir noch Fledermäuse vor. Dort fanden wir Braune Langohren, Fransenfledermäuse, einigen Abendseglern und einem Mausohr. Die Fledermäuse dürften auf dem Weg in ihre Winterquartiere sein.

7 Braune Langohren im Flachkasten
11 Fransenfledermäuse
8 Fransenfledermäuse
Abendsegler
Abendsegler
Großes Mausohr
2 Abendsegler unterhalb des Großen Mausohres

Fledermausführung am nächsten Dienstag

Das Jahr neigt sich schon langsam dem Ende zu und wir wollen noch einmal in diesem Jahr zu einer Fledermausführung einladen! Am nächsten Dienstag, den 17. Oktober 2017, laden wir ganz herzlich zur wahrscheinlich letzten Fledermauswanderung in diesem Jahr in den Seligenstädter Stadtwald ein. Treffpunkt ist um 17:00 Uhr der Parkplatz Lange Schneise (nahe der Autobahnabfahrt Seligenstadt – nach der Abfahrt Richtung Dudenhofen, die erste Schneise rechts). Der Herbst ist die Paarungszeit der Fledermäuse und mit etwas Glück sind Rauhautfledermäuse, Mausohren und Abendsegler zu sehen.  Die Veranstaltung wird rund 2 1/2 Stunden dauern und ist auch für Kinder geeignet.

Paarungsquartier Großes Mausohr

Fledermauskontrolle Mainhausen am 26. September 2017

Wir haben begonnen die Herbstkontrolle im Bereich Mainhausen durchzuführen. In diesem Jahr waren erstaunlich viele Fledermäuse in den Kästen.

Einen neuen Nachweis einer Bechsteinwochenstube im Bereich Waldarbeiterhütte Zellhausen. Je ein einzelnes Bechsteinmännchen im Bereich Benzbruch und beim Fledermausbunker. Rauhaut- und Mückenfledermäuse. Drei Paarungsquartiere des Großen Mausohrs und zwei Wochenstuben des Braunen Langohrs.