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Arbeitsgemeinschaft Fledermaus- und Amphibienschutz Seligenstadt und Mainhausen (AGFA) stellt Ergebnisse des Fledermaus-Monitorings im Ostkreis Offenbach vor

Sie fliegen mit den Händen und sehen mit den Ohren, sie können über 30 Jahre alt werden und haben in der Regel  nur ein Junges im Jahr. Die Entstehungsgeschichte der Fledermäuse liegt noch weitgehend im Dunkeln. Die ältesten Fossilien sind ca. 52 Millionen Jahre alt. Seit 33 Jahren werden die Fledermausbestände in Seligenstadt und Mainhausen erfasst. Seit 2016 auch in Hainburg. Die Arbeitsgemeinschaft Fledermaus- und Amphibienschutz Seligenstadt und Mainhausen (AGFA) hat jetzt ihre Monitoring-Ergebnisse für das Jahr 2018 veröffentlicht (unter: Fledermauskontrolle_Ostkreis_Offenbach_2018).

Die AGFA kontrolliert rund 600 Fledermauskästen zweimal im Jahr. In den 121 Probeflächen (72 im Bereich Seligenstadt und Mainhausen, 60 im Bereich Hainburg) wird erfasst, welche Arten die Kästen aufsuchen.  Von den 121 Probeflächen wurden 92 (76%) in diesem Jahr von Fledermäusen genutzt (49 in Seligenstadt, 43 in Hainburg).  In diesem Jahr wurden 8 Fledermausarten vorgefunden. Insgesamt waren es 82 Nachweise über 309 Tiere.  Zusätzlich wurden noch in 86 Kästen Fledermauskot gefunden, die die Kastenbelegung im aktuellen Jahr durch Fledermäuse belegten. Häufigste Fledermaus in diesem Jahr war die Fransenfledermaus mit 21 Nachweisen über 262 Tiere. Als zweithäufigste Gruppe wurden Pipistrellus Arten gefunden (Zwerg-, Mücken- und Rauhautfledermäuse) mit 32 Nachweisen über 78 Tiere. Bei den Braunen Langohren gab es 11 Nachweise über 58 Tiere. Vom Großen Mausohr, unsere größte Fledermaus, wurden fasst nur Männchen gefunden. Diese verbringen den Sommer einzeln in den Kästen (19 Nachweise über 21 Tiere). Je 1 Nachweis gab es von der Bechsteinfledermaus (4 Tiere) und dem Großen Abendsegler (2 Tiere). Neben den Fledermäusen werden die Kästen auch von Siebenschläfern (15 Nachweise über 19 Tiere) und von Hornissen (77 Nachweise) belegt. Arten die nicht weit wandern, nehmen im Bestand leicht zu, Abendsegler die früher nicht selten bei uns vorgefunden wurden, scheinen im Bestand stark zurück zu gehen.

Fledermauskontrolle in Hainstadt

Am 16. September 2018 waren wir von 15 bis 17:45 Uhr unterwegs. In zwei Gruppen hatten wir 82 Kästen kontrolliert. In 7 Kästen fanden wir Fledermäuse:

  • 14 Pipistrellus
  • 48 Fransen
  • 41 Kästen mit Fledermaus-Kot

Fehlbelegt waren:

  • 11 Kästen mit Hornissen
  • 1 Kasten mit Wespen

3 Kästen fehlten (Holzeinschlag).

Verteilung der angtroffenen Arten 2018 in Hainstadt:

Fledermauskontrollen Frühjahr / Herbst 2018

Streuobstwiesenpflege

Endlich konnten wir den alten neuen Heu-Ladewagen in Betrieb nehmen. Unsere NABU Gruppe Hainburg betreut mehrere Streuobstwiesen, die wir nun in der Pflege umstellen können. Angefangen haben wir mit zwei Naturschutzgebieten, deren Pflege nun umweltverträglicher durchgeführt werden konnte. Statt Mulchmäher kam ein Balkenmäher zum Einsatz, die Flächen wurden geschwadet und das Mähgut mit dem Ladewagen aufgenommen.

Heuernte mit dem Ladewagen

Was noch fehlt ist eine sinnvolle Verwendung des Heu’s. Gerne können Sie bei uns anfragen, wenn Sie dafür Verwendung haben! In diesem Jahr mussten wir das Heu über Deponien entsorgen.

geräumte Struobstwiese

 

Nachweise von Fledermäusen bei den Kastenkontrollen 2016 bis 2018

Jeder Fledermaus auf der Karte ist eine unbesetzte Probefläche. Jeder farbige Punkt der Nachweis mindestens einer Fledermaus in der Probefläche für den Zeitraum 2016 bis 2018:

Fledermausnachweise in den Probeflächen Seligenstadt/Mainhausen 2016 bis 2018

In 2018 haben wir die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Die Daten sind noch nicht komplett! Pro Probefläche wird nur eine Art angezeigt. Im Allgemeinen kommen mehr als eine Art in einer Probefläche vor.

Nachweise der Fledermäuse 2018:

Nachweise 2018 noch unvollständig

Nachweise der Fledermäuse 2017:

Nachweise 2017

Nachweise der Fledermäuse 2016:

Nachweise 2016

Einsatz mit der THW Jugend im Fledermausbunker

Am Samstag, den 8.9.2018 haben wir das Einbringen einer Sandschicht in den Fledermausbunker durchgeführt. Die erste Fuhre holten wir mit dem Traktoranhänger vom örtlichen Baustoffhändler. Leider machte der Betrieb vorzeitig zu, so dass wir den Sand von einem anderen Ort holen mussten. Nach vier Stunden Arbeit hatten wir eine genügend dicke Sandschicht eingebracht. Insgesamt ca. 3 bis 4 cbm.

Der Bunker in der Nachbarschaft ist wieder geöffnet
Den Bunkerboden bedeckt nun eine in etwa gleichdicke Sandschicht
Mit dem Traktor transpotierten wir den Sand zum Bunker
Bunkereingang

Fledermauskontrolle am 6. September 2018

Heute haben wir im Stadtwald südlich der Dudenhöfer Straße die restlichen Kästen kontrolliert. Wir fdanden eine Rauhaut, 5 Mückenfledermäuse, 2 Fransenfledermäuse und 2 Braune Langohren.

Stand der Kontrollen
© OpenStreetMap contributors
Braunes Langohr
Braunes Langohr
Mückenfledermaus
Mückenfledermaus
Mückenfledermaus
Mückenfledermaus
Mückenfledermaus
Mückenfledermaus
Mückenfledermaus
Mückenfledermaus
Mückenfledermaus

Mäharbeiten am Bienenragwurz-Standort Bong’sche Kiesgrube abgeschlossen

In diesem Jahr haben wir nur einen Teil der Fläche mit dem Mähbalken gemäht. Einen großen Teil mit Strauchaufwuchs, insbesondere Brombeere haben wir gemulcht. Ein Teil der Fläche war bereits gemulcht. Der Nährstoffabtrag aus dieser Fläche war sehr schwierig. Es war nur rudimentär gelungen.

Apfelbaum

Die Äpfel sollen noch wegen dem Nährstoffeintrag gesammelt und entfernt werden.

Bienenragwurz-Standort

Nach dem Mähen und Mulchen wurde die gesamte Fläche geschwadet. Nach der Fertigstellung unseres Ladewagens, haben wir das Heu aufgenommen und abgefahren.

Bienenragwurz-Standort

Der Abtrag auf den gemulchten Flächen war eher gering.

Bienenragwurz-Standort