Archiv der Kategorie: Aktionen

Projektarbeit der AGFA

Projektwoche Käthe-Paulus-Schule Zellhausen vom 19. bis 23. Juni 2017

Projekt:  „Der Natur auf der Spur“

Angemeldet zum Projekt sind 11 Kinder. Die Veranstaltungen liegen in der Regel am Vormittag, Mittwochs ist eine Fledermausexkursion am Fledermauslehrpfad vorgesehen. Betreut werden die Kinder von insgesamt 6 Personen, die sich die Tage untereinander aufteilen. Die Gruppe besteht aus 8 Mädchen und 3 Jungs.

19. Juni 2017 – Am Vormittag:  Fledermausexkursion

Wir trafen uns um 8:00 Uhr auf dem Schulhof der Käthe-Paulus-Schule. An diesem Morgen waren wir zu viert. Vorbei am Königsee steuerten wir die erste Gruppe von Fledermauskästen im Wald an. Dort begrüßten wir die Kinder und führten ein erstes kurzes Kennenlernen durch.

 

Bereits im ersten Kasten fanden wir eine Fledermaus vor. Wir bestimmten sie per augenschein als Bartfledermaus, ohne sie größer zu untersuchen:

Alle Kästen wiesen einen hohen Besatz an Raupen auf. Viele Kästen waren mit Moos gefüllt. Blaumeisen nutzen diese Kästen zur Übernachtung und gelegentlich zur Brut. Insgesamt konnten wir 8 taube Eier in den Kästen finden.

 

In einem war bei der Durchsicht der Embrio zu sehen.

Nur in sehr wenigen Kästen waren auch Nester des Trauerschnäppers. Das einzige Hornissennest war fast nur mit toten Tieren gefüllt. Ein einzelnes Tier baute noch am Nest. So wenige Nester sind für diesen Waldbereich absolut ungewöhnlich. Es scheint ein schlechtes Jahr für die Hornissen zu sein?

Wespennester konnten wir einige feststellen. In einem fälschlich als abgestorben angesehen Nest waren noch Puppen zu finden.

War etwas interessantes zu sehen, konnten die Kinder selbst zu den Kästen hinaufsteigen.

Wir fanden noch zwei weitere Fledermausmännchen in den Kästen. Die kleine Rauhaut war sehr fit und biss sofort in den Finger. Nach 2 1/2 Stunden legten wir eine Rast ein, damit die Kinder ihr Frühstück verzehren konnten.

 

Wir waren inzwischen derart verschwitzt, dass ein Landkärtchen sich einfand und den salzigen Schweiß von unserer Haut leckte.

 

Beim erreichen des Ufers des Königsees hielten wir innen und beobachteten eine Kanadagans, die Junge führte. Nach gut drei Stunden erreichten wir wieder die Schule. Wir fanden uns im Klassenzimmer ein, um das weitere Programm für die geplante Woche zu besprechen.

20. Juni 2017 – Am Vormittag:   Tümpelexkursion

Pünktlich morgens um 8:00 Uhr trafen wir uns auf dem Schulhof der Schule. Heute waren wir zu dritt und die Temperaturen sollten sehr hoch gehen. Es hatte wieder lage nicht geregnet und die Tümpel hatten kaum noch Wasser.

Von der Schule fuhren wir, den Ortsrand von Zellhausen entlang, in den Stadtwald Seligenstadt. Es war heiß und wir ließen uns Zeit. Am vorgesehenen Tümpel angekommen, fanden wir nur noch Restwasserflächen vor. Die Wassertiefe war selten über 10 cm.

Wir zogen unsere Gummistiefel an und suchten im stark verkrautetem Gewässer nach Insekten und Amphibien.

Wir fanden die Larvenstadien von Springfröschen, sowie von Berg- und Teichmolchen.

 

Von den Wasserskorpionen fanden wir mehrere Exemplare.

Käfer und andere Wanzen waren auch nicht selten.

Nach ca. 1 1/2 Stunden waren wir ziemlich verschlammt. Um uns zu reinigen fuhren wir weiter zu einem künstlichen Fließgewässer am Keltergraben. Dort war der Boden allerdings auch recht schlammig, so dass wir zur „Quelle“ weiterfuhren. Nach der Reinigung suchten wir am Ende des Weges ein weiteren Tümpel auf. Dort fingen wir einige Molche, die wir nach der Begutachtung wieder frei ließen.

Berg- und Teichmolche hielten sich im Gleichgewicht.

Um die orange Färbung besser zu sehen, drehten wir ein Tier auf den Rücken.

Das Bergmolchmännchen zeigte an der Seite den blauen Streifen. Der Kamm ist außerhalb des Wassers schlecht zu erkennen.

Auch beim Teichmolchmännchen ist der Kamm außerhalb des Wassers nicht sichtbar.

 

 

 

 

 

Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause.

21. Juni 2017

Am Vormittag:   Exkursion in die Sendefunkanlage Zellhausen

Am Morgen um 8:00 Uhr fuhren wir quer durch Zellhausen zu einer vom BUND erworbenen Wiese um dort die Blumen und Insekten zu untersuchen. Bereits auf dem Weg dorthin, beobachteten wir 8 Weisstörche, die auf einer abgemähten Wiese nach Insekten suchten. Auch Rotmilane waren dort auf Futtersuche. Am Ende waren wir dann noch in der Seldefunkanlage Zellhausen auf dem ehemaligen Antennenstandort. Der Sandboden dort beherbert manche seltene Pflanzen und Tierart. Am Rand des Areals suchten wir in den Tümpelresten nach Tieren. Vor allem junge Springfrösch hüpften über die Schlammfläche.

Am Abend:   Fledermausexkursion „Glühwürmchen und Fledermaus“

Am Abend, um 21:00 Uhr trafen wir uns zur Abendexkursion. Es war sehr warm und es ist die Zeit der Glühwürmchen. Wir gingen den Fledermauslehrpfad entlang und erfuhren etwas aus dem Leben der Fledermäuse. Wir hatten ab 22:00 Uhr den Fledermausdetektor laufen und zeichneten die Rufe der Fledermäuse auf.

Mit den aufgezeichneten Daten konnten wir die Fledermausaktivitäten ziemlich genau darstellen. Insgesamt hatten wir 5 verschiedene Fledermausarten vorgefunden.

Die Daten von den häufigsten Arten werden kurz dargestellt.

Zwergfledermaus:

Wasserfledermaus:

Mückenfledermaus:

Kleiner Abendsegler:

22. Juni 2017 –  Am Vormittag:   Basteln von Fledermauskästen

Am heutigen Donnerstag haben wir unsere Fledermauskästen zusammengebaut. Die Bausätze, die wir über den BUND Shop bezogen hatten, waren bereits vorgebohrt und wurden von den Kindern zusammen geschraubt. Knapp zwei Stunden hatten sie benötigt. Da noch Zeit war, haben wir einen kurzen Ausflug zum Ufer des Königsees gemacht, wo wir Libellen, Fische und Vögel beobachteten.

23. Juni 2017

Am Vormittag: Vorbereitung Präsentation

Heute hatten wir erst um 10:00 Uhr angefangen. Statt die Präsentation vorzubereiten, haben wir noch einen Ausflug zur Bong’schen Kiesgrube gemacht.

Auf dem Weg dorthin lag eine Ringelnatter auf dem Weg. Leider konnte ein Teil der Gruppe diese nicht sehen, da die Vorausfahrenden wenig Rücksicht auf die langsameren Fahradfahrer nahmen. Am Bong beobachteten wir die brütenden Kormorane auf der Insel. Im Durchgang zur großen Grube sahen wir Graugänse. Leider war die Zeit für die Vorbereitung zur Präsentation dann viel zu knapp. Die Qualität dürfte gelitten haben.

Ungewöhnliche Kröte im Seligenstädter Stadtwald

Bei unserer gestrigen Fledermausexkursion (04. Mai 2017) mit dem „Netzwerk Selbstständiger Frauen“ entdeckten wir nach 3-stündiger Exkursion eine kleine Kröte kurz bevor wir wieder den Parkplatz an der Langen Schneise erreichten.

Foto Dr. Denise Klasser

Fast wären wir daran vorbeigelaufen, aber die Neugier siegte und wir hoben sie auf. Keiner von uns hatte bisher soch eine Kröte in unserem Bereich gesehen.

Foto Dr. Denise Klasser

Wir machten Fotos und beschlossen diese am nächsten Morgen auszutauschen. Für die feuchten Gesellen sensibilisiert, entdeckten wir noch Grasfrosch und Bergmolch am Wegesrand.

Foto Dr. Denise Klasser

 

Arbeitseinsatz Sendefunkanlage

Heuimpfung im Juli 2016 in der Sendefunkanlage Zellhausen

Im Rahmen des Rückbaues der Betriebsstätten der Telekom in der Sendefunkanlage Mainhausen wurden die Betriebsgebäude abgerissen und die Flächen mit Sand aufgefüllt. Um die Renaturierung zu beschleunigen wurde beschlossen, einen Teil der Sandmagerrasen vor der Sendefunkanlage zu mähen und das Mähgut auf den sanierten Flächen aufzubringen.

Mit 13 Aktiven haben wir im Juli 2016 im Auftrag der Telekom die Heuimpfung den Flächen vorgenommen. Der NABU Hainburg hat uns personell und mit Gerät ausgeholfen.

Der Vorsitzende des NABU Hainburg beim Mähen einer der Sandmagerrasenflächen.

Gemäht wurden ausgewählte Flächen, die das gewünschte Saatgut aufwiesen.

Um die Aufnahme durch den Ladewagen zu vereinfachen, wurde das Heu in einer Reihe zusammen gerecht.

Unerwünschte Pflanzenbestandteile wurden aussortiert. Z.B. die spät blühende Traubenkirsche.

Landwirt Alexander Wurbs hat das Mähgut mit dem Lagewagen aufgenommen.

Beim Mähen waren eine Menge Eidechsen, Blauflügelige Ödlandschrecken und Blauflügelige Sandschrecken aufgescheucht. In großen Schwärmen wichen sie uns aus.

Nach der Mahd mit hochgeklapptem Mähbalken.

Auf den Zielflächen wurde das Heu aufgebracht.

… und von uns verteilt.

Von den Heuhaufen musste das Mähgut auf der Fläche verteilt werden.

Am Ende waren wir ganz froh, dass die Arbeit erledigt war!

Ein kleiner Teil der Fläche wurde nicht beimpft, um zu kontrollieren, was die Maßnahme gebracht hat.