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Pflege der Ausgleichsfläche in Mainflingen muss fortgesetzt werden

Nach dem Mulchen der Fläche hat sich das Schilf etwas regeneriert. Auch die Brombeere kommt wieder. Zusammen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt wollen wir über eine Fortsetzung der Pflege sprechen. Ein Problem ist das Angeln im Uferbereich der Ausgleichsfläche. Hier muss etwas geschehen! Es gibt genug Plätze zum Angeln. Muss es immer dort sein, wo man am meisten stört?

(C) Dr. U. Stöhrer
(C) Dr. U. Stöhrer
Noch sind die Brombeeren gut zu beseitigen – (C) Dr. U. Stöhrer
Vereinzelt kommt das Schilf wieder – (C) Dr. U. Stöhrer
(C) Dr. U. Stöhrer
Die Teiche auf der Fläche haben gut Wasser! Nur der letzte wird durch die Dränage der Gemeinde beeinträchtigt. – (C) Dr. U. Stöhrer
Mit dem Freischneider die Brombeere selektiv entfernen? – (C) Dr. U. Stöhrer
Zwischen den Brombeeren kommt auch Schilf – (C) Dr. U. Stöhrer

Feldlerchenkartierung am 5.5.2019 in Dudenhofen

Von 9:30 bis 12:00 Uhr. Die Strecke wurde etwas verkürzt, da ab 11:15 Uhr das Wetter schlechter wurde und die Vögel nicht mehr sangen. Das Wetter war windig, trocken und kalt (11°C). Das Ergebnis entsprach in etwa dem von Ende März. Zwei Beobachtungen vermutlich einer männlichen Kornweihe, die Nahrungssuchend den weiteren Bereich absuchte. Am Waldrand ein Rotmilan, ebenfalls auf Nahrungssuche.

Feldlerchenreviere im Dudenhöfer Feld
Leinenpflicht? Fehlanzeige! Waldi sucht die Lerchen

Ackerrandstreifen? Der Weg wird wohl in absehbarer Zeit auch zum Acker?
Hier ist für die Feldlerche noch Platz!
Was unterscheidet diese Äcker von den anderen? Auf den Getreideäcker kann die Feldlerche noch brüten!
Auch hier ist sie noch überall present!
Auch hier kam sie vor!

In den Traktorspuren hat die Feldlerche noch etwas Raum. Bei uns in Seligenstadt wurde diese Tage noch gedüngt. Natürlich auch den Traktorspuren. Das scheinen die Feldlerchennester nicht zu überleben?

Amphibienwanderung am 1. Mai

In diesem Jahr ist die Situation für unsere Amphibien sehr schwierig. Viel Laich ist vertrocknet. Das einzige dauerhaft wasserführende Fließgewässer im Stadtwald ist fast amphibienfrei. Zudem fanden umfangreiche Pflegemaßnahmen statt, die fast alle größeren Gewässer im Stadtwald Seligenstadt betrafen. Wir hätten uns gewünscht diese Pflegemaßnahmen über mehrere Jahre zu verteilen. Wir treffen uns wie geplant um 10 Uhr am Beginn des Fledermauslehrpfades. Auf eine öffentliche Einladung haben wir aufgrund der schwierigen Situation verzichtet.

Waldtümpel blaue Kreise

Feldlerchenerfassung am 1.4.2019 in Klein Welsheim

Bei der heutigen Feldlerchenerfassung in Klein Welsheim zwischen 9:00 und 10:45 Uhr wurden 7 bis 8 Reviere gefunden. Das Wetter war sonnig bei 7°C. Von 21 Hunden waren 3 angeleint. Brut- und Setzzeit ist in diesem Gebiet offenbar kein Thema? Eine Hundebesitzerin durchquerte mit ihrem Hund die Wiese des NSG Affelderschen. Wieviel Orchideen sie wohl dabei zertrampelt hat? Der Hund war auch nicht angeleint!

Feldlerchenerfassung am 31.3.2019 in Dudenhofen

Die um einen Tag vorgezogene Feldlerchenerfassung im Dudenhöfer Feld fand zwischen 16:30 Uhr und 18:30 Uhr statt. Anfangs war es sonnig, aber etwas windig. Gegen Ende zog es sich etwas zu. Erfasst wurde mit Klangattrappe (Smartphon). Im Feldbereich waren 16 bis 17 singende Männchen feststellbar.

Aus dem Wald waren Grau- und Schwarzspecht zu hören, ein Rotmilan flog hoch über das Gebiet.

Stand des Wendehals und Gartenrotschwanz-Monitorings

Der NABU Hainburg und die Arbeitsgemeinschaft Fledermaus- und Amphibienschutz beteiligen sich am Nistkasten-Programm für Wendehals- und Gartenrotschwanz des Forstamtes Langen. Im Vogelschutzgebiet „Sandkiefernwälder der östlichen Untermainebene“ wurden Kästen für zwei besonders bedrohte Vogelarten installiert. Zwei der Flächen liegen im Ostkreis Offenbach. Im Bereich der Lehmgrube Hainburg fördert man den Gartenrotschwanz und den Wendehals. Der Waldbereich wurde und wird weiter für diese Vogelarten optimiert. In der Sendefunkanlage Zellhausen wird der Wendehals durch zusätzliche Nisthilfen unterstützt. Dieses Gebiet ist für diese kleine Spechtart besonders gut geeignet. Die lichten Wälder mit den angrenzenden Offenlandbereichen bieten ihm  im Moment noch einen geeigneten Lebensraum. In den letzten Jahren hatte der Wendehals dort bereits erfolgreich gebrütet. Ziel der Maßnahme ist beide Vogelarten bei uns im Bestand zu erhalten und deren Lebensraum möglichst zu verbessern.

Wendehals und Gartenrotschwanz sind Höhlenbrüter, die auf vorhandene Höhlen angewiesen sind. Unsere Wendehälse überwintern südlich der Sahara und kommen ab Anfang März aus ihren Überwinterungsgebieten zurück. In der Regel legen sie zwischen 6 und 10 Eier. Beide Elterntiere beteiligen sich an der Brut und Aufzucht der Jungen. Die Brut und Nestlingsdauer  ist nach ungefähr einem Monat beendet. Er ernährt sich überwiegend von Ameisen. Die Rote Liste der Vögel Hessens (Stand Mai 2014) führt den Wendehals als vom Aussterben bedroht. Ab Mitte August zieht er wieder in die Überwinterungsgebiete.

Der Gartenrotschwanz überwintert wie der Wendehals südlich der Sahara. Er trifft Ende März im Brutgebiet ein. Als Lebensraum bevorzugt er  lichte Altholzbestände, Auwälder, Hecken mit Überhälter, Feldgehölze, Streuobstwiesen, Parks, Klein- und Obstgärten. Ernähren tut er sich von Insekten und Spinnen. Neben Baumhöhlen nutzt er auch Halbhöhlen, brütet gelegentlich frei in Bäumen oder kann in trockenen Wäldern auch auf dem Boden brüten. Er legt meist 6 bis 7 Eier. Nach etwa einem Monat werden die Jungen flügge.  Die Rote Liste der Vögel Hessens (Stand Mai 2014) führt den Gartenrotschwanz als stark gefährdete Vogelart.  Anfang August zieht er in die Überwintergebiete.

Neben den visuellen Kontrollen nach der Brutzeit wird man beide Arten in den drei Maidekaden akustisch verhören. Nach der Brutsaison werden die Wendehalskästen verschlossen um eine Fehlbelegung zu minimieren. Anfang April werden sie dann jedes Jahr wieder geöffnet. Die Ergebnisse und Bruterfolge der Vögel werden dokumentiert und findet Eingang in die Naturschutzdatenbank des Landes Hessen (NATUREG).

Zustand der Arten 2014

Zustand der Arten (Grundlage Rote Liste 2014)

Auszug aus Vogel und Umwelt 21 (2014): Vollständiger Bericht

Konzept für die Ausgleichsfläche des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Mainflingen

Beim heutigen Treffen mit der Unteren Naturschutzbehörde wollen wir üner die weiteren Pflegevorschläge für die Ausgleichsmaßnahme reden. Die Fläche liegt direkt am Mainufer und ist benahbart zum NSG Mainufer von Mainhausen.

Die Grundwasserströme, die zum Main in östlicher Richtung verlaufen, kommen auf der Ausgleichsfläche zu Tage. Im Moment sind viele Wasserstellen vorhanden, die u.a. auch für Pionierarten wie die Kreuzkröte geeignet wären.

Die Tümpel auf der Fläche sind im Moment gut gefüllt. Unser Wunsch wäre, die Fläche unter anderem für den Kammmolch zu optimieren. Der Kammmolch wurde in der Nähe in einer Abbaugrube nachgewiesen. Durch zusätzliche Versteckplätze im Umfeld und Strukturen in den Teichen könnte eine Ansiedlung erfolgreich sein, sofer er nicht bereits da ist.

Im vorderen Bereich, an der Natostraße ist eine Blühfläche geplant. In der nächsten Zeit wird aber wohl auch die kontinuierliche Mahd der Brombeere notwendig sein. Die Wurzeln sind noch in der Erde und das A>usmagern könnte eine zeitlang dauern.

Die vorhandene Schilffläche hat nun Raum sich wieder vermehrt auszubreiten. Für den nächsten Winter sollte eine Teilmahd angedacht werden. Da viele Insekten in den Schilfhalmen überwintern, muss das Mähgut auf der Fläche verbleiben. Es könnte als Versteckplätze für Molche und als Bruthügel für Ringelnattern genutzt werden.