Klein-Welzheim

Klein-Welzheim ist ein am Main gelegener Stadtteil von Seligenstadt. Die Mainwiesen sind in den letzten Jahren deutlich bunter geworden. Vermutlich kommt dies den Amphibien zugute. Im Westen mündet der Schleifbach in den Main. Das Klärwerk entwässert kurz vor der Mündung in den Main. Der Bach hat bis zur Straße ein Steinkortsett. Nach der Straße fließt er naturnah aus dem Wasserburgbereich. Kinder nutzen ihn im unteren Wiesenbereich zum Spielen.

In den Wasserburgteichen wurde die Europäische Sumpfschildkröte nachgewiesen. Der ganze Bereich ist sehr nass und vermutlich ein guter Amphibienlebensbereich? Eine Untersuchung gab es bisher nicht.

Weiter im Süden an der Straße von Seligenstadt wurde über wenige Jahre ein Amphibienzaun für dort wandernde Erdkröten gestellt. Die Population brach von heute auf morgen plötzlich zusammen. Ursache war vermutlich eine Gänsezucht an den Glabsweihern?

Auszug aus der NABU Amphibienschutzdatenbank

Schutzzaun Nr. 771

Zwischen Umgehungsstraße Seligenstadt und Ortseingang Zellhausen
Betrieb: 2011 -2022
Länge: 950 m
Material: Schwegler
Fangeimer: 60 Stück
Schutz der Hin- und Rückwanderung
Arbeitsgemeinschaft Fledermaus- und Amphibienschutz Seligenstadt und Mainhausen

Das NSG Affelderchen und Rettichbruch
NSG Affelderchen und Rettichbruch

Das NSG wurde 1983 unter Schutz gestellt und umfasst etwa 51 Hektar Feuchtwiesen, Erlenbruchwald und ehemalige Main-Altarme. Seit 2021 ist der Biber im NSG. Seitdem hat sich das Gebiet sehr positiv für viele Arten entwickelt. Im Osten sind die Wiesen im Frühjahr vom Breitblättrigen Knabenkraut geprägt. Im Frühjahr war auf dem entstandenen Gewässer der Zwergtaucher und die Löffelente zu beobachten. Auch der Ruf der Wasserralle war zu vernehmen. Auch der Feldschwirl war in den vergangenen Jahren dort immer wieder zu hören. Die feuchten Waldbereiche dürften Lebensraum für die Nymphenfledermaus bieten. Untersuchungen zu den Fledermäuse liegen in diesem NSG aber noch nicht vor. An Amphibien sind:

  • Grasfrosch
  • Springfrosch
  • Erdkröte
  • Teichfrosch
  • Teichmolch
  • Bergmolch

Zu erwarten wären auch Kammmolch und Kreuzkröte. Hinweise auf Laubfrösche liegen keine vor.

Südlich des NSG’s zieht sich der Schleifbach Richtung Königsee, der com Wasserburgbereich bis in den Bensbruch von Mainhausen zieht. Es wechselt irgendwann den Namen zu Mühlbach. An der Straße zwischen Seligenstadt und Zellhausen wurde ab 2011 ein 500 m langer Amphibienschutzzaun beidseitig gestellt. Im an die Gemarkungsgrenze anschließenden Königsee laichen Erdkröten in massen. Springfroch und Bergmolch wuren bei den Zaunkontrollen selten beobachtet. Dafür dürfte der Überbesatz an Fischen im Königsee verantwortlich sein?

AgFA