Kreisamphibienkartierung 1991

Artenliste nach Leichplatzanzahl

Grasfrosch255
Springfrosch181
Bergmolch177
Teichfrosch166
Teichmolch148
Erdkröte112
Feuersalamander57
Moorfrosch42
Kleiner Wasserfrosch34
Kreuzkröte 25
Laubfrosch21
Seefrosch19
Knoblauchkröte7
Gelbbauchunke5
Kammmolch5
Wechselkröte0

Gras-, Spring- und Wasserfrosch, sowie Berg- und Teichmolch kamen 1991 fast flächendeckend vor. Auch die Erdkröte ist flächendeckend vorhanden, wegen dem Massenzug und den damlas notwendigen Amphibenzaunprojekte in der nachfolgenden Karte auf 1/16 Messtischblatt gerastert:

Der Feuersalamander war 1991 auf den Westkreis beschränkt. Da er aber auch im Stadtwald von Frankfurt vorkommt, müsste er auch in der Neu Isenburger Ecke vorgekommen sein? Warum er den Ostkreis meidet ist von den vorahenden Leichgewässern nicht nachvollziehbar?

Der Moorfrosch war 1991 noch relativ häufig. Neben dem Klimawandel dürfte die Verschlechterung der Laichgewässer für den Niedergang verantwortlich sein. Heut ist der Moorfrosch vermutlich vollständig aus unserer Region verschwunden?

Der aktuelle Status des Kl. Wasserfrosches ist unklar. Vermutlich kommt er noch in vielen der damaligen Leichgewässer vor?

Die Kreuzkröte kommt kreisweit vor. Mit 25 Leichgewässer 1991 wohl aber deutlich unter dem tatsächlichen Bestand? Die Kreuzkröte benötigt Pioniergewässer, die arm an Vegetation und sich schnell erwärmen. Der Rückgang der Abbaubetriebe setz der Kreuzkröte vermutlich zusätzlich zu? In Seligenstadt finden wir Kreuzkröten auch in geschlossenen Waldabteilungen wie dem Stadtwald. Dort ist unklar wo sie leichen?

Die Leichgewässer des Laubfrosches waren 1991 vorzugsweise in der Mitte des Kreises. Er dürft auch gelegentlich übersehen worden sein? Die Vorkommen im Letloch bei Seligenstadt und an den Postteichen im NSG Thomassee und Rotsohl weisen auch auf Vorkommen im Ostkreis hin.

Der Seefrosch ist im Kreis auf größere stehende Gewässer angewiesen. Er dürfte seinen Bestand gehalten haben?

Die Knoblauchkröte scheint auf biologisch arbeitende Landwirte angewiesen zu sein. Ein Vorkommen am Letloch in Seligenstadt liegt in der Nähe biologisch bewirtschafteter Flächen. Im benachbarten NSG Thomassee und Rotsohl scheint deutlich weniger biologisch gearbeitet zu werden. Die Knoblauchkröte soll dort aber auch noch vorkommen? Die Vehemaligen Vorkommen um Dreieich und Egelsbach sollten überprüft werden.

Bereits 1991 kam die Gelbbauchunke nur in zwei Gebieten vor. Der Bestand um die Dietesheimer Steinbrüche könnte erloschen sein, Der Bestand nordöstlich von Dreieichenhain bedarf der Überprüfung.

Der Kammmolch gehört wahrscheinlich zu den leicht zu übersehenen Amphibienarten. Er kommt zusätzlich im Fasanengarten in Kl.-Krotzenburg, in den Teichen bei Mainflingen und im Schwarbruch von Seligenstadt vor. vom Bruch von Gravenbruch und aus Langen liegen keine neueren Hinweis vor.

Pro Messtischblatt wurden für die Darstellung 4 x 4 Rster darüber gelegt. Insgesamt sind es 64 Raster, die von links oben nach rechts unten durchnummeriert wurden. Die damals aufgenommenen Leichbiotope dürften beim Kreis Offenbach vorliegen. Vielleicht ein Ansatzpunkt um die Bestände der Amphibien zu überprüfen?

AgFA