Erste Hilfe in Notfällen

Was tun, wenn man eine verletzte Fledermaus gefunden hat:

Zögern Sie nicht, im Notfall zählt jede Minute! Auch scheinbar gesunde und fitte Fledermäuse bedürfen oft sofortiger Hilfe. Wildtiere mobilisieren unter Stress ihre letzten Kräfte, der aktuelle Eindruck täuscht oft!

Der Fledermausschutz in Hessen ist gut vernetzt. Für die umliegenden Kreisgebiete gibt es Ansprechpartner, die versuchen sofort Hilfsmaßnahmen einzuleiten. Ansprechpartner finden Sie auf der Seite des   Fledermausschutz Südhessen
oder für den Kreis Offenbach:  Hartmut Müller 01590 1341323
Trotz allem Engagement sind alle Ansprechpartner nicht immer erreichbar und können Fundtiere nicht immer abholen oder abholen lassen. Sollte der zuständige Ansprechpartner nicht erreichbar sein, versuchen Sie einen anderen Ansprechpartner zu erreichen.

NABU  Fledermaus-Hotline

Erreichbar unter der Telefonnummer:            030-284984-5000

Die Sprechzeiten ändern sich im Jahresverlauf:

Monat Uhrzeit
Januar, Februar, März Mo. – Fr. 10-13 Uhr
April, Mai Mo. – Fr. 10-16 Uhr
Feiertage: 11-13 Uhr und 17-19 Uhr
Juni – August Mo. – Fr. 10-16 Uhr und 19-21 Uhr
Sa., So. und Feiertage: 11-13 Uhr und 17-19 Uhr
September – Oktober Mo. – Fr. 10-16 Uhr
November- Dezember Mo. – Fr. 11-13 Uhr
Vom 23.12. bis einschl. 01.01. findet keine Beratung statt.

Weitere Informationen:  Suchen Sie „NABU Fledermaus-Hotline“ z.B. bei Google.
WICHTIG: Bitte versuchen Sie nicht eine Fledermaus selbst zu versorgen. Übergeben Sie Fledermäuse immer sofort einem fachkundigen Experten.

Neben der richtigen Handhabung müssen die Tiere adäquat untergebracht, medizinische behandelt und wieder ausgewildert werden. Das setzt Erfahrungen und Fachkenntnisse über viele Jahre voraus.

Erste Hilfemaßnahmen für Fledermäuse

  • zum Selbstschutz verwenden Sie Handschuhe! In unseren Breiten sind Tollwutfälle selten, aber bitte gefährden Sie sich nicht! Fledermäuse sind Insektenfresser. Die spitzen Zähne können empfindliche Verletzungen verursachen.
  • bringen Sie die Fledermaus an einen sicheren Platz. Achten Sie auf eine höhere Lage und Wetterschutz. Besonders geeignet sind Dachüberhänge, die auch Schutz vor Regen und praller Sonne bieten.
  • bieten Sie den entkräfteten Tieren vor allem Wasser an. Besonders geeignet sich Pipetten und Einmalspritzen. Notfalls tut es auch ein Stab, an dem Wassertropfen in Richtung Maul laufen können. Nicht zu sehr geschwächte Tiere werden versuchen es aufzulecken. Die Nase bitte freihalten.
  • die Ernährung der Tiere ist recht schwierig und ein Fall für den Experten. Jungtiere brauchen sofort professionelle Hilfe. Als Überbrückungshilfe kann es mit Mehlwürmern versucht werden. Für einige Fledermausarten müssen diese ausgedrückt werden. Nur das Innere darf dann verfüttert werden.