Orchideenwanderung am 20. Mai 2017 – Wacholderheide bei Bretzingen

Nachdem wir am Vormittag den Haigergrund erkundeten, sind wir am Nachmittag zu dem 1986 ausgewiesenen NSG „Wacholderheide Wurmberg und Brücklein“ gefahren.

Beeindruckend, bereits am Anfang des Gebietes, nachdem wir den Wald verlassen hatten waren die großen Bestände des Klappertopfes.

Zottige Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus)?

Auf den Wiesen fand sich vor allem Helm-Knabenkräuter.

Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)

Beeindruckend auch die großen Bestände an Küchenschellen, deren Samenstände nun die Wiesen zierten.

Gewöhnliche Kuhschellen (Pulsatilla vulgaris)

Wir nahmen uns vor zur Blütenzeit dieses Gebiet noch einmal besuchen zu wollen.

Ganz vereinzelt begann der Acker-Wachtelweizen bereits zu blühen.

Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense)

Bei den Schmetterlingen vermissten wir die Bläulinge. Neben einem Segelfalter, viele kleine Weißlinge und andere kleine Arten.

Auf einer Hecke saß ein Neuntöter.

Purpur-Knabenkräuter waren nur vereinzelt zu sehen.

Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea)

Auf der Hälfte unseres Weges entdeckten wir ein weißes Helm-Knabenkraut.

Helm-Knabenkraut (Orchis militaris)

Auch hier sind Fliegen- und Spinnenragwurz nicht selten!

Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera)

Spinnen-Ragwurz (Ophrys sphegodes)

Neu für uns war ein Hybrid zwischen Fliegen- und Spinnenragwurz.

Wir besuchen das Gebiet ja schon ein paar Jahre, die Hummelragwurz haben wir hier in diesem Jahr zum ersten Mal gesehen.

Hummel-Ragwurz (Ophrys holoserica)

Eher unscheinbar, das Große Zweiblatt am Wegesrand.

Große Zweiblatt (Listera ovata, Syn.: Neottia ovata)

Bocks-Riemenzunge haben wir auch gefunden. Sie war hier aber noch weiter zurück. Sie scheint ihren Standort jedes Jahr zu ändern?

Was uns auch sehr gefiel, waren die großen Bestände an Akelei.

Gewöhnliche Akelei (Aquilegia vulgaris)

Insekten hatten sich hier heute auch rar gemacht.

Feldgrille (Gryllus campestris)

Schwarze Kiefernholzwespe (Xeris spectrum)?

Wir waren den Weg bis zu dem Streuobst hin und zurück gewandert. Nun überlegten wir, was wir noch machen könnten?

Wir entschieden uns nochmal nach Höpfingen-Waldstetten zu fahren. Dort angekommen waren bereits zwei Leute am Beginn des NSG’s und erzählten uns, dass eine Orchideenexkursion hier gleich um 18:00 Uhr starten würde. Wir hatten bereits vor zwei Jahren dort mal an einer Exkursions teilgenommen und entschieden aufgrund der possitiven Erinnerung, daran teil zu nehmen.

Viele der dort vorkommenden Orchideenarten hatten wir bereits heute gefunden, von zwei Besonderheiten möchte ich aber noch Berichten. In einem Waldstück gibt es Knabenkrauthybriden, die Rätsel aufgeben. Es sollen Hybride des Kleinen-Knabenkrautes (Anacamptis morio) und des   Männlichen Knabenkraut (Orchis mascula) sein.


Der Standort war sehr dunkel.

Nicht weit vom Weg entfernt kamen wir nun doch noch zu unserem Ohnhorn. Zwei Pflanzen standen dort im Wald.

Ohnhorn (Aceras anthropophorum)

Auch die Vogel-Nestwurz sahen wir noch und das Große Zweiblatt war nicht selten.

Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis)

Auch die große Variabilität des Purpur-Knabenkrautes war sehr beeindruckend!

Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea)

Gegen 20:15 Uhr haben wir unseren Exkursionstag abgeschlossen. Wir hatten doch eine ganze Menge gesehen!

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