Große Bartfledermaus (Myotis brandtii)

Bild: © D. Nill

Im Bereich Hainburg/Seligenstadt/Mainhausen bei Kastenkontrollen nachgewiesene Bechsteinfledermäuse 1985 bis 2018

Nachweis von Bartfledermäusen
Nachweise von Bartfledermäusen
Probefläche Datum Art Anzahl Longitude Latitude
FLM01 13.09.2009 Bartfledermaus 3 9,00358009 50,0242462
FLM10 09.05.2015 Kl. Bartfledermäuse 8 8,92826176 50,0258446

 

Bei beiden Beobachtungen ist die Artbestimmung nicht wirklich sicher.

Aussehen und Größe

Eine kleine hellbraun Fledermaus mit goldglänzenden Spitzen, 5 bis 7 g schwer, mit langen Ohren. Spannweite 19-24cm. Das Nasenloch der Brandtfledermaus ist meist breit herzförmig. Das Höchstalter ist mit über 28 Jahren nachgewiesen. Weitgehend ortstreue Fledermausart. Saisonale Wanderungen meist unter 40 km.

Verbreitung und Lebensraum

Typische Waldfledermaus mit Vorliebe für Gewässer. Sie kommt meist in Au- und Bruchwäldern, Moor- und Feuchtgebiete, feuchte Schluchten und Bergwälder bis 1500 m vor. Neben Wäldern spielen Feldgehölze und Hecken eine wichtige Rolle als Jagdgebiete. Sommerquartiere in Baumhöhlen, Stammrissen und hinter abstehender Rinde, sowie in Fledermauskästen. Kommt auch in Spalten innerhalb von Dachräumen, Holzverkleidungen und eng beieinander liegender Holzbalken in der Nähe von Waldrändern oder strukturreichen Gebieten mit Anbindung an Gehölzzüge und Wälder vor. Winterquartiere in Höhlen und Stollen, seltener in Bergkellern.

Lokale Vorkommen

Die Art wurde bisher nur ein einziges mal festgestellt.

Fortpflanzung

Die Geburt in Mitteleuropa erfolgt innerhalb des ganzen Juni. Erste Flüge mit drei Wochen, mit vier Wochen selbstständige Jagdflüge. Ab Ende Juli lösen sich die Wochenstuben auf. Weibchen werden erst im zweiten Jahr geschlechtsreif. Bilden Wochenstuben mit 20 bis 60 Weibchen, seltener über 200 Tiere. In Fledermauskästen meist etwa 20 Weibchen. Gemischte Vorkommen mit Rauhaut- und Mückenfledermaus möglich. Im Winterquartier meist nur frei einzel- oder in Spalten hängende Tiere.

Ernährung und Jagd

Schmetterlinge, Spinnen, Weberknechte, Ohrwürmer, Schnaken, Zuckmücken, und Fliegen. Sehr wendiger Flug in Au- und Hallenwäldern, über Gewässern und entlang der Begleitvegetation. Flughöhe variiert zwischen bodennah und Kronendach, oft nahe an der Vegetation. Flug oft wellenförmig. Jagdverhalten über Gewässern ähnlich der Wasserfledermaus, doch in größerem Abstand zur Gewässeroberfläche.

 

 

Weiterführende Info’s:

Hessen Forst Artengutachten 2011

Hessen Forst Artengutachten 2003

Hessen Forst Artensteckbrief 2006