Archiv der Kategorie: Fledermäuse

Informationen über das Leben der Fledermäuse

Planung eines Fledermaushotels in der Walldorfschule in Dietzenbach

Schüler/-innen der Walldorfschule Dietzenbach sind angehalten in der 8. Klasse eine eigene Projektarbeit zu einem selbstgewählten Thema durchzuführen. Sie haben dann drei Monate Zeit, um ein mit dem Lehrer/-in vereinbartes Thema theoretisch und praktisch anzugehen. Hierbei können sie gegebenfalls auch externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Ergebnis wird öffentlich den Mitschülern, Eltern und Interessierten vorzustellt.

Die AGFA möchte in diesem Jahr eine Schülerin dieser Schule fachlich unterstützen. Die anfängliche Idee eines Fledermausturmes hat sich inzwischen etwas präzisiert.

In Bad Soden am Taunus haben wir uns einen Fledermausturm angesehen. Der NABU Vorsitzende erklärte uns seine Funktion und die bautechnischen Einzelheiten. Fledermausturm Rohrwiese.

Im Infoheft „Fledermäuse an Gebäuden“ fanden wir den folgenden Bastelhinweis zu einem „Fledermaushotel“:

aus „Fledermausquartiere an Gebäuden“ – Erkennen, erhalten, gestalten. Bayerisches Landesamt für Umwelt. Seite 34

Möglichkeiten solche Mehrkammersysteme anzufertigen findet man auch in dem PDF: Bauanleitung Mehrkammersystem LBV Kreisgruppe München

Über die Funktionalität der Fledermausbretter ist auch folgendes PDF hilfreich: Bauanleintung Fledermausbrett (Biologie und Umwelt – Dorner Verlag Östereich)

Im Moment überlegen wir uns ein „Fledermaushotel“ zwischen zwei Balken (ca. 1,80 – 2,00 m Breite), mit je drei Spaltenkammern auf jeder Seite. Mit verschiedenen Abdeckmaterialien (Schiefer, Metall und Holz) könnte man auch in der Breite verschiedene Klimazonen anbieten.

Erfassung der Fledermausfauna am 8. Juni 2018

Verteilung der Fledermausaktivitäten auf dem Schulgelände

Nachweise von 34 Zwergfledermäusen und 15 Mückenfledermäusen auf dem Gelände der Walldorfschule.

Auswertung im Bat-Explorer

Zeitlicher Verlauf (Anzahl Rufe und Uhrzeit):

Aktivitätsphasen

Peak-Frequenz (Frequenz mit dem höchsten Schalldruck – 40 – 50 Zwerge, 50 – 60 Mückenfledermäuse):

gemessene Peaks

Gleichzeitige Rufe von Zwerg- und Mückenfledermaus:

Eufe der Mücken- und Zwergfledermaus
Mückenfledermaus (oben) und Zwergfledermaus (unten)

Aktivitätsphasen nach Arten getrennt:

Aktivitätsverteilung Mückenfledermaus (rosa) und Zwergfledermaus (rot)

  

Neuer Wohnraum für Spaltenbewohner – Fledermausbretter in Offenbach beim Taxiunternehmen „Fledermäuse“ installiert

Heute wurden die bereits vor Weihnachten gebauten Fledermausbretter in Offenbach Grabenstraße und Elbestraße installiert. Insgesamt 3 Bretter 100 x 80 cm und 2 Bretter 50 x 60 cm. In der Grabenstraße wurden 2 große Bretter installiert (Einflug ca. 3 cm auf 1,5 cm verjüngend). In der Elbestraße ein großes und die beiden kleinen Fledermausbretter.

Die zwei kleinen Fledermausbretter wurden in die Dachsparren eingebaut und im Holz mit Winkel befestigt.

Einbau kleines Fledermausbrett
Die installierten Kästen auf beiden Seiten des Brennholzregals
Fledermausbrett 100 x 80 cm. Der Einflug unten ist 3 cm breit und verjüngt sich auf 1,5 cm
Mit der Leiter gings aufs Dach
Zusammen mit dem Hausherr wurde der große Kasten installiert. Um nicht durch die Thermohaut zu müssen wurde der Kasten links mit einer Dachlatte abgehängt.

Ergebnisse Fledermauskontrollen 2017

Das diesjährige Fledermaus-Monitoring ist nun weitgehend abgeschlossen. Die Daten sind, soweit vorhanden, ausgewertet. Im Süden des Untersuchungsgebietes fehlt noch die Herbstkontrolle in der ehemaligen Sendefunkanage Zellhausen. Dies ist im Moment wegen dem aktuellen Holzeinschlag nicht möglich. Die zweite fehlende Fläche ist Hainstadt östlich der Bahn. Hier fehlt noch die Herbstkontrolle.

Verteilung der Kästen im Ostkreis – Karte: Open Streetmap

Bei der diesjährigen Frühjahrs- und Herbstkontrolle unserer 559 Kästen wurden in insgesamt 202 Kästen 643 Fledermäuse gefunden. Diese verteilen sich auf folgende Arten:

Art Anzahl Kästen Anzahl Tiere
Rauhaut 49 113
Breitflügel 1 4
Mückenfledermaus 5 7
Zwergfledermaus 11 15
Pipistrellus spp. 13 13
Braune Langohr 17 98
Fransenfledermaus 24 277
Mausohr 37 42
Abendsegler 35 45
Bechsteinfledermaus 10 29
  202 643

 

In der Regel hängn wir die Kästen in Fünfergruppen. Fledermäuse nutzen stets mehrere Baumhöhlen in einem Übersommerungsgebiet. Nach unseren Erfahrungen führt dies auch zu einer schnelleren Besiedelung.

Quartierwechsel der Fledermausarten

Bei unseren Kastenkontrollen vermerken wir den Hauptnutzer des Kastens. Kot bedeutet der Kasten wurde von einer Fledermaus genutz, es wurde aber keine bei den Kontrollen angetroffen. Eine Fledermaus im Kasten führt zur Kategorie Fledermäuse. Die Kategorie Raupen meint durch Raupen versponnene Kästen, die meist nicht mehr durch Fledermäuse genutz werden. Besonders trockene Jahre führen oft zu einer großen Zahl versponnener Kästen.

Belegungsart Anzahl
Hornisse 75
Siebenschläfer 30
Raupen 100
Kot 171
Fledermäuse 202

 

Unsere Fledermausberichte von 1985 bis heute stehen unter Fledermausberichte

Die aktuellen sind:

 

Bestandstrends für einzelne Arten im Bereich Seligenstadt und Mainhausen

 

Abendsegler Statistik
Bechsteinfledermaus Statistik
Braunes Langohr Statistik
Gro0es Mausohr Statistik
Pipistrellus Statistik

Fledermauswanderung am Langhorst von Hainburg und Seligenstadt

Zusammen mit dem Naturschutzbund Hainburg laden wir ein zur Fledermauswanderung am 2. September, um 19:30 Uhr, entlang des Langhorsts nördlich von Froschhausen. Treffpunkt ist der Weg am Ortsausgang an der Ecke Neben der Hohl / Im Erlig. Erfahren sie mehr, warum es sinnvoll ist unsere Fledermäuse zu schützen und zu fördern. Erfahren sie mehr aus dem Leben der Fledermäuse . Lernen sie sie hautnah kennen! Fledermäuse sind Insektenfresser. Stechende Insekten können sie deutlich reduzieren. Für unser Wohnumfeld sind sie so äußerst hilfreich. Sie fliegen mit den Händen und sehen mit den Ohren. Selbst in dunkelster Nacht finden sie ihren Weg. Von den 20 in Hessen nachgewiesenen Fledermausarten kommen 18 im Ostkreis Offenbach vor. Mit ca. 750 Fledermauskästen wird der Fledermausbestand in den Wäldern von Mainhausen, Seligenstadt  und Hainstadt im Frühjahr und Herbst kontrolliert. Dier Ergebnisse dieser Untersuchungen gehen an die Landesforstverwaltung, an die Kommunen und an den Kreis Offenbach. Mit dem Verbot von Lindan und DDT 1978 haben sich einige Fledermausarten wieder etwas erholt. Da Fledermäuse nur ein bis zwei Jungen pro Jahr haben können, ist die Erholung der Bestände sehr langwierig. Neue Techniken wie Windenergieanlagen können einigen Arten schwer zusetzten. In Deutschland schätzt man den die Schlagopferzahl auf ca. 150.000 Fledermäuse pro Jahr. Kritisch ist, dass vor allem weibliche Tiere damit kollidieren.