Archiv der Kategorie: Fledermäuse

Informationen über das Leben der Fledermäuse

Neuer Wohnraum für Spaltenbewohner – Fledermausbretter in Offenbach beim Taxiunternehmen „Fledermäuse“ installiert

Heute wurden die bereits vor Weihnachten gebauten Fledermausbretter in Offenbach Grabenstraße und Elbestraße installiert. Insgesamt 3 Bretter 100 x 80 cm und 2 Bretter 50 x 60 cm. In der Grabenstraße wurden 2 große Bretter installiert (Einflug ca. 3 cm auf 1,5 cm verjüngend). In der Elbestraße ein großes und die beiden kleinen Fledermausbretter.

Die zwei kleinen Fledermausbretter wurden in die Dachsparren eingebaut und im Holz mit Winkel befestigt.

Einbau kleines Fledermausbrett
Die installierten Kästen auf beiden Seiten des Brennholzregals
Fledermausbrett 100 x 80 cm. Der Einflug unten ist 3 cm breit und verjüngt sich auf 1,5 cm
Mit der Leiter gings aufs Dach
Zusammen mit dem Hausherr wurde der große Kasten installiert. Um nicht durch die Thermohaut zu müssen wurde der Kasten links mit einer Dachlatte abgehängt.

Ergebnisse Fledermauskontrollen 2017

Das diesjährige Fledermaus-Monitoring ist nun weitgehend abgeschlossen. Die Daten sind, soweit vorhanden, ausgewertet. Im Süden des Untersuchungsgebietes fehlt noch die Herbstkontrolle in der ehemaligen Sendefunkanage Zellhausen. Dies ist im Moment wegen dem aktuellen Holzeinschlag nicht möglich. Die zweite fehlende Fläche ist Hainstadt östlich der Bahn. Hier fehlt noch die Herbstkontrolle.

Verteilung der Kästen im Ostkreis – Karte: Open Streetmap

Bei der diesjährigen Frühjahrs- und Herbstkontrolle unserer 559 Kästen wurden in insgesamt 202 Kästen 643 Fledermäuse gefunden. Diese verteilen sich auf folgende Arten:

Art Anzahl Kästen Anzahl Tiere
Rauhaut 49 113
Breitflügel 1 4
Mückenfledermaus 5 7
Zwergfledermaus 11 15
Pipistrellus spp. 13 13
Braune Langohr 17 98
Fransenfledermaus 24 277
Mausohr 37 42
Abendsegler 35 45
Bechsteinfledermaus 10 29
  202 643

 

In der Regel hängn wir die Kästen in Fünfergruppen. Fledermäuse nutzen stets mehrere Baumhöhlen in einem Übersommerungsgebiet. Nach unseren Erfahrungen führt dies auch zu einer schnelleren Besiedelung.

Quartierwechsel der Fledermausarten

Bei unseren Kastenkontrollen vermerken wir den Hauptnutzer des Kastens. Kot bedeutet der Kasten wurde von einer Fledermaus genutz, es wurde aber keine bei den Kontrollen angetroffen. Eine Fledermaus im Kasten führt zur Kategorie Fledermäuse. Die Kategorie Raupen meint durch Raupen versponnene Kästen, die meist nicht mehr durch Fledermäuse genutz werden. Besonders trockene Jahre führen oft zu einer großen Zahl versponnener Kästen.

Belegungsart Anzahl
Hornisse 75
Siebenschläfer 30
Raupen 100
Kot 171
Fledermäuse 202

 

Unsere Fledermausberichte von 1985 bis heute stehen unter Fledermausberichte

Die aktuellen sind:

 

Bestandstrends für einzelne Arten im Bereich Seligenstadt und Mainhausen

 

Abendsegler Statistik
Bechsteinfledermaus Statistik
Braunes Langohr Statistik
Gro0es Mausohr Statistik
Pipistrellus Statistik

Fledermauswanderung am Langhorst von Hainburg und Seligenstadt

Zusammen mit dem Naturschutzbund Hainburg laden wir ein zur Fledermauswanderung am 2. September, um 19:30 Uhr, entlang des Langhorsts nördlich von Froschhausen. Treffpunkt ist der Weg am Ortsausgang an der Ecke Neben der Hohl / Im Erlig. Erfahren sie mehr, warum es sinnvoll ist unsere Fledermäuse zu schützen und zu fördern. Erfahren sie mehr aus dem Leben der Fledermäuse . Lernen sie sie hautnah kennen! Fledermäuse sind Insektenfresser. Stechende Insekten können sie deutlich reduzieren. Für unser Wohnumfeld sind sie so äußerst hilfreich. Sie fliegen mit den Händen und sehen mit den Ohren. Selbst in dunkelster Nacht finden sie ihren Weg. Von den 20 in Hessen nachgewiesenen Fledermausarten kommen 18 im Ostkreis Offenbach vor. Mit ca. 750 Fledermauskästen wird der Fledermausbestand in den Wäldern von Mainhausen, Seligenstadt  und Hainstadt im Frühjahr und Herbst kontrolliert. Dier Ergebnisse dieser Untersuchungen gehen an die Landesforstverwaltung, an die Kommunen und an den Kreis Offenbach. Mit dem Verbot von Lindan und DDT 1978 haben sich einige Fledermausarten wieder etwas erholt. Da Fledermäuse nur ein bis zwei Jungen pro Jahr haben können, ist die Erholung der Bestände sehr langwierig. Neue Techniken wie Windenergieanlagen können einigen Arten schwer zusetzten. In Deutschland schätzt man den die Schlagopferzahl auf ca. 150.000 Fledermäuse pro Jahr. Kritisch ist, dass vor allem weibliche Tiere damit kollidieren.

 

Projektwoche Käthe-Paulus-Schule Zellhausen vom 19. bis 23. Juni 2017

Projekt:  „Der Natur auf der Spur“

Angemeldet zum Projekt sind 11 Kinder. Die Veranstaltungen liegen in der Regel am Vormittag, Mittwochs ist eine Fledermausexkursion am Fledermauslehrpfad vorgesehen. Betreut werden die Kinder von insgesamt 6 Personen, die sich die Tage untereinander aufteilen. Die Gruppe besteht aus 8 Mädchen und 3 Jungs.

19. Juni 2017 – Am Vormittag:  Fledermausexkursion

Wir trafen uns um 8:00 Uhr auf dem Schulhof der Käthe-Paulus-Schule. An diesem Morgen waren wir zu viert. Vorbei am Königsee steuerten wir die erste Gruppe von Fledermauskästen im Wald an. Dort begrüßten wir die Kinder und führten ein erstes kurzes Kennenlernen durch.

 

Bereits im ersten Kasten fanden wir eine Fledermaus vor. Wir bestimmten sie per augenschein als Bartfledermaus, ohne sie größer zu untersuchen:

Alle Kästen wiesen einen hohen Besatz an Raupen auf. Viele Kästen waren mit Moos gefüllt. Blaumeisen nutzen diese Kästen zur Übernachtung und gelegentlich zur Brut. Insgesamt konnten wir 8 taube Eier in den Kästen finden.

 

In einem war bei der Durchsicht der Embrio zu sehen.

Nur in sehr wenigen Kästen waren auch Nester des Trauerschnäppers. Das einzige Hornissennest war fast nur mit toten Tieren gefüllt. Ein einzelnes Tier baute noch am Nest. So wenige Nester sind für diesen Waldbereich absolut ungewöhnlich. Es scheint ein schlechtes Jahr für die Hornissen zu sein?

Wespennester konnten wir einige feststellen. In einem fälschlich als abgestorben angesehen Nest waren noch Puppen zu finden.

War etwas interessantes zu sehen, konnten die Kinder selbst zu den Kästen hinaufsteigen.

Wir fanden noch zwei weitere Fledermausmännchen in den Kästen. Die kleine Rauhaut war sehr fit und biss sofort in den Finger. Nach 2 1/2 Stunden legten wir eine Rast ein, damit die Kinder ihr Frühstück verzehren konnten.

 

Wir waren inzwischen derart verschwitzt, dass ein Landkärtchen sich einfand und den salzigen Schweiß von unserer Haut leckte.

 

Beim erreichen des Ufers des Königsees hielten wir innen und beobachteten eine Kanadagans, die Junge führte. Nach gut drei Stunden erreichten wir wieder die Schule. Wir fanden uns im Klassenzimmer ein, um das weitere Programm für die geplante Woche zu besprechen.

20. Juni 2017 – Am Vormittag:   Tümpelexkursion

Pünktlich morgens um 8:00 Uhr trafen wir uns auf dem Schulhof der Schule. Heute waren wir zu dritt und die Temperaturen sollten sehr hoch gehen. Es hatte wieder lage nicht geregnet und die Tümpel hatten kaum noch Wasser.

Von der Schule fuhren wir, den Ortsrand von Zellhausen entlang, in den Stadtwald Seligenstadt. Es war heiß und wir ließen uns Zeit. Am vorgesehenen Tümpel angekommen, fanden wir nur noch Restwasserflächen vor. Die Wassertiefe war selten über 10 cm.

Wir zogen unsere Gummistiefel an und suchten im stark verkrautetem Gewässer nach Insekten und Amphibien.

Wir fanden die Larvenstadien von Springfröschen, sowie von Berg- und Teichmolchen.

 

Von den Wasserskorpionen fanden wir mehrere Exemplare.

Käfer und andere Wanzen waren auch nicht selten.

Nach ca. 1 1/2 Stunden waren wir ziemlich verschlammt. Um uns zu reinigen fuhren wir weiter zu einem künstlichen Fließgewässer am Keltergraben. Dort war der Boden allerdings auch recht schlammig, so dass wir zur „Quelle“ weiterfuhren. Nach der Reinigung suchten wir am Ende des Weges ein weiteren Tümpel auf. Dort fingen wir einige Molche, die wir nach der Begutachtung wieder frei ließen.

Berg- und Teichmolche hielten sich im Gleichgewicht.

Um die orange Färbung besser zu sehen, drehten wir ein Tier auf den Rücken.

Das Bergmolchmännchen zeigte an der Seite den blauen Streifen. Der Kamm ist außerhalb des Wassers schlecht zu erkennen.

Auch beim Teichmolchmännchen ist der Kamm außerhalb des Wassers nicht sichtbar.

 

 

 

 

 

Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause.

21. Juni 2017

Am Vormittag:   Exkursion in die Sendefunkanlage Zellhausen

Am Morgen um 8:00 Uhr fuhren wir quer durch Zellhausen zu einer vom BUND erworbenen Wiese um dort die Blumen und Insekten zu untersuchen. Bereits auf dem Weg dorthin, beobachteten wir 8 Weisstörche, die auf einer abgemähten Wiese nach Insekten suchten. Auch Rotmilane waren dort auf Futtersuche. Am Ende waren wir dann noch in der Seldefunkanlage Zellhausen auf dem ehemaligen Antennenstandort. Der Sandboden dort beherbert manche seltene Pflanzen und Tierart. Am Rand des Areals suchten wir in den Tümpelresten nach Tieren. Vor allem junge Springfrösch hüpften über die Schlammfläche.

Am Abend:   Fledermausexkursion „Glühwürmchen und Fledermaus“

Am Abend, um 21:00 Uhr trafen wir uns zur Abendexkursion. Es war sehr warm und es ist die Zeit der Glühwürmchen. Wir gingen den Fledermauslehrpfad entlang und erfuhren etwas aus dem Leben der Fledermäuse. Wir hatten ab 22:00 Uhr den Fledermausdetektor laufen und zeichneten die Rufe der Fledermäuse auf.

Mit den aufgezeichneten Daten konnten wir die Fledermausaktivitäten ziemlich genau darstellen. Insgesamt hatten wir 5 verschiedene Fledermausarten vorgefunden.

Die Daten von den häufigsten Arten werden kurz dargestellt.

Zwergfledermaus:

Wasserfledermaus:

Mückenfledermaus:

Kleiner Abendsegler:

22. Juni 2017 –  Am Vormittag:   Basteln von Fledermauskästen

Am heutigen Donnerstag haben wir unsere Fledermauskästen zusammengebaut. Die Bausätze, die wir über den BUND Shop bezogen hatten, waren bereits vorgebohrt und wurden von den Kindern zusammen geschraubt. Knapp zwei Stunden hatten sie benötigt. Da noch Zeit war, haben wir einen kurzen Ausflug zum Ufer des Königsees gemacht, wo wir Libellen, Fische und Vögel beobachteten.

23. Juni 2017

Am Vormittag: Vorbereitung Präsentation

Heute hatten wir erst um 10:00 Uhr angefangen. Statt die Präsentation vorzubereiten, haben wir noch einen Ausflug zur Bong’schen Kiesgrube gemacht.

Auf dem Weg dorthin lag eine Ringelnatter auf dem Weg. Leider konnte ein Teil der Gruppe diese nicht sehen, da die Vorausfahrenden wenig Rücksicht auf die langsameren Fahradfahrer nahmen. Am Bong beobachteten wir die brütenden Kormorane auf der Insel. Im Durchgang zur großen Grube sahen wir Graugänse. Leider war die Zeit für die Vorbereitung zur Präsentation dann viel zu knapp. Die Qualität dürfte gelitten haben.